Di, 06:40 Uhr
07.11.2017
Baustelle für den neuen Hochbehälter in Bleicherode:
Wasserverband lässt Baugrund untersuchen
Auf der Baustelle des Nordhäuser Wasserverbandes (WVN) für den neuen Hochbehälter in Bleicherode ruhen vorläufig die Arbeiten. Beim Abriss des alten Hochbehälters entdeckten die Arbeiter, dass die 46 Jahre alte Wasserkammer zum einen direkt auf Fels gegründet war und zum anderen es im Untergrund jede Menge Hohlräume gibt...
Rostek und Lis an der Baustelle in Bleicherode (Foto: WVN)
Bleicherodes Bürgermeister Frank Rostek und Wasserverbandsgeschäftsführerin Carmen Lis machten sich vor Ort ein Bild von den Hohlräumen im Untergrund. Im Hintergrund ist die Baugrube für den neuen Hochbehälter zu sehen. Ein Teil des alten Behälters bleibt stehen, der als Böschungssicherung für das Hanggelände dient.
Wir haben deshalb aus Sicherheitsgründen einen Baustopp erlassen, sagte Wasserverbandsgeschäftsführerin Carmen Lis bei einem Vor-Ort-Termin in der Burgstraße mit Bleicherodes Bürgermeister Frank Rostek. Rostek, der auch Verbandsvorsitzender des WVN ist, wollte sich ein Bild von der umfassenden Baumaßnahme in der Oberstadt machen. Wir wollen auf Nummer sicher gehen. Der neue Hochbehälter soll eine Lebensdauer von 80 bis 100 Jahren haben, sagte Rostek im Hinblick auf die entdeckten Hohlräume.
Woher die Hohlräume im Untergrund stammen und welches Ausmaß sie haben, soll nun eine Baugrunduntersuchung klären, die in den kommenden Tagen durchgeführt wird. Erst wenn klar sei, wie der Untergrund beschaffen ist, könne man entscheiden, wie die Gründungsarbeiten für den neuen Doppelkammer-Hochbehälter erfolgen werden. Sicher sei schon jetzt, so Carmen Lis, dass die Bauarbeiten sich insgesamt verzögern und teurer werden als die bisher veranschlagten 1,75 Millionen Euro.
Der Hochbehälter in der Burgstraße ist seit 1971 in Betrieb und versorgt die Bleicheröder Unterstadt, also gut zwei Drittel aller Einwohner der Kalistadt, sowie Lipprechterode mit Trinkwasser aus dem Wasserwerk Nordhausen und den Brunnen am Kohnstein. Aufgrund seines schlechten Zustandes und der veralteten Rohrtechnik wird der alte Hochbehälter durch eine neue 1500 Kubikmeter Wasser fassende Doppelkammer ersetzt. Die Wasserversorgung wird für die Bleicheröder während der Bauarbeiten über eine provisorische Niederdruckanlage und den zweiten Hochbehälter am Löwenkopf problemlos sichergestellt.
In den vergangenen Wochen erfolgte der Abbruch des alten Hochbehälters und der Bodenplatte. Gleichzeitig wurde das Gelände neu profiliert und die Baugrube hergestellt. Die Arbeiten sind sehr kompliziert, weil das Baufeld so beengt ist, erläuterte Carmen Lis. Rund 4800 Kubikmeter Erde wurden und werden auf der Baustelle bewegt: 2000 Kubikmeter Erde wurden auf dem Gelände zwischengelagert. Sie wird für die Wiederverfüllung des neuen Hochbehälters und der Schieberkammer verwendet. Noch einmal so viel Erde wurde entsorgt, weitere rund 800 Kubikmeter wurden aus Platzgründen auf ein Zwischenlager gefahren.
Damit das Areal um die Baustelleneinfahrt von den Lkw gut befahren werden kann, wurden Teile des Fußweges provisorisch asphaltiert. Nach Ende der Bauarbeiten wird der Gehweg in Pflasterbauweise wieder hergestellt. Lis und Rostek danken den Anwohnern für ihre Kooperation.
Insgesamt wird die Baumaßnahme bis voraussichtlich Spätsommer 2018 dauern. Die Firma Implenia Regiobau aus Erfurt führt die Arbeiten aus, das Architekten- und Ingenieurbüro Hoffmann, Seifert und Partner aus Suhl hat die komplexe Baumaßnahme geplant.
Autor: red
Rostek und Lis an der Baustelle in Bleicherode (Foto: WVN)
Bleicherodes Bürgermeister Frank Rostek und Wasserverbandsgeschäftsführerin Carmen Lis machten sich vor Ort ein Bild von den Hohlräumen im Untergrund. Im Hintergrund ist die Baugrube für den neuen Hochbehälter zu sehen. Ein Teil des alten Behälters bleibt stehen, der als Böschungssicherung für das Hanggelände dient. Wir haben deshalb aus Sicherheitsgründen einen Baustopp erlassen, sagte Wasserverbandsgeschäftsführerin Carmen Lis bei einem Vor-Ort-Termin in der Burgstraße mit Bleicherodes Bürgermeister Frank Rostek. Rostek, der auch Verbandsvorsitzender des WVN ist, wollte sich ein Bild von der umfassenden Baumaßnahme in der Oberstadt machen. Wir wollen auf Nummer sicher gehen. Der neue Hochbehälter soll eine Lebensdauer von 80 bis 100 Jahren haben, sagte Rostek im Hinblick auf die entdeckten Hohlräume.
Woher die Hohlräume im Untergrund stammen und welches Ausmaß sie haben, soll nun eine Baugrunduntersuchung klären, die in den kommenden Tagen durchgeführt wird. Erst wenn klar sei, wie der Untergrund beschaffen ist, könne man entscheiden, wie die Gründungsarbeiten für den neuen Doppelkammer-Hochbehälter erfolgen werden. Sicher sei schon jetzt, so Carmen Lis, dass die Bauarbeiten sich insgesamt verzögern und teurer werden als die bisher veranschlagten 1,75 Millionen Euro.
Der Hochbehälter in der Burgstraße ist seit 1971 in Betrieb und versorgt die Bleicheröder Unterstadt, also gut zwei Drittel aller Einwohner der Kalistadt, sowie Lipprechterode mit Trinkwasser aus dem Wasserwerk Nordhausen und den Brunnen am Kohnstein. Aufgrund seines schlechten Zustandes und der veralteten Rohrtechnik wird der alte Hochbehälter durch eine neue 1500 Kubikmeter Wasser fassende Doppelkammer ersetzt. Die Wasserversorgung wird für die Bleicheröder während der Bauarbeiten über eine provisorische Niederdruckanlage und den zweiten Hochbehälter am Löwenkopf problemlos sichergestellt.
In den vergangenen Wochen erfolgte der Abbruch des alten Hochbehälters und der Bodenplatte. Gleichzeitig wurde das Gelände neu profiliert und die Baugrube hergestellt. Die Arbeiten sind sehr kompliziert, weil das Baufeld so beengt ist, erläuterte Carmen Lis. Rund 4800 Kubikmeter Erde wurden und werden auf der Baustelle bewegt: 2000 Kubikmeter Erde wurden auf dem Gelände zwischengelagert. Sie wird für die Wiederverfüllung des neuen Hochbehälters und der Schieberkammer verwendet. Noch einmal so viel Erde wurde entsorgt, weitere rund 800 Kubikmeter wurden aus Platzgründen auf ein Zwischenlager gefahren.
Damit das Areal um die Baustelleneinfahrt von den Lkw gut befahren werden kann, wurden Teile des Fußweges provisorisch asphaltiert. Nach Ende der Bauarbeiten wird der Gehweg in Pflasterbauweise wieder hergestellt. Lis und Rostek danken den Anwohnern für ihre Kooperation.
Insgesamt wird die Baumaßnahme bis voraussichtlich Spätsommer 2018 dauern. Die Firma Implenia Regiobau aus Erfurt führt die Arbeiten aus, das Architekten- und Ingenieurbüro Hoffmann, Seifert und Partner aus Suhl hat die komplexe Baumaßnahme geplant.


