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Fr, 10:48 Uhr
08.09.2017
Was tun im Ernstfall?

Prüfen - Rufen - Drücken

„Was tun, WENN?" - wie man sich bei Notfällen im Alltag am besten verhält, darüber informierte jüngst Dr. med. Gregor Stolz, Chefarzt der Zentralen Notaufnahme im Südharz Klinikum. Über 100 Interessierte waren gekommen…

Dr. med. Gregor Stolz, Chefarzt der Zentralen Notaufnahme, führte das bunt gemischte Publikum durch eine Reihe der häufigsten Notfallsituationen – angefangen mit dem Verhalten bei Stromunfällen, über das Erkennen von ernst zu nehmenden Brustschmerzen bis hin zu Erste-Hilfe-Maßnahmen bei Verbrennungen und der Vorgehensweise nach einem Zeckenstich.

Darüber hinaus wurde anschaulich gemacht wie wichtig aber auch einfach es ist, im Notfall zu helfen und welche Möglichkeiten wir ohne einen Arzt oder eine Krankenschwester haben, die schlimme Situation zunächst etwas zu verbessern und für den Betroffenen erträglicher zu gestalten. Die goldene Regel „Prüfen – Rufen – Drücken“ wird wohl allen Teilnehmern ebenso im Gedächtnis bleiben wie die Telefonnummer 112 für den akuten Notfall.

Denn - es gibt sie immer wieder - die Notfälle des Alltags. Kleinere und größere Unfälle zu Hause, oder auf der Straße sowie akute Erkrankungen. Wir erleben sie selbst oder sehen sie bei Anderen.

„Täglich kommen viele Menschen in die Notaufnahme des Südharz Klinikums, mit dem Rettungsdienst oder auch selbstständig - im Jahr sind es mehr als 30.000. Sehr oft sehen wir, wie die Dinge schon Zuhause auf einen guten Weg gebracht werden konnten, mit ganz einfachen Mitteln und wenn es nur die richtige Telefonnummer war, die man angerufen hat.

Dr. med. Gregor Stolz | Chefarzt der Zentralen Notaufnahme Südharz Klinikum Nordhausen gGmbH (Foto: Südharz Klinikum Nordhausen gGmbH) Dr. med. Gregor Stolz | Chefarzt der Zentralen Notaufnahme Südharz Klinikum Nordhausen gGmbH (Foto: Südharz Klinikum Nordhausen gGmbH)

Dr. med. Gregor Stolz | Chefarzt der Zentralen Notaufnahme Südharz Klinikum Nordhausen

Viele Betroffene überleben sogar nur dadurch, dass ein Mensch einfach wachsam war. Manche Notfälle sind jedoch nicht so offensichtlich wie eine blutende Verletzung, eine Lähmung oder ein am Boden liegender bewusstloser Mensch. Dann ist es vielleicht nur eine kleine Veränderung des Wesens, eine nur gering veränderte Sprache, die Ihnen auffällt. Das können Sie als nahestehender Mensch oftmals viel besser erkennen und beschreiben als ein Fachmann“, betonte Dr. Stolz und machte den aufmerksamen Zuhörern klar, dass sie keine Angst zu haben brauchen, im Ernstfall zu helfen.

Nach dem erfolgreichen ersten Teil wird es am 06. Juli 2018 um 17.00 Uhr in die Kantine des Südharz Klinikums eine Fortsetzung geben! Freuen Sie sich schon jetzt auf einen leicht verständlichen und spannenden 2. Vortrag aus der Welt der Notfallmedizin.
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