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Do, 09:35 Uhr
28.12.2017
Qualität der Pflege in deutschen Heimen

Große Sorge bei den Bürgern

Die Vorstellung, im Alter in ein Pflegeheim ziehen zu müssen, macht vielen Menschen in Deutschland Angst, wie acht von zehn Bürgern bestätigen. Diesen Schritt würden die meisten gerne vermeiden - lediglich sechs Prozent können sich vorstellen, freiwillig in einer Senioreneinrichtung zu leben, falls sie pflegebedürftig werden...

Grafik (Foto: PwC) Grafik (Foto: PwC)
Das sind zentrale Ergebnisse einer repräsentativen Befragung der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC unter 1.000 Bundesbürgern. Vor allem fürchten die Studienteilnehmer den Personalmangel in den Heimen und überforderte Pflegekräfte, wie 73 Prozent angeben. Denn die Personalknappheit geht letztlich mit weniger Zeit für die Bewohner und einer schlechteren Qualität der Pflege einher.

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"Unsere Befragung zeigt, dass Pflegeheime in Deutschland keinen guten Ruf genießen. Bei den Bürgern in Deutschland ist angekommen, welche Folgen der Personalnotstand hat, der sich durch den demografischen Wandel noch weiter verschärfen wird", sagt Michael Burkhart, Leiter des Bereichs Gesundheitswesen & Pharma bei PwC Deutschland.

"Wir benötigen daher mehr Wertschätzung für den Pflegeberuf und eine neue Art der Versorgung in den Heimen, die wieder stärker den Menschen in den Mittelpunkt stellt. Um die Qualität der Einrichtungen zu messen und im nächsten Schritt zu verbessern, müssen die Bewohner, aber auch Angehörige und Mitarbeiter in den Prozess eingebunden werden. So kann die Zufriedenheit auf allen Seiten gesteigert werden."

Betreutes Wohnen bevorzugt

Der stationären Pflege in einem Heim steht die Mehrheit skeptisch gegenüber, doch wie möchten Bürger leben, wenn sie ihren Alltag nicht mehr allein bewältigen können? Am beliebtesten ist eine andere Form der Senioreneinrichtung - das betreute Wohnen, in einer eigenen Wohnung, aber mit Anschluss an einen Pflegedienst. Diese Form bevorzugen 33 Prozent der Studienteilnehmer. Viele Menschen möchten auch in den eigenen vier Wänden bleiben und durch einen ambulanten Dienst gepflegt werden, wie 31 Prozent bestätigen. Die häusliche Pflege durch Familienmitglieder, zum Beispiel die Kinder, können sich 19 Prozent vorstellen.

Die Befragten haben konkrete Vorstellungen davon, wie sich die aktuelle Situation in den Heimen verbessern ließe. Vor allem wünschen sie sich regelmäßige Qualitätskontrollen der Pflegeheime durch externe Stellen, wie 98 Prozent der Studienteilnehmer fordern. Diese Art von Transparenz sollte bereits der Pflege-Tüv schaffen, der 2009 eingeführt wurde. "In der Praxis zeigt sich allerdings, dass dieses Bewertungssystem wenig Aussagekraft hat", sagt Sevilay Huesman-Koecke, Expertin für Gesundheitswesen bei PwC Deutschland.

"Die individuelle Zufriedenheit der Bewohner lässt sich kaum mit standardisierten Bewertungskriterien messen. Dazu bedarf es vielmehr eines kontinuierlichen qualitätsbasierten Austauschs mit Bewohnern, Angehörigen und Mitarbeitern, sodass schnell auf Missstände reagiert werden kann und eine offene Kultur innerhalb des Hauses herrscht", so die PwC-Expertin. Ebenso wünschen sich die Bürger eine Verbesserung des Betreuungsschlüssels, damit mehr Zeit für den einzelnen Bewohner bleibt (97 Prozent). Um die Situation der Pflegekräfte zu verbessern, befürworten 97 Prozent der Befragten ein höheres Gehalt.

Dass eine hohe Versorgungsqualität seinen Preis hat, ist den Studienteilnehmern bewusst. Entsprechend wären 43 Prozent bereit, einen höheren Beitragssatz zur Pflegeversicherung zu leisten. Diese Bereitschaft wächst mit steigendem Nettoeinkommen und liegt im Schnitt bei 33 Euro pro Monat. 39 Prozent lehnen eine Erhöhung ab, weil diese für sie nicht finanzierbar wäre; 18 Prozent wären dazu nicht bereit, obwohl sie sich das leisten könnten. Gerade weil die Bürger sich große Sorgen um den Personalnotstand machen, würden sie die Mehreinnahmen in einen besseren Betreuungsschlüssel in den Heimen (53 Prozent) und in höhere Gehälter für die Pflegekräfte (17 Prozent) investieren. "Der Schlüssel für eine bessere Versorgungsqualität in den Heimen liegt in der Aufwertung des Pflegeberufs und einem verbesserten Miteinander zwischen Bewohnern, ihren Angehörigen und dem Personal", bilanziert Michael Burkhart. "Entlastung für das Personal können wir auch schaffen, indem wir intelligente Technologien in den Pflegealltag einbinden, zum Beispiel digitale Pflegedokumentationen oder GPS-Überwachung von Demenzkranken."
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Kommentare

28.12.2017, 10.08 Uhr
wyski | Das Schlimme
ist noch das Mittag kaum genießbar.
Die Köche geben sich keine Mühe. Leider

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28.12.2017, 21.50 Uhr
Kritiker86 | ich...
denke eher wyski, das die Köche gezwungen sind, mit sehr wenigen finanziellen Mitteln ein super Essen zu zaubern. Was garnicht möglich ist. Wie überall wird gespart, damit sich ein paar wenige Personen eine goldene Nase verdienen können auf Kosten der Heimbewohner und des Personals die schufften müssen wie irre, damit sie überhaupt ein Teil ihrer Arbeit schaffen. Pflegenotstand ist Irrsinn. Das Personal geht freiwillig oder kommt erst garnicht erst mehr, weil katastrophale Zustände herrschen.

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29.12.2017, 07.38 Uhr
kein | Es wird nur schlimmer
Schuld sind die Krankenkassen und Inhaber der Pflegeheime. Solange es nur ums Geld geht, wird es den Pflegekräften und den zu Pflegenden nicht besser gehen. Der Staat schaut zu und verklingelt unser Geld lieber anderweitig. Das Pflegesystem ist nur lug und trug. Da geht es nicht um Pflegebedürftige und schon garnicht um die überforderten Pflegekräfte. Der Gewinn zählt und das auf kosten der Gesundheit der Menschen, vor allem auf die Gesundheit der Pflegekräfte.

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29.12.2017, 12.51 Uhr
wyski | @Kritiker86
Leider falsch , es ist der Koch der vor 5 Jahre neu eingestellt wurde , seitdem ist das Essen immer schlechter geworden!
Es gab jedes Jahr Ente zu Weihnachten diesmal nicht.
Geld fürs Essen ist genug da!( Erkundigt )


PS. Man kann auch mit wenig gut Kochen.( Gewürze )

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