Do, 19:19 Uhr
09.11.2017
Forum
Helmut Peter: Ein Kritiker und Bewunderer gratuliert
"Wer nicht täglich die nnz liest, dem entgeht so manches. So geschah es mir mit einem Beitrag vom 24.10. über den Geburtstag des wohl bekanntesten Nordhäuser Unternehmers Helmut Peter." Bodo Schwarzberg gratuliert ihm nachträglich...
Ich gratuliere ihm herzlich als ein Bewunderer seiner enormen Leistung als Manager, nimmermüder Pragmatiker, stets positiv Denkender und als Arbeitgeber für viele hundert Menschen, als einen effektiven Gewinner der Wendezeit. Er förderte den ersten Band meiner zunächst zweibändigen Menschenbilder-Reihe, obwohl schon bei unserem Interview Diskrepanzen zum Themenkomplex Wirtschaft und Umwelt offen zutage traten.
Vielleicht hatte Helmut Peter damals die Hoffnung, aus mir doch noch einen anständigen Menschen mit einem vernünftigen Blick auf diese Welt zu machen. Angesichts der vielen ökologischen Krisen, an denen die weltweite Automobilwirtschaft einen gehörigen Anteil hat, und den damit einhergehenden Umbrüchen in der Automobiltechnik und im Kundenverhalten, dürfte es künftig noch wichtiger sein, dass Vorreiter wie Helmut Peter bzw. dessen Schüler diesen Prozess im Sinne des Versuchs begleiten, die Ökonomie umweltökonomischer und damit effektiver, zukunftsfähiger werden zu lassen – sofern dies überhaupt im Sinne der Erhaltung des globalen gesellschaftlichen Friedens geht.
Schließlich sind es die Händler und die Kunden, die die kriminelle Energie der Konzernführungen ausbaden müssen, aber die Händler sind es auch, die nach oben nicht völlig zahnlos agieren sollten, die unmittelbar auf die Käuferbasis treffen und damit auch auf Einstellungen Einfluss nehmen können, so sie denn die Notwendigkeit dazu erkennen.
Dass diese längst vorhanden ist, dass die Warnzeichen immer akuter und immer lauter werden, sehen wir gerade wieder bei der Weltklimakonferenz in Bonn. Letztlich wird der Wirtschaft keine Wahl bleiben, sich grundlegend und zugleich schnell zu wandeln. Denn was nützen den Autokonzernen und ihren Händlern durch Umweltkatastrophen zunehmend anfälliger werdende gesellschaftliche Strukturen?
Da im Kapitalismus die Wirtschaft die Politik und teils sogar die Medien dominiert bzw. inhaltlich mitbestimmt, haben Personen wie Helmut Peter eine große Bedeutung für das so notwendige Umdenken und Umsteuern. Denn sie müssen einerseits ihre Unternehmen und die vielen Arbeitsplätze erhalten, und andererseits sollten sie rechtzeitig die richtigen Weichen für die Zukunft stellen.
Die Hand an den Weichen haben beide, Politiker und Unternehmer. Das wird an der hochkarätigen Gratulantenschar aus Erfurt mehr als deutlich; beim 60. Geburtstag eines kritischen Klimaforschers werden sich gewiss weniger Gratulanten aus politischen und wirtschaftlichen Chefetagen einfinden.
In Deutschland kommen mir angesichts des enormen Abhängigkeitsverhältnisses von Politik und Wirtschaft oft Zweifel, ob der geschehenden oder geplanten Weichenstellungen bezüglich des Automobils. Andere Länder, wie Großbritannien oder Schweden sind längst dabei, uns abzukoppeln. Dort hat die Politik weniger Angst vor der Wirtschaft bzw. die Unternehmer beweisen größeren Weitblick in Sachen alternative Antriebe und Kohleausstieg, aus rein ökonomischen Erwägungen heraus.
Helmut Peters 60-jähriges Leben zeigt exemplarisch, was ein Mensch pro Zeiteinheit in der Lage ist, zu leisten und aufzubauen. Als er mir damals von seinem Arbeitspensum und der enormen Verantwortung berichtete, war ich mir sicher, dass für alles Geld der Welt wohl kaum jemand mit ihm tauschen wollte.
Ich sagte ihm persönlich, dass ich vor dem von ihm als Unternehmer Erreichten den Hut ziehe. 2011 gehörten noch 23 Autohäuser zur Petergruppe, heute sind es schon wieder drei mehr. Mit den Worten, Ich entdeckte mein Interesse vor allem an filigranen, eine hohe Genauigkeit erfordernden Tätigkeiten und hatte irgendwann das Ziel, aus dem, was mich umgab, etwas Leistungsfähigeres, Besseres zu machen, skizzierte er eine seiner Energiequellen. Möge das für immer gelten.
Das Zitat könnte ich durchaus für einen meiner Bereiche, den aktiven Naturschutz und die Botanik, als ein Leitmotiv betrachten. Helmut Peter möge mir diesen Einfluss bitte verzeihen, aber ebenso meine ungebrochen wirtschaftskritische Haltung.
Ich wünsche ihm vor allem Gesundheit, viel privates Glück und Freude an einer florierenden Petergruppe, die auch weiterhin die Zeichen der Zeit im Sinne einer gesicherten Zukunft für uns alle rechtzeitig erkennt.
Bodo Schwarzberg
Kommentare bitte nur mit Klarnamen
Autor: redIch gratuliere ihm herzlich als ein Bewunderer seiner enormen Leistung als Manager, nimmermüder Pragmatiker, stets positiv Denkender und als Arbeitgeber für viele hundert Menschen, als einen effektiven Gewinner der Wendezeit. Er förderte den ersten Band meiner zunächst zweibändigen Menschenbilder-Reihe, obwohl schon bei unserem Interview Diskrepanzen zum Themenkomplex Wirtschaft und Umwelt offen zutage traten.
Vielleicht hatte Helmut Peter damals die Hoffnung, aus mir doch noch einen anständigen Menschen mit einem vernünftigen Blick auf diese Welt zu machen. Angesichts der vielen ökologischen Krisen, an denen die weltweite Automobilwirtschaft einen gehörigen Anteil hat, und den damit einhergehenden Umbrüchen in der Automobiltechnik und im Kundenverhalten, dürfte es künftig noch wichtiger sein, dass Vorreiter wie Helmut Peter bzw. dessen Schüler diesen Prozess im Sinne des Versuchs begleiten, die Ökonomie umweltökonomischer und damit effektiver, zukunftsfähiger werden zu lassen – sofern dies überhaupt im Sinne der Erhaltung des globalen gesellschaftlichen Friedens geht.
Schließlich sind es die Händler und die Kunden, die die kriminelle Energie der Konzernführungen ausbaden müssen, aber die Händler sind es auch, die nach oben nicht völlig zahnlos agieren sollten, die unmittelbar auf die Käuferbasis treffen und damit auch auf Einstellungen Einfluss nehmen können, so sie denn die Notwendigkeit dazu erkennen.
Dass diese längst vorhanden ist, dass die Warnzeichen immer akuter und immer lauter werden, sehen wir gerade wieder bei der Weltklimakonferenz in Bonn. Letztlich wird der Wirtschaft keine Wahl bleiben, sich grundlegend und zugleich schnell zu wandeln. Denn was nützen den Autokonzernen und ihren Händlern durch Umweltkatastrophen zunehmend anfälliger werdende gesellschaftliche Strukturen?
Da im Kapitalismus die Wirtschaft die Politik und teils sogar die Medien dominiert bzw. inhaltlich mitbestimmt, haben Personen wie Helmut Peter eine große Bedeutung für das so notwendige Umdenken und Umsteuern. Denn sie müssen einerseits ihre Unternehmen und die vielen Arbeitsplätze erhalten, und andererseits sollten sie rechtzeitig die richtigen Weichen für die Zukunft stellen.
Die Hand an den Weichen haben beide, Politiker und Unternehmer. Das wird an der hochkarätigen Gratulantenschar aus Erfurt mehr als deutlich; beim 60. Geburtstag eines kritischen Klimaforschers werden sich gewiss weniger Gratulanten aus politischen und wirtschaftlichen Chefetagen einfinden.
In Deutschland kommen mir angesichts des enormen Abhängigkeitsverhältnisses von Politik und Wirtschaft oft Zweifel, ob der geschehenden oder geplanten Weichenstellungen bezüglich des Automobils. Andere Länder, wie Großbritannien oder Schweden sind längst dabei, uns abzukoppeln. Dort hat die Politik weniger Angst vor der Wirtschaft bzw. die Unternehmer beweisen größeren Weitblick in Sachen alternative Antriebe und Kohleausstieg, aus rein ökonomischen Erwägungen heraus.
Helmut Peters 60-jähriges Leben zeigt exemplarisch, was ein Mensch pro Zeiteinheit in der Lage ist, zu leisten und aufzubauen. Als er mir damals von seinem Arbeitspensum und der enormen Verantwortung berichtete, war ich mir sicher, dass für alles Geld der Welt wohl kaum jemand mit ihm tauschen wollte.
Ich sagte ihm persönlich, dass ich vor dem von ihm als Unternehmer Erreichten den Hut ziehe. 2011 gehörten noch 23 Autohäuser zur Petergruppe, heute sind es schon wieder drei mehr. Mit den Worten, Ich entdeckte mein Interesse vor allem an filigranen, eine hohe Genauigkeit erfordernden Tätigkeiten und hatte irgendwann das Ziel, aus dem, was mich umgab, etwas Leistungsfähigeres, Besseres zu machen, skizzierte er eine seiner Energiequellen. Möge das für immer gelten.
Das Zitat könnte ich durchaus für einen meiner Bereiche, den aktiven Naturschutz und die Botanik, als ein Leitmotiv betrachten. Helmut Peter möge mir diesen Einfluss bitte verzeihen, aber ebenso meine ungebrochen wirtschaftskritische Haltung.
Ich wünsche ihm vor allem Gesundheit, viel privates Glück und Freude an einer florierenden Petergruppe, die auch weiterhin die Zeichen der Zeit im Sinne einer gesicherten Zukunft für uns alle rechtzeitig erkennt.
Bodo Schwarzberg
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Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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