eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige symplr (4)
Fr, 14:06 Uhr
01.09.2017
nnz-Dokumentation

Ein Tag der Mahnung, ein Tag der Dankbarkeit

Zum heutigen Weltfriedenstag waren es vor allem Schülerinnen und Schüler der Lessing-Schule, die das Gedenken gestalteten. Aber auch Bürgermeisterin Jutta Krauth fand Worte der Erinnerung. Die nnz veröffentlicht die Rede Krauth's in ihrer Dokumentationsreihe...

„Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Nordhäuserinnen und Nordhäuser, sehr geehrter Herr Maibohm - vor allem aber- liebe Schülerinnen und Schüler der Lessing Schule, habt vielen Dank für die Gestaltung dieses wichtigen Gedenktages.

Es war sehr angenehm, berührend und ein deutliches Zeichen, bei Ihnen, den Schülerinnen und Schülern, zu spüren dass es aus einem tiefen inneren Bedürfnis heraus geschah, dass Sie sich intensiv mit diesem Tag, mit Krieg und Verfolgung und der Geschichte unserer Stadt kreativ und tiefgründig auseinandergesetzt haben.

Wir gedenken heute der Opfer des 2. Weltkriegs. Begonnen hatte alles – wie so oft im Krieg - am 1. September 1939 mit einer großen Lüge, an deren Ende der Tod von 50 Millionen Menschen stand. „Polen will den Krieg. Insurgentenüberfall auf den Sender Gleiwitz. Der deutsche Gegenschlag.“, so titelt die Nordhäuser Ausgabe der Thüringer Gauzeitung an diesem Freitag, dem 1. September 1939. Deutschland hatte mit einem feigen Überfall auf Polen einen der schlimmsten Kriege der Menschheitsgeschichte vom Zaun gebrochen. Der Krieg kehrte in den Apriltagen des Jahres 1945 nach Nordhausen zurück. In aller Härte. In aller Unerbittlichkeit.

Doch lassen Sie uns den 1. September neben dem Tag der Mahnung auch als Tag der Dankbarkeit empfinden. Dankbarkeit dafür, dass wir seit Jahrzehnten in Frieden leben können, in gewissem Wohlstand, in Freiheit. Wir sollten umso mehr dankbar dafür sein, als nach wie vor die Last des Krieges ganze Regionen und Menschen unter sich begräbt, auch und besonders bei den furchtbarsten aller Kriegen: den Bürgerkriegen - unter anderem in Syrien und in Afrika.

Bürgermeisterin Jutta Krauth zum Weltfriedenstag in Nordhausen (Foto: Pressestelle Stadt Nordhausen) Bürgermeisterin Jutta Krauth zum Weltfriedenstag in Nordhausen (Foto: Pressestelle Stadt Nordhausen)


Hunderttausende von Menschen sind in diesen Tagen immer noch auf der Flucht, müssen Todesangst erleiden, haben Familienmitglieder verloren. Lassen Sie uns in dieser Stunde auch an sie denken –und lassen Sie uns für die Unschuldigen dieser Kriege die nötige Solidarität walten. Die Welt scheint in diesen Tagen in Unordnung. Man hat das ungute Gefühl, diesem ohnmächtig gegenüber zu stehen. Umso wichtiger ist es deshalb, dass wir in unserer Stadt, im täglichen Miteinander, das friedvolle und respektvolle Miteinander pflegen, in der Familie, unter den Kollegen, im Stadtviertel, in der Schule. Hier beginnt der so wichtige kleine Friede, den wir jeden Tag, an jedem Ort pflegen und hüten sollten. Nur aus ihm kann der große Friede erwachsen.

Lassen Sie uns mit einer Schweigeminute aller Opfer des 2. Weltkriegs und aller Kriege gedenken. Vielen Dank.“
Autor: red

Anzeige symplr (6)
Kommentare
henry12
01.09.2017, 21:13 Uhr
Tag der Mahnung, Tauben für den Frieden ?
Oder haben wir einen tauben Frieden ? Deutsche Panzer mit dem gleichen Kreutz als Hoheitszeichen wie bei der
deutschen Wehrmacht stehen an der russischen Grenze. Deutsche Gutmenschenpolitiker schütteln ukrainischen Faschisten die Hände. Aber Kinder in Nordhausen werden genötigt, Schuld- und Betroffenheitskult zu zelebrieren.
Andreas Dittmar
02.09.2017, 02:22 Uhr
Falsche Signale
@henry12 da bin ich genau ihrer Meinung, vielleicht sollte man es nur konkretisieren...
„Slawa Ukraini !“ schrieb Außenminister Sigmar Gabriel als Gruß unter eine Twitterbotschaft zum 26. Jahrestag der Unabhängikeit der Ukraine. Ob er nun in der Geschichte oder der Sprache nicht so firm ist muß er mit sich selbst ausmachen. Den selben Ausruf nutzte die Organisation Ukrainischer Nationalisten unter Stepan Bandera während des Zweiten Weltkriegs.
I.H.
02.09.2017, 13:58 Uhr
Die Schüler
begehen freiwillig den Weltfriedenstag. Eure Russen-Propaganda ist hier völlig fehl am Platz. Außerdem ist an deutschen Panzern seit 1901 kein "Kreutz" mehr. Aber vermutlich lebt ihr noch im 18. Jahrhundert.
henry12
02.09.2017, 19:26 Uhr
@Immanuel Ludwig
Deutsche Panzer haben seit 1901 kein Kreutz mehr ?
Wow, und was ist dann in der Zeit von 1817 - 1901 ? ?????
Mal abgesehen von dieser Peinlichkeit, das Aufmarschgebiet und nächste Angriffsziel der Terrorgruppe Namens NATO hatte im 2. WK 30 Mio Menschenleben zu beklagen.
Andreas Dittmar
02.09.2017, 23:01 Uhr
Aus der Geschichte lernen
Man sollte diesen Tag schon nutzen, um den Menschen vor Augen zu führen, wie schnell es vorbei sein kann mit dem Frieden in Europa. Auch der kalte Krieg, der immer eine Balanche, bestehend auf dem Gleichgewicht des Schreckens zwischen den damaligen Supermächten war, wo jeder nach und nach mehr auf die Waage legte ist gewiss kein Garant für einen dauerhaften Frieden gewesen. Wie oft und wie nah wir am Abgrund standen werden nur wenige wissen. Die Kubakrise, aber auch technische Macken der eingesetzten Waffensysteme kommen nur spärlich ans Tageslicht oder werden nie publik gemacht. Stellvertreterkriege in Korea, Vietnam, im nahen Osten, Guerrillakriege in Afrika und in Mittelamarika gab es zur Genüge. Reagan und Gorbatschow haben durch ihre Politik die Welt in eine kurze Phase der Entspannung geführt, welche aber nun wieder Stück für Stück durch Verschiebung der Kräfteverhältnisse demontiert wird. Wenn Nato- und US-Truppen in Polen und anderen Ländern Osteuropas Militärmanöver abhalten, ja sogar Panzer offen mit der Bahn durch neutrale Österreich Richtung Osten transportiert werden, sollte man schon seine Bedenken äußern. Das hat mit Russenpropaganda nichts zu tun. Auch das liebäugeln mit Kräften in der Ukraine, könnte zum Ziel haben, einen Zugriff von NATO und USA auf die Schwarzmeerflotte in Sewastopol zu erlangen. Weiter südlich am Bosporus macht ein anderer Diktator ordentlich Stress. Man lässt ihn gewähren. Er kann einen menschenverachtenden Fakeputsch abhalten, uns Nazis nennen, hier Wahlkampf machen, Journalisten wegsperren, ja sogar darüber bestimmen, wer unsere Soldaten besuchen darf und wer nicht. Er hat eine geographische Trumpfkarte in der Hand, mit der er die ganze EU, einem kleinen Hund gleich, übers Stöckchen springen lässt. Während man noch mit sich selbst beschäftigt ist schießt ein weiterer Diktator ungeniert seine Trägerraketen durch die Welt und gefährdet den Frieden. Bodo Schwarzberg hat hier schon einen guten Artikel geschrieben wo schon alles gesagt wurde. Auch ich erwarte von Lokalpolitikern bei Statements zum Weltfriedenstag gerade vor der jungen Generation auf aktuelle Gefahren hinzuweisen. Allerdings eine Aussage hat Frau Krauth durch ihre Verbindung vom Angriff auf den Sender Gleiwitz im September 39 zur Zerstörung Nordhausens im April 45 sehr gut rübergebracht. Jeder Krieg kehrt immer dorthin zurück wo er angefangen hat. Nach dem hoffentlich niemals stattfindenden 3. Weltkrieg wird niemand mehr an die Toten errinnern und die Lebenden zur Vernunft ermahnen, weil dann nämlich keiner mehr da ist.
Mueller13
03.09.2017, 22:55 Uhr
@ Immanuel Ludwig - Kreide holen im Geschichtsuntericht
Seit 1901 tragen deutsche Panzer also kein Kreuz mehr!?
Da haben Sie recht... zumindest für die ersten Jahre. Da gab es nämlich noch gar keine Panzer. Die ersten panzerähnlichen Fahrzeuge wurden 1906 entwickelt.
Die ersten wirklichen Panzer tauchten im ersten Weltkrieg auf.

Und na klar tragen deutsche Panzer das Balkenkreuz, seit 1916 bis heute.

PS1: Das Ding heißt im übrigen Kreuz

PS2: Die Deutschen und die Russen haben den höchsten Blutzoll gezahlt, in dessen Folge wir jetzt über 70 Jahre Frieden hatten. Die "Russenpropaganda" ist deshalb gerechtfertigt. 20Mio tote Russen und 10Mio tote Deutsche sollten auch Ihnen den nötigen Respekt abverlangen. Es kann diesbezüglich keine zweite Meinung geben und jegliches Herumstolzieren vor der russischen Grenze sollte deshalb aus deutscher Sicht tunlichst unterbleiben. Die Russen haben sich nach dem Sieg wie Sieger verhalten, mit allen, teilweise abartigen, Begleiterscheinungen. ABER und das solten gerade wir Mitteldeutschen erkennen, sie haben uns nicht die Seele genommen, was ich bei unseren westdeutschen Landsleuten und deren Besatzern langsam bezweifle. Dafür bin ich den Russen heute dankbar.
Wenn mich jemand fragen würde, ob ich vermutlich eher einen Freund unter Russen oder unter Amis finden würde, wäre mein Tipp eindeutig der unter den Russen.
free Gigi
04.09.2017, 06:00 Uhr
Technikexperte Ludwig
" Außerdem ist an deutschen Panzern seit 1901..."
Ich weiß ja nicht wie Sie Panzer definieren, aber die ersten echten Panzer gab es ab 1916!
Peppone
04.09.2017, 07:48 Uhr
Ludwig hat aber recht,
heutige deutsche Panzer ziert kein Kreutz, sondern ein sogenanntes Tatzenkreuz. Das ist preussischen Ursprungs und ist kein Balkenkreuz, auch wenn das Stechschrittliebhaber mit Orthographieproblemen gern hätten.

Ansonsten sollte jeder den Weltfriedenstag so begehen dürfen, wie er es möchte. Ich glaube nicht, dass die Schüler, die Republik Österreich oder Polen Nachhilfe von Russophilen, AfDlingen oder Romanschriftstellern brauchen, die ihnen erzählen, wie Sie zelebrieren sollen und welche Panzer durch das Land fahren dürfen.

M. Hänel
Pe_rle
04.09.2017, 08:36 Uhr
M.Hänel
wenn Sie hier schon den Zeigefinger der Mahnung zelebrieren,sollten sie aber auch wissen,das in der heutigen Zeit weder durch Deutschland oder irgend ein anderes Land ein Panzer ,egal mit welchem Kreuz fahren sollte.
Wenn Sie so schlau sind , dann gehen Sie zur Kanzlerin ,und teilen Ihr mit das sie Ihre Rüstungsausgaben auf Null zu fahren hat.
Und dann kann man auch Mahnen und von Weltfrieden reden
Wolfi65
04.09.2017, 10:26 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Verstoß gegen AGB
Mueller13
04.09.2017, 11:35 Uhr
Der Beitrag wurde gespeichert und die Freigabe beantragt.
Kommentare sind zu diesem Artikel nicht mehr möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (9)
Anzeige symplr (8)