Mi, 11:45 Uhr
08.03.2017
Viel geschafft, viel zu tun
Alles Gute zum internationalen Frauentag
Im Mehrgenerationenhaus wurde heute der internationale Frauentag mit einem interkulturellen und die Generationen übergreifendem Frühstück gefeiert. Am Abend soll es im Tabakspeicher und der Bibliothek weitergehen. Dabei geht es aber nicht nur ums feiern...
Eine ganze Tafel voller Frauen, die einzigen Herren am Tisch dürften dem Kindergartenalter gerade erst entwachsen sein. Ansonsten ist man unter sich, schwatzt, genießt Gebäck á la Afghanistan, Kaiserschmarn und Rührei. Organisiert wurde das interkulturelle Frühstück von Nordhäuser Frauennetzwerk und dem Team des Mehrgenerationenhauses, sowie zwei Studenten der Hochschule.
"Die Männer sind heute mal komplett raus", sagt Stephanie Schüler vom Lift-Verein, am Tisch gehe es um alltägliches aber auch um die Rolle der Frau. Die Geflüchteten Damen würden sich für Offenheit und Toleranz interessieren, sagt Schüler, bereits im Vorfeld hatte man sich über Frauenrechte und den Frauentag unterhalten.
Anno 1911 wurde der zum ersten mal gefeiert, in Deutschland, Dänemark, Österreich und der Schweiz. Der Weg zur Gleichberechtigung von Mann und Frau war von da aus aber noch ein weiter. In Deutschland erhielten die Frauen 1919 das Wahlrecht, 1949 wird die Gleichberechtigung im Grundgesetz niedergeschrieben. Im selben Jahr wird auch in Syrien das Frauenwahlrecht eingeführt, die Schweiz wartet damit bis 1990.
Über das Zustandekommen des gemeinsamen Frühstücks freute sich auch Stefanie Müller, Leiterin des Frauennetzwerkes und Gleichstellungsbeauftragte der Stadt. Es wäre schlimm, wenn man den Tag nicht nutzen würde, sagte Müller, es gehe nicht nur darum gemeinsam zu feiern. Der historische Hintergrund sei auch heute noch von Bedeutung. Über Entlohnungsungleichheit müsse man sprechen, über Frauen in Führungspositionen oder auch über das Thema Gewalt an Frauen. "Wir haben viel geschafft aber es gibt noch einiges zu tun.", so Müller.
"Es bleibt noch einiges zu tun" - Stefanie Müller (rechts) zum internationalen Frauentag (Foto: Angelo Glashagel)
Die weiteren Feierlichkeiten des Tages werden erst nach Feierabend stattfinden. Ab 18 Uhr will man sich im Museum Tabakspeicher treffen, das Programm soll eine Überraschung sein, in jedem Fall sollen die Damen unterhalten werden, erklärte Stefanie Müller, man dürfe gespannt sein. Bunt soll es werden, und Sekt zum Empfang geben, soviel ist sicher. Im Anschluss lädt Hildegard Seidel zum gemeinsamen Singen in die Bibliothek.
Angelo Glashagel
Autor: redEine ganze Tafel voller Frauen, die einzigen Herren am Tisch dürften dem Kindergartenalter gerade erst entwachsen sein. Ansonsten ist man unter sich, schwatzt, genießt Gebäck á la Afghanistan, Kaiserschmarn und Rührei. Organisiert wurde das interkulturelle Frühstück von Nordhäuser Frauennetzwerk und dem Team des Mehrgenerationenhauses, sowie zwei Studenten der Hochschule.
"Die Männer sind heute mal komplett raus", sagt Stephanie Schüler vom Lift-Verein, am Tisch gehe es um alltägliches aber auch um die Rolle der Frau. Die Geflüchteten Damen würden sich für Offenheit und Toleranz interessieren, sagt Schüler, bereits im Vorfeld hatte man sich über Frauenrechte und den Frauentag unterhalten.
Anno 1911 wurde der zum ersten mal gefeiert, in Deutschland, Dänemark, Österreich und der Schweiz. Der Weg zur Gleichberechtigung von Mann und Frau war von da aus aber noch ein weiter. In Deutschland erhielten die Frauen 1919 das Wahlrecht, 1949 wird die Gleichberechtigung im Grundgesetz niedergeschrieben. Im selben Jahr wird auch in Syrien das Frauenwahlrecht eingeführt, die Schweiz wartet damit bis 1990.
Über das Zustandekommen des gemeinsamen Frühstücks freute sich auch Stefanie Müller, Leiterin des Frauennetzwerkes und Gleichstellungsbeauftragte der Stadt. Es wäre schlimm, wenn man den Tag nicht nutzen würde, sagte Müller, es gehe nicht nur darum gemeinsam zu feiern. Der historische Hintergrund sei auch heute noch von Bedeutung. Über Entlohnungsungleichheit müsse man sprechen, über Frauen in Führungspositionen oder auch über das Thema Gewalt an Frauen. "Wir haben viel geschafft aber es gibt noch einiges zu tun.", so Müller.
"Es bleibt noch einiges zu tun" - Stefanie Müller (rechts) zum internationalen Frauentag (Foto: Angelo Glashagel)
Die weiteren Feierlichkeiten des Tages werden erst nach Feierabend stattfinden. Ab 18 Uhr will man sich im Museum Tabakspeicher treffen, das Programm soll eine Überraschung sein, in jedem Fall sollen die Damen unterhalten werden, erklärte Stefanie Müller, man dürfe gespannt sein. Bunt soll es werden, und Sekt zum Empfang geben, soviel ist sicher. Im Anschluss lädt Hildegard Seidel zum gemeinsamen Singen in die Bibliothek.
Angelo Glashagel



