Do, 17:52 Uhr
07.12.2017
Projekt Energiepfade
Harte Fakten für den Landkreis
Klimaschutz und nachhaltige Energiegewinnung stehen inzwischen auch regionalpolitisch ganz weit oben auf der Agenda. Fachwissen und Datenbasis fehlen aber in der öffentlichen Verwaltung vielfach. Mit dem Projekt "Energiepfade" will das Nordhäuser Landratsamt in Zusammenarbeit mit der Hochschule ändern...
Eine fünfköpfige Forschungsgruppe um Frau Professorin Dagmar Everding und ihre Kollegen Prof. Rainer Große und Dieter Genske von der Hochschule Nordhausen will in den nächsten 12 Monaten den Stand der Dinge in Sachen Energie im näheren Umland der Stadt ermitteln.
Man werde die "harten Fakten" herausarbeiten, sagte Frau Prof. Everding. Dazu gehört eine umfassende Analyse oder "Klimabilanz". Darin soll unter anderem geklärt werden wo und wie schon ökologisch Strom erzeugt wird, wie hoch die Nachfrage einzelner Bereiche ist, von der Bausubstanz über den Verkehr bis zur Industrie, wo noch Potentiale bestehen und auch wieviel CO2 die umgebende Natur in Form von Bäumen, Seen und Flüssen bindet.
Eine solche Datengrundlage käme dem Landratsamt eigentlich schon jetzt gelegen, man erhalte immer öfter spezifische Anfragen zur Klimaschutzthematik deren Beantwortung nicht nur aufwendig sondern im Moment auch im Haus noch nicht fachlich abzudecken sei, erklärte Landrat Jendricke. Deswegen habe man sich im Rahmen der nationalen Klimaschutzinitiative des Bundes um Fördermittel beworben. Insgesamt 43.000 Euro stehen nun für die Erhebung zur Verfügung, 12.000 Euro davon steuert der Kreis bei, der Rest wird vom Bund und der Internationalen Bauausstellung "IBA" bereit gestellt.
Aus den Bemühungen rund um die IBA ist das aktuelle Projekt auch hervorgegangen, schon 2014 hatte die Hochschule ein ähnliches Anliegen vorgestellt, das sich vor allem auf die Stadt Nordhausen, nicht aber auf das Umland konzentriert hatte.
Energiepfade im Landkreis - eine Forschungsgruppe um Frau Prof. Everding will die "harten Fakten" zur regenerativen Energie ausarbeiten (Foto: Angelo Glashagel)
Neben der Analyse werde man auch eine "aktivierende Befragung" verschiedener Akteure durchführen, erklärte Frau Prof. Everding. Dabei sollen nicht nur Gemeinden und Energiegenossenschaften und -versorger sondern auch die Agrarwirtschaft, Unternehmen und Industriebetriebe angesprochen werden. Im Dialog wolle man dazu anstoßen sich weiter im Ausbau der regenerativen Energie zu engagieren.
Am Ende will die Forschergruppe einen Maßnahmekatalog erstellen der neben konkreten Vorschlägen auch aufzeigt was wünschenswert wäre und inwiefern Fördermittel akquiriert werden können.
Angelo Glashagel
Autor: redEine fünfköpfige Forschungsgruppe um Frau Professorin Dagmar Everding und ihre Kollegen Prof. Rainer Große und Dieter Genske von der Hochschule Nordhausen will in den nächsten 12 Monaten den Stand der Dinge in Sachen Energie im näheren Umland der Stadt ermitteln.
Man werde die "harten Fakten" herausarbeiten, sagte Frau Prof. Everding. Dazu gehört eine umfassende Analyse oder "Klimabilanz". Darin soll unter anderem geklärt werden wo und wie schon ökologisch Strom erzeugt wird, wie hoch die Nachfrage einzelner Bereiche ist, von der Bausubstanz über den Verkehr bis zur Industrie, wo noch Potentiale bestehen und auch wieviel CO2 die umgebende Natur in Form von Bäumen, Seen und Flüssen bindet.
Eine solche Datengrundlage käme dem Landratsamt eigentlich schon jetzt gelegen, man erhalte immer öfter spezifische Anfragen zur Klimaschutzthematik deren Beantwortung nicht nur aufwendig sondern im Moment auch im Haus noch nicht fachlich abzudecken sei, erklärte Landrat Jendricke. Deswegen habe man sich im Rahmen der nationalen Klimaschutzinitiative des Bundes um Fördermittel beworben. Insgesamt 43.000 Euro stehen nun für die Erhebung zur Verfügung, 12.000 Euro davon steuert der Kreis bei, der Rest wird vom Bund und der Internationalen Bauausstellung "IBA" bereit gestellt.
Aus den Bemühungen rund um die IBA ist das aktuelle Projekt auch hervorgegangen, schon 2014 hatte die Hochschule ein ähnliches Anliegen vorgestellt, das sich vor allem auf die Stadt Nordhausen, nicht aber auf das Umland konzentriert hatte.
Energiepfade im Landkreis - eine Forschungsgruppe um Frau Prof. Everding will die "harten Fakten" zur regenerativen Energie ausarbeiten (Foto: Angelo Glashagel)
Neben der Analyse werde man auch eine "aktivierende Befragung" verschiedener Akteure durchführen, erklärte Frau Prof. Everding. Dabei sollen nicht nur Gemeinden und Energiegenossenschaften und -versorger sondern auch die Agrarwirtschaft, Unternehmen und Industriebetriebe angesprochen werden. Im Dialog wolle man dazu anstoßen sich weiter im Ausbau der regenerativen Energie zu engagieren.
Am Ende will die Forschergruppe einen Maßnahmekatalog erstellen der neben konkreten Vorschlägen auch aufzeigt was wünschenswert wäre und inwiefern Fördermittel akquiriert werden können.
Angelo Glashagel


