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So, 09:19 Uhr
14.01.2018
Schwarzbergs Wegwerfgesellschaft (8)

Kurz mal abgebogen

Einfahrten zu Feldwegen sind für die illegale Ablagerung von nicht mehr geliebten Hinterlassenschaften unserer Wohlstandsgesellschaft besonders beliebt. Bodo Schwarzberg ist einer solchen Spur nachgegangen...

Abgeladen (Foto: Bodo Schwarzberg)
Meist gibt es zur nahen Straße einen gewissen Sichtschutz durch Bäume und Sträucher, man muss die Stoßdämpfer des Autos nicht durch eine weitere Fahrstrecke über die Unebenheiten des Feldweges malträtieren und man kann sein etwaig vorhandenes schlechtes Gewissen mit der Annahme belohnen, dass die illegale Ablagerung von Vertretern zuständiger Stellen schnell wahrgenommen und beseitigt wird.

Der persönliche Aufwand des Ablagernden ist begrenzt, da man ja den illegalen Müll zum Beispiel auf dem Weg ins Grüne oder in den Supermarkt gleich mit ins Auto packen kann, - rundherum kosten-, energie- und zeitsparend also.

In der oben genannten Reihe wurde schon einmal über Ablagerungen an Wegen zwischen Steigerthal und Buchholz berichtet. Hier gibt es nun eine Fortsetzung: Am Feldweg, der von der Landstraße direkt zum Singerberggipfel führt, liegen mehrere frische Erd- und Schutthaufen und an der nächsten Feldwegeinfahrt in Richtung Iberg-Talsperre wenige hundert Meter weiter in Richtung Steigerthal an dessen Eingang stehen, sehr gut von der Straße aus sichtbar, zwei weiße Plast-Eimer mit Schnapsflaschen. Denen wurden Plastreste und ein undefinierbares elektronisches Bauteil beigegeben. Daneben lagert noch ein Plastikbeutel mit Reisig.

Abgeladen (Foto: Bodo Schwarzberg)
Vielleicht braucht ja jemand etwas Erdaushub, ein paar (leere) Flaschen (zum Beispiel zum Abfüllen des Selbstgebrannten) und zwei Eimer. Das Gute liegt oft so nahe – und ein Kauf über ebay ist aufwändig und nicht immer so billig zu haben, wie die am Wegesrand abgelagerten Schätze.
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Kommentare

14.01.2018, 10.56 Uhr
Wolfi65 | Nichts in der Birne!
Wer solche Straftaten macht, begeht diese auch an der Gesellschaft, denn die Mitmenschen müssen nicht nur die Entsorgung bezahlen, sondern müssen auch die Verschandelung der Natur und demzufolge auch der Naherholungsgebiete ertragen.
Ich stelle mir vor, das würden ein Drittel der Nordhäuser auch so machen und die Schnapsflaschen einfach am Wegesrand abstellen, dann würde man vor lauter Müll keine Wiesen und Wälder mehr erkennen.
Nur noch Glasflaschen.
Jedes Jahr freue ich mich im Frühjahr über das Erwachen der Natur mit seinen Schönheiten, wie das frischen Grün der Wiesen und Wälder und die Blüte der Obstbäume.
Und dann kommen solche Hirnlosen Idioten daher und machen den schönen Anblick einfach kaputt!
Das ruft eigentlich einmal nach einen kleinen Aufenthalt in einer 8 Quadratmeter Einraumwohnung mit drei Malzeiten am Tag und einer Stunde Hofgang unter Aufsicht. Vielleicht kommt dann wieder ein bisschen Blut in der Birne an?!
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