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Do, 09:56 Uhr
09.03.2017
Mitgliederversammlung des Unternehmerverbandes

NUV informierte zu Cyber-Sicherheit

Der aktuelle Mitgliedertreff des Nordthüringer Unternehmerverbandes stand am Montag dieser Woche ganz im Zeichen der Sicherheit. Die Unternehmer wollten wissen, wie man sich gegen zunehmende Gefahren aus dem Cyberspace schützen kann...

NUV-Vorstandsvorsitzender Niels Neu freute sich über die Resonanz der Mitglieder und dankte Lars Gottert für die Möglichkeit, die Veranstaltung in den Räumen der Küche Gottert an der Halleschen Straße durchzuführen.

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Nach der Vorstellung neuer Mitglieder wie der Bäckerei Helbing, Frau Klepzig und Dr. Hesse lenkte Neu die Aufmerksamkeit des Auditoriums auf das eigentliche Thema – die zunehmende Cyberkriminalität sowie Möglichkeiten, wie sich Unternehmen gegen diese Gefahr aus dem Netz wappnen können.

Zunächst sprach Mario Laufer, einer der beiden Geschäftsführer der Energieversorgung Nordhausen (EVN) zum Betrug, mit dem die Firma um fast eine Million betrogen werden sollte. Laufer dankte all jenen, die das Unternehmen bei der Sicherstellung des Geldes in Polen unterstützt haben. Aktuelle Ereignisse aus Ostthüringen und anderen Bundesländern hätten gezeigt, dass diese CEO-Betrugsmasche – trotz aller Prävention – immer noch funktioniert.

Danach referierte Kriminaldirektor Andreas Schneider, Leiter des Dezernats Wirtschaftskriminalität vom Thüringer Landeskriminalamt, über unterschiedliche Formen der Cyber-Kriminalität. Schneider rekapitulierte die Vorgehensweise beim CEO-Fraud, dessen Kern die Täuschung von verfügungsberechtigten Mitarbeitern ist:

Nordthüringer Unternehmer informierten sich zu Cyber-Sicherheit (Foto: NUV) Nordthüringer Unternehmer informierten sich zu Cyber-Sicherheit (Foto: NUV)

Es beginnt mit einer gefakten Mail von einem Geschäftsführer an diese Person. Was folgt, ist die genaue Beschreibung einer möglichen Übernahme und die Aufforderung zur weiteren vertraulichen Kommunikation, an deren Ende die Aufforderung zur Überweisung eine Summe auf ein vorgegebenes Konto zu finden ist. Kriminaldirektor Schneider verwies immer wieder darauf, dass die Betrüger betrügen wollen. Deren Ziel sei der Betrug und das mache sie so gefährlich.

Für die Unternehmen bedeute dies, dass IT-Sicherheit immer zur Chefsache gemacht werden muss. Das betreffe die technische Seite, wie auch die organisatorische und beide Facetten müssen ständig aktualisiert werden. Gestaltungsspielraum gibt es zudem beim Betriebsklima oder bei der Mitarbeiterschulung.

Nach dem Vortrag des Kriminaldirektors nutzten die anwesenden Unternehmer die Möglichkeit für Fragen und Anregungen. Auch Kriminaloberrat Detlef Grabs, Leiter der Kriminalpolizeiinspektion Nordhausen, stand im Anschluss für Gespräche mit den Unternehmern zur Verfügung.
Nordthüringer Unternehmer informierten sich zu Cyber-Sicherheit (Foto: NUV)
Nordthüringer Unternehmer informierten sich zu Cyber-Sicherheit (Foto: NUV)
Nordthüringer Unternehmer informierten sich zu Cyber-Sicherheit (Foto: NUV)
Nordthüringer Unternehmer informierten sich zu Cyber-Sicherheit (Foto: NUV)
Autor: red

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Kommentare
Kritiker2010
09.03.2017, 12:42 Uhr
IT-Sicherheit zur Chef-Sache! Ha ha ha.
Der Vorsatz ist gut, doch versteht der Chef in der Regel nur Bahnhof, was die leeren Blicke auf den Fotos ebenso gut belegen, wie die CEO-Fraud-Masche. Wie konnte man nur so blöd sein, dieser infantilen Nummer, auch noch in dieser Größenordnung, auf den Leim zu gehen? War es das fehlende IT-Wissen oder doch nur die Gier? Sicher eine ungesunde Mischung aus beidem.

Aber mal ernsthaft: Wenn ich viele Leute (jung wie alt) so beim Umgang mit dem Internet beobachte, schwillt mir der Kamm. Sobald ein buntes Bildchen auf dem Smart-Phone blinkt oder eine Mail mit groß formatiertem Link eingeht, wird los getippt und geklickt.
Frage 1: Was hast Du da jetzt gemacht? Weiß ich nicht.
Frage 2: Weißt Du welche Konsequenzen das hat? Ach, lass mich doch in Ruhe.

Die offensichtlichen digitalen Gefahren werden auf ganzer Breite unterschätzt und ignoriert:
Ungehemmte Nutzung des Internet; Download und Nutzung beliebiger Programme und Apps; offene Netzwerke, Schnittstellen und Berechtigungen; Kommunikation über Skype und WhatsApp, Social-Media, Cloud-Dienste - Futter für Big-Data, fehlende Mail-Verschlüsselung und Krypto-Trojaner.

Dazu bahnt die ungebremste Vernetzung jeder Abzweigdose den direkten Weg zum IoT (Internet der Dinge) … und dann sind wir nur noch Zuschauer.
Die Leute können sich eben immer noch nicht vorstellen, was man mit Ihnen durch das Internet alles anstellen kann oder bereits anstellt.

Mein Eindruck ist leider, dass die Menschen im Alltag gar nicht wissen wollen, welchen Gefahren sie da naiv Tür und Tor öffnen.

Willkommen im Jahr 2017! Mein Sicherheits-Tipp: Entnetzt Euch mal ein wenig.
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