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Di, 12:30 Uhr
13.06.2017
Aktionsbündnis ruft zu Demonstration auf

Die Gefahr ist nicht gebannt

Die Gebietsreform ist noch nicht vom Tisch, auch wenn das dazugehörige Vorschaltgesetz jüngst vor dem Thüringer Verfassunsgericht gescheitert ist, da ist sich beim Aktionsbündnis "Nordhausen bleibt Kreisstadt" sicher. Vor dem morgigen Stadtrat hofft man auf die Unterstützung der Bevölkerung...

Nordhausen bleibt Kreisstadt (Foto: Angelo Glashagel) Nordhausen bleibt Kreisstadt (Foto: Angelo Glashagel)

Das Nordhausen als größte und wirtschaftlich stärkste Stadt Nordthüringens einmal nicht mehr Kreisstadt sein könnte, dass kann sich Carola Böck kaum vorstellen. Das kulturelle und politische Zentrum des Thüringer Nordens konzentriere sich hier, gewachsen über Jahrhunderte. "Im weiteren Umland gibt es keine vergleichbares Zentrum", sagte Böck im Gespräch mit der nnz. Mit ihrer Ansicht ist die Nordhäuserin nicht allein. Im Aktionsbündnis "Nordhausen bleibt Kreisstadt" vertritt die Direktorin der Ellricher Regelschule die CDU.

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Der Aufschrei kommt dieses mal aber nicht nur aus der Opposition im Landtag. Am metaphorischen Tisch des Nordhäuser Aktionsbündnisses sitzen mit Sozialdemokraten, Grünen und Linken auch die eigentlichen Regierungsparteien. "Die Gebietsreform als solches sollte man neu denken, mit Bedacht und nicht vom Schreibtisch aus sondern unter Einbeziehung der Städte und ihrer Stärken", sagte Böck, als rein politische Aktion will man die Kritik am Erfurter Vorschlag aber nicht verstanden wissen.

Bei dem Bündnis handele es sich zu allererst um engagierte Bürger der Stadt, erklärte Böck, "wir sind letztlich alle einfache Bürger, ob wir uns nun politisch engagieren oder nicht. Unsere Stadt ist stark und verdient einen Status, der ihrer Bedeutung gerecht wird".

In ihrem Umfeld gebe es viele Menschen die glaubten die Gebietsreform werde nicht mehr realisiert werden und der Verlust des Kreissitzes würde ohnehin abgewendet, erzählte die Rektorin, das sei ein Trugschluss, die Gefahr bestehe weiterhin. In Erfurt werde man deswegen sehr genau registrieren was sich am Mittwoch auf dem Nordhäuser Rathausplatz tut und seine Schlüsse daraus ziehen, je nachdem ob die geplante Demonstration nun breite Unterstützung findet oder nicht.

"Deswegen lädt das Aktionsbündnis alle Nordhäuserinnen und Nordhäuser dazu ein sich am morgigen Mittwoch auf dem Rathausplatz einzufinden und sich für den Erhalt unserer Stadt als Zentrum Nordthüringens stark zu machen", sagte Böck.

Einladungen zu Kundgebung und anschließendem Stadtrat gingen auch nach Erfurt, offen ist, offen bleibt ob das eine oder andere Regierungsmitglied der Einladung auch folgt. Die Demonstration beginnt um 16 Uhr, der Nordhäuser Stadtrat tag im Anschluss ab 17 Uhr.
Angelo Glashagel
Autor: red

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Kommentare
Realist 1.0
13.06.2017, 13:09 Uhr
Frau Böck, sie haben volkommen Recht
aber, leider gibt es zu viele gleichgültige Kleingeister in Nordhausen die meinen das sie denen da Obenen eins auswischen und deswegen nicht für den Kreistadt erhalt unterschrieben haben. Die 10.000 Unterschriften sind ein echtes Armutszeugnis für eine Stadt wie Nordhausen. In hatte letzte Woche ein schönes Zitat von Einstein in ein Kommentar geschrieben was ich nur wiederhollen kann, "das Universum und die menschliche Dummheit sind unendlich, bei dem Ersten bin ich mir da nicht ganz so sicher".
Thüringen-Mann
13.06.2017, 13:53 Uhr
"Nordhausen bleibt Kreisstadt"
Nordhausen kommt mit der Kreisstadt nicht klar.
Sollen andere machen,nix dagegen. Sondershausen ist gut.
Was sollst :-)
Mueller13
13.06.2017, 17:47 Uhr
@ Realist 1.0
Der Kleingeist hockt 2 Kommentare über dem meinigen...

Niemand will "den da Oben" einen auswischen. Eine Fusion macht mittelfristig einfach Sinn und ja, eine Stadt wird danach nicht mehr Kreisstadt sein. Wirtschaftlich wird NDH das besser wegstecken. Und ehrlich: NDH hat sich in den letzten Jahren nicht wirklich als Politikstandort empfohlen. Schauen Sie nur auf das Theater um den OB und das Verhalten von MJ. Sorry, davor sollte man einen Großkreis schützen.

PS.: Die Sinnhaftigkeit der Gebietsreform verschwindet auch nicht, wenn Sie die Befürworter erneut und wiederholt als "dumm" deklarieren.
Realist 1.0
13.06.2017, 21:52 Uhr
Müller13 sie reden hier von Sinnhaltigkeit ?
Das ich nicht lache. Schauen sie mal in unser Nachbarland Sachsen Anhalt oder nach Mecklenburg Vorpommern oder Brandenburg, da werden sie sehen das diese Gebietsreformen meist keine Einsparungen gebracht haben und es einschnitte für die Bevölkerung gebracht hat, also könnte man sagen das der Schuss nach hinten losgegangen ist. Sie glauben noch nicht allen ernstes das es ausgerechnet in Thüringen klapp.
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