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Fr, 12:40 Uhr
16.12.2016
Gesundheitsamt klärt auf

Es besteht keine Ansteckungsgefahr

Gestern hatte die nnz zuerst berichtet, dass eine Schülerin der Regelschule Heringen an einer Lungentuberkulose erkrankt ist. Die Nachricht hat große Wellen geschlagen, heute nun informierte Amtsärztin Ingrid Francke umfassend zum aktuellen Fall und Tuberculoseerkrankungen im allgemeinen...

Weltweite Verbreitung von Tuberkulose Fällen 2014 (Foto: WHO Global Tuberculosis Report 2015) Weltweite Verbreitung von Tuberkulose Fällen 2014 (Foto: WHO Global Tuberculosis Report 2015)

Der Heringer Fall war in die Öffentlichkeit gelangt, nachdem besorgte Eltern die nnz informiert hatten und schwere Anschuldigungen gegen die Behörden erhoben. Man lasse Kinder wie Eltern "vorsätzlich bis zum heutigen Tage in Ungewißheit der tatsächlichen Gefahr".

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Die Anschuldigungen seien "inhaltlich, sachlich und fachlich" falsch, stelle heute Amtsärztin Ingrid Francke klar und zeugten zumindest von "einer Verkennung der Tatsachen". Die betreffende Familie habe das gesamte Jahr über unter Überwachung des Amtes gestanden. Im Rahmen der Kontrolluntersuchungen war die mögliche Erkrankung des Kindes im November aufgefallen. Als Amtsärztin habe sie bei hinreichendem Verdacht auf ein Tuberkuloseerkrankung ein sofortiges Schulverbot ausgesprochen. Ab diesem Zeitpunkt sei eine Gefährdung für die übrigen Kinder nicht mehr vorhanden gewesen, erläuterte die Ärztin.

Das der Fall überhaupt so weite Wellen geschlagen hat, lag daran, dass die Eltern des betroffenen Kindes, entgegen der hiesigen Gepflogenheiten, mit dem für sie bestimmten Schreiben des Gesundheitsamtes zur Schule gegangen waren. Der Schulleiter hatte daraufhin die Eltern der betroffenen Klasse informiert. Weitere Kreise zog der Fall ab dem 5. Dezember, woraufhin das Gesundheitsamt die Schule mit Informationsmaterial rund um Tuberkulose versorgte welche die Schulleitung auch an die betreffenden Eltern weitergab. In der Zwischenzeit war auch bekannt geworden, das dass betroffene Kind noch zwei Geschwister hat, welche die Grundschule Heringens besuchen. Auch sie standen das gesamte Jahr über unter Beobachtung des Amtes, unterstrich die Amtsärztin.

"Die Geschwister des betroffenen Kindes zeigen zum aktuellen Zeitpunkt keine Anzeichen für eine Tuberkuloseerkrankung und wer nicht krank ist, ist auch nicht ansteckend". In der Grundschule hatte es reguläre Reihenuntersuchungen gegeben. Diese ständen aber in keinerlei Zusammenhang mit dem Tuberkulose Fall sondern seien den Thüringer Gesundheitsämtern gesetzlich vorgeschrieben, erläuterte die Amtsärztin.

"Die Tuberkulose ist aufgefallen weil wir unsere Pflicht getan haben", sagte Dr. Francke, "es gibt in der gesamten Versorgungsmedizin Leitlinien, auch für die Überwachung von Tuberkulose und denen sind wir gefolgt."

Zahlen und Fakten rund um Tuberkulose

Seit gestern seien im Amt viele Fragen eingegangen, der rege Zuspruch besorgter Eltern sei auch gut so, erklärte Francke, man verstehe die Sorgen. Es bestehe aber weder in der Regel- noch in der Grundschule Ansteckungsgefahr. "Alle können in die Schule gehen", sagte Francke.

Tuberkulosefälle sind derweil nichts absolut außergewöhnliches, auch nicht in Deutschland. Im Jahr 2014 registrierte man hierzulande 4.485 Fälle von Tuberkulose, 2015 waren es knapp 6.000 berichtete Francke. Weltweit werden pro Jahr 8 bis 10 Millionen Neuerkrankungen festgestellt. Im April hatte die Amtsärztin in einem Vortrag im Bürgerhaus schon einmal umfassend zur "weltweiten Herausforderung" Tuberkulose referiert und stützte sich dabei unter anderem auf Daten der Weltgesundheitsorganisation, dem "CDC" (Centers for Disease Control and Prevention), dem "ECDC" (European Centre for Disease Prevention and Control) sowie des Robert-Koch-Instituts.

Weltweite Verbreitung von Tuberkulose Fällen 2014 (Foto: WHO Global Tuberculosis Report 2015) Weltweite Verbreitung von Tuberkulose Fällen 2014 (Foto: WHO Global Tuberculosis Report 2015)

"Es gibt kein Land, das frei ist von Tuberkulose", erklärte Francke am Vormittag noch einmal. Rund 30% der Weltbevölkerung sind demnach mit dem Erreger infiziert. 80% der Fälle treten dabei in 22 Ländern auf, darunter auch Staaten wie Russland, Brasilien oder China. Lediglich 5 bis 10% der Infizierten erkranken auch tatsächlich an Tuberkulose. Bis 1988 wurde in Deutschland gegen Tuberkulose geimpft, mit rund 60% sei der Schutz aber nicht ausreichend gewesen, erklärte Francke, man lege hierzulande höhere Maßstäbe an. Ein effektiver Schutz von 95% sei eher die Maßgabe.

Bis 2011 ging der Mehrzahl der in Deutschland registrierten Fälle auf hierzulande geborene Menschen zurück, seit 2013 hat sich das Verhältnis hin zu im Ausland geborenen Menschen verschoben. Das liege aber nicht so sehr an der Zuwanderung durch Asylbewerber, erklärte Francke, sondern eher an der Freizügigkeit des Arbeitsmarktes. Die meisten der in Deutschland festgestellten Fälle von Tuberkulose traten bei Menschen mit ausländischen Wurzeln mit den Herkunftsländern Somalia, der Türkei und Rumänien auf.

Im Landkreis Nordhausen waren 2014 drei Fälle (einmal deutscher, zweimal ausländischer Herkunft), 2015 zwei Fälle (einmal deutscher, einmal ausländischer Herkunft) und 2016 bisher fünf Fälle (zwei mal deutscher, drei mal ausländischer Herkunft) registriert worden.

Die Krankheit kann alle Organe befallen, zumeist ist aber die Lunge betroffen, das trifft auch auf den Heringer Fall zu. Eine "latente Tuberkulose" ist derweil nicht ansteckend. Im Fall einer "offenen" Lungentuberkulose müssen betreffende Personen je nach Ausprägung der Krankheit zwischen 8 und 40 Stunden in "engem Kontakt" miteinander verbringen um eine aerosole Tröpfcheninfektion zu ermöglichen, etwa in geschlossenen Räumen. Ein paar Minuten toben auf dem Schulhof reichen nicht aus, um sich anzustecken. Die bakterielle Krankheit ist antibiotisch behandelbar und führt bei richtiger Einnahme der Medikamente in 95% aller Fälle zur Ausheilung.

Wie geht es weiter?

Wird eine Tuberkuloseerkrankung festgestellt, untersucht man zunächst das soziale Umfeld des Erkrankten. In Falle eines Schulkindes, wie im Heringer Fall, wären das die Schulklasse, Lehrer, etwaige Arbeitsgruppen oder Vereine und längerfristige Besucher. Die Schwierigkeit bei Tuberkulose bestehe darin, dass die Erreger sehr langsam wachsen, erklärte Francke. Der letzte Beweis ob es sich im vorliegenden Fall tatsächlich um eine ansteckende Tuberkulose handelt, steht deswegen noch aus. Die aus Proben gewonnen Errergerkulturen brauchen bis zu acht Wochen um zu wachsen, vorher können keine definitiven Aussagen getroffen werden.

Bei den Kindern der betroffenen Klasse würden definitiv Bluttests durchgeführt, kündigte Amtsärztin an, jedoch erst dann, wenn diese auch aussagefähig seien, also rund 8 Wochen nach dem letzten Kontakt mit der erkrankten Person. Alles andere wäre "medizinische Scharlatanerie", sagte die Amtsärztin.

Mit den endgültigen Ergebnissen der Untersuchungen zu der erkrankten Person ist nicht vor Mitte Januar zu rechnen. Daher plant das Gesundheitsamt für den 18. Januar eine Informationsveranstaltung in Heringen. Um 17 Uhr wird die Amtsärztin in der Aula der Regelschule einen ausführlichen Vortrag rund um Tuberkulose halten und will nach Kenntniss der definitiven Befunde dann auch ganz konkrete Aussagen machen, wie in dem Fall weiter verfahren werde. Alle Eltern, Lehrer und interessierte Zuhörer sind eingeladen sich hier zu informieren. Desweiteren kann bei Fragen auch weiterhin das Gesundheitsamt Nordhausen unter 03631/911170 kontaktiert werden.
Angelo Glashagel

Update: Den Report des Robert Koch Instituts zur Tuberkulose in Deutschland für das Jahr 2015 finden sie hier .
Autor: red

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Kommentare
Gothe
16.12.2016, 13:20 Uhr
Reguläre Reihenuntersuchung?!
In meinem ganzen Bekanntenkreis hatte kein einziges Schulkind in Nordhausen eine reguläre Reihenuntersuchung. Irgendwie kommt man sich hier verarscht vor...
Goldene Aue
16.12.2016, 14:24 Uhr
Tuberkulose ja ansteckend ja oder nein...
man sollte die beiden Artikel in der nnz vergleichen.
Zusammenfassend geht daraus hervor, dass ein Familienmitglied schon im Januar 2016 an Tuberkulose erkrankt ist.
In welchem Zeitrahmen wurden denn dann die Kontrolluntersuchungen durchgeführt?
Weiterhin ist es ja so, dass die Schulleitung der Regelschule am 02.12.2016 informiert wurde und nicht wie zu erwarten wäre, von der Schulärztin Frau Francke ---- nein von den Eltern des Kindes und es hat den Anschein, dass sich Frau Francke auch noch darüber beschweren möchte.
Zitat in der nnz:"Das der Fall überhaupt so weite Wellen geschlagen hat, lag daran, dass die Eltern des betroffenen Kindes, entgegen der hiesigen Gepflogenheiten, mit dem für sie bestimmten Schreiben des Gesundheitsamtes zur Schule gegangen waren. Der Schulleiter hatte daraufhin die Eltern der betroffenen Klasse informiert. "
Mir macht es Angst, wenn ich mir die gesamte zeitliche Abfolge anschaue und sehe das 2 Geschwister weiterhin am Unterricht teilnehmen dürfen. Denn irgendwie scheint mir der Kontrollmechanismus sehr lange Wege zu gehen und von der Informationspolitik ganz schweigen.
Vielleicht kommt noch der passende Spruch wie von der Regierung: Nähere Details würden die Menschen nur verunsichern und eine Armlänge Abstand reicht.
Bürger2
16.12.2016, 15:10 Uhr
Frechheit...
wie das Gesundheitsamt jetzt auch noch alles "schönreden" will. Man hätte doch sofort und das war vor Wochen die Eltern informieren müssen. Seitens des Amtes wäre es garnicht rausgekommen und jetzt regt man sich auf das es solche Wellen schlägt....Es ist eine absolute Frechheit den Rest der Familie weiterhin zur Schule gehen zu lassen. Die ganze Familie gehört in Quarantäne. Es ist doch nicht nur eine Klasse gefährdet, was ist denn mit den Lehrern? Die tragen alles schön von einem Klassenraum zum nächsten. Es gibt keine Möglichkeiten zur Händedesinfektion für Schüler oder Lehrer in der Schule. Auf die Versammlung bin ich gespannt.....das wird nur gerede. Zum Schutz der anderen Kinder in der Schule wird nichts getan
EITEL
16.12.2016, 15:30 Uhr
Es bestand aber eine Ansteckungsgefahr!
auch wenn die Aufsichtsbehörde keine Fehler begangen hat , bleibt dies aber ein Fakt. Im Januar werden potentiell Betroffene mehr wissen. Ich hoffe das niemand sich infiziert hat.

Die illegale Migration dieser afghanischen Familie , mit bereits einem TBC -Fall, zeigt um so mehr Wir werden maximal mit Worten geschützt vor den Folgen unkontrollierter Zuwanderung.
Paulinchen
16.12.2016, 16:03 Uhr
Hatte da jemand etwas Anderes erwartet?
Die Atomstrahlen von Tschernobyl waren damals in der DDR auch nicht schädlich für die Bevölkerung, bzw. erreichten die DDR erst gar nicht. Nur hinter der Grenze , in Richtung Westdeutschland, wurde dann die Strahlung erst festgestellt.

Liebe Bürger - keine Panik, es reicht völlig aus, wenn Sie täglich einmal mit Eiswasser gurgeln. An Silverster darf es auch mal mit "Echtem Nordhäuser Doppelkorn" ein zweites Mal gemacht werden. Das beruhigt und bringt Sie auf andere Gedanken! ;-)

Wie sagt Udo Lindenberg doch so schön: "He Leute, keine Panik auf der Titanic."
"Wir haben alles im Griff auf dem s........", sang einst Udo Jürgens.
-Insider-
16.12.2016, 16:10 Uhr
aha
also ich für meinen teil war ebenfalls 10 jahre in einer schule und meine schwester ebenso, mein bruder ebenfalls. gemeinsam spreche ich hier also von knapp 21 jahren schulerfahrung (gemeinsame zeiten von uns 3 zähle ich bewusst nicht mit). innerhalb dieser zeit wurde keiner uns 3 auch nur ein einziges mal einer "regulären Reihenuntersuchung" unterzogen.

da das aber scheinbar standard ist, kann das gesundheitsamt mit sicherheit eine liste bekannt geben, wann und in welcher schule diese untersuchungen im jahr 2016 stattgefunden habe. da es laut gesundheitsamt ja gesetzlich vorgeschrieben ist, müssten ja alle schulen dieses jahr mindestens einmal besucht wurden sein.

nnz - bitte übernehmen.
Fischkopf
16.12.2016, 16:10 Uhr
große Wellen...
Ist ja wieder typisch, das jetzt alles runtergespielt wird.
Ich hoffe nur, daß sich kein anderes Kind angesteckt hat, denn dann liebe Frau Doktor wird es noch viel größere Wellen schlagen als jetzt.
Und ich finde es richtig, das einige Eltern es öffentlich gemacht haben, denn sonst würde sicher alles unter den Tisch gekehrt werden.
Zukunft
16.12.2016, 16:35 Uhr
Steuergeld
Wir Bürger als Steuerzahler bezahlen auch die Amtsärztin und dann möchte ich über solche Sachverhalte informiert werden. Man hat ja den Eindruck, dass es unangenehm ist, dass der Fall an die Öffentlichkeit gekommen ist. Ein öffentliche Behörde hat die Pflicht zur Information. Verschweigen schadet dem Image von Verwaltungen.
Peter59
16.12.2016, 17:20 Uhr
Mal langsam.....
Das Francksche Statement ist an sich schlüssig und entspricht in großen Teilen der Tatsache. Alle Hobbymediziner sollten erst mal inne halten....Folgende Punkte sind allerdings auch zu beachten:
1. Tuberkulose war nach Ende des II. Weltkrieges auch in Deutschland sehr verbreitet.
2. Ein Anstieg im Jahr 2015 ist auch wieder bei uns zu verzeichnen, allerdings prozentual mehr bei Männern.
3. Ansteckungsgefahr besteht durch das ausgehustete Aerosol eines Infizierten, dort reichen ca. 3 Erreger in der Atemluft.
4. Die Infektion ist bei Jugendlichen schwerer nachweisbar, auch aufgrund der Inkubationszeit, so wie es im Bericht steht.
5.Die Krankheit entwickelt sich langsam, deshalb sind die Heilungschancen sehr hoch, nur müssen die Medikamente über einen sehr langen Zeitraum eingenommen werden.
Jetzt in Panik zu verfallen, ist kontraproduktiv, der Stand der Medizin garantiert eine vollständige Heilung.

PS: Ich schreibe dies nicht als "Kommentatorenklugscheißer", sondern habe damit Erfahrung in der Familie. Meine Großmutter war nach dem Ende des Krieges an offener TBC erkrankt und ich kann mich noch gut daran erinnern, wie damals therapiert wurde, kein Vergleich zu heute. Allerdings sollte man den Leuten die Angst durch umfassende Information nehmen, so wie das (ein wenig spät) passiert ist.
Übrigens sind andere, bereits ausgerottet geschienene Krankheiten auch wieder vorhanden, die Krätze etwa. Wir haben im Mittelalter die Pest überstanden, wir werden auch das überleben.....
Sinz2000
16.12.2016, 17:39 Uhr
??? keine Gefährdung??
Als Amtsärztin habe sie bei hinreichendem Verdacht auf ein Tuberkuloseerkrankung ein sofortiges Schulverbot ausgesprochen. Ab diesem Zeitpunkt sei eine Gefährdung für die übrigen Kinder nicht mehr vorhanden gewesen, erläuterte die Ärztin.

Allein diese Aussage, sagt alles. AB DIESEM ZEITPUNKT!!!, und davor?? Vielleicht sollte man auch der Amtsärztin mal erklären, dass es auch möglich ist, Straftaten durch Unterlassung zu begehen. Aber natürlich alles harmlos, ebenso wie Fälle von Wurmbefall, Krätze und ähnlichen ansteckenden Krankheiten, alles nur braune Hetze
egw
16.12.2016, 21:12 Uhr
Panikmache
Wenn ich Straßenbahn fahre,weiß ich auch nicht wer hinter oder neben mir hustet.Weiß nicht was der Fleischer hat, woran der Kellner leidet usw.Tuberkulose haben nicht erst die Flüchtlinge gebracht - das ist doch hier wieder Hauptteil der Vorwürfe/Diskussion. Krätze findet man auch im Pflegeheim, vor wenigen Monaten erst im Harz . Stuhlwürmer sind übrigens auch nicht auf der Flüchtlingswelle geritten. Zur Info-politik: soll das Amt auch alle Leute mit durchlebten Geschlechtskrankheiten kennzeichnen, Leute mit resistenten Keimen oder Hepatitis,Urlaubsmalaria usw.??? Wäre schön bunt in Nordhausen. Fragt mal Opa/Oma was die in 80 Jahren schon hatten!
Goldene Aue
16.12.2016, 23:07 Uhr
Ich möchte gern @egw direkt antworten
@ egw: Ich bin mir durchaus bewußt, das nnz-Online kein Chatroom darstellt.
Ich möchte mir trotzdem erlauben, direkt auf den Beitrag zu antworten.
Natürlich gebe ich Ihnen Recht, daß eine Tbc-Infektion auch woanders erfolgen kann.
Das ist aber hier nicht der Punkt.
Hier wurde anscheinend bewußt oder unbewußt von Frau Francke weitere Infektionen in Kauf genommen.
Die Frau ist dazu da und wird sicher auch gut bezahlt, um Gefahren für unsere Kinder abzuwehren und wenn man sich da noch künstlich aufregt und moniert, dass dies nicht der richtige Weg ist, den die Eltern des infizierten Kindes gewählt haben, dann fehlt mir jegliches Verständnis+++.
Zwei Kinder nehmen weiterhin am Schulleben teil, haben weiterhin Kontakt und man wartet auf die entscheidende Probe.
Würden Sie persönlich das Risiko eingehen?
Treuhänder
17.12.2016, 09:30 Uhr
Beschwichtigen
Wenn Ereignisse im Zusammenhang mit Flüchtlingen bekannt werden, Diebstahl, körperliche Auseinandersetzungen bis hin zum Mord wird versucht, dieses zu relativieren, indem gesagt wird, auch die Deutschen verüben derartige Dinge. Das ist in diesem Artikel ebenso, indem ausgeführt wird, dass Tuberkulose in vielen Ländern vorhanden ist. Darum geht es aber nicht.

Es geht darum, welche Veränderungen haben sich durch die unkontrollierte Zuwanderung seit 2015 ergeben? Dafür steht die Politik in der Verantwortung, weil ja gegen den Prozess der unkontrollierten Zuwanderung nichts unternommen wurde und der Steuerzahler auch dafür aufkommen muss. Und bitte jetzt nicht das Argument, es wurde durch die Flüchtlinge noch keiner schlechter gestellt. Wenn Milliarden
Euro jetzt vorhanden sind, hätten diese Milliarden auch schon für Infrastruktur und anderes ausgegeben werden können.
egw
17.12.2016, 09:46 Uhr
@GoldeneAue
Natürlich dürfen die anderen Kinder der Familie zur Schule! Sie werden regelmäßig getestet und bis zum Beweis des Gegenteils gelten diese als gesund. Zum einen gilt Schulpflicht und Sippenhaft wurde abgeschafft. Wäre die gesundheitliche Kontrolle eben nicht erfolgt, hätte niemand das kranke Kind entdeckt. Außerdem ist eine Therapie der Erkrankung möglich und vorbeugende Maßnahmen sind auch leicht durchführbar, dazu müsste die betroffene Familie vom Amt geschult werden und entsprechendes Material (Mundschutz u.a.) an die Familie ausgegeben werden. Sie können doch nicht die gesamte Familie einsperren und nach einer Zeit "x" nachsehen wer noch lebt oder wie stellen sie sich das vor. Richtig ist natürlich,das eine gesundheitlicher Check bei Einreise erfolgen müsste-da sind wir beim Thema kontrollierte Einreise, aber nach Auslandsurlaub hat mich auch keiner auf ansteckende Krankheiten HEP A, HIV, Malaria, ... geprüft - sie etwa?Informationspflicht vom Amt - sollte die Familie an den Dorfpranger oder wie??? Auch hier gilt Datenschutz oder ist in der Goldenen Aue jeder Mensch mit einer Infektionskrankheit/ansteckenden Keimen jedem namentlich bekannt (Hepatitis, Gonorhoe, MRSA, Clostridien, Pseudomonas, HIV, ...)? Sicherlich (statistisch) gesehen schlummert oder wächst in meinem Körper auch ein Tumor-irgendwo, nur ob er einmal entartet oder diagnostiziert wird ist offen, also habe ich bis dahin auch kein "Krebs".
Voltaire
17.12.2016, 10:28 Uhr
Gesetzliche Regelung zu Schuluntersuchungen
Hier steht es: § 4 ThürSchulgespflVO

Demnach sind schulärztliche Vorsorgeuntersuchungen in Thüringen vor der Einschulung, in der 4. und 8. Klasse vorgesehen. Wurde also nur die 4. Klasse untersucht, war es tatsächlich Routine. Wurden aber alle Klassen untersucht, müssten andere Gründe vorliegen. Wäre schön, wenn Betroffene sich dazu äußern.
Gothe
17.12.2016, 10:33 Uhr
TBC Fälle in anderen Schulen
Ich werde das schlechte Gefühl nicht los das es in anderen Schulen im Landkreis auch TBC fälle gibt oder gab von denen wir nichts wissen weil sie vertuscht wurden. Wie erfahren wir die ganze Wahrheit??? Mit der Wahrheit der Ämter und den dort arbeitenden Personen brauchen wir ja in Deutschland nicht mehr zu rechnen. Wir brauchen lückenlose Informationen über TBC Fälle und Verdachtsfälle in den Schulen des Landkreises.
Peter59
17.12.2016, 18:07 Uhr
@gothe zum Rapport......
Es gibt auch Schüler an anderen Schulen, die herumhusten . Sich aus dem Papierständer für die Hände Taschentücher bastelten..... Allerdings hat die Grippezeit auch schon begonnen und ich kann nicht jeden unter Generalverdacht stellen. Damit ist er aber nicht automatisch ein Bakterienüberträger. Sinnvoll wäre es, wenn das "Gesundheitsamt" alle Schüler mit diesen "Auffälligkeiten" mal untersuchen würde, das ist allerdings mit viel mühsäliger Arbeit verbunden....... Ein Mittel der Prävention wäre die Einweisung in "Hygienische Umgangsformen", dazu gehört auch, dass man nich in der Gegend herumspuckt.......Das gehört aber zu dem "Machogehabe" scheinbar dazu.....
Gothe
17.12.2016, 20:02 Uhr
Wenn man Kommentare nicht versteht...
sollte man auch nicht versuchen zu antworten.
Erstens ist dies hier kein Chat und zweitens hat das eine mit dem andren gar nichts zu tun...
Peter59
17.12.2016, 21:33 Uhr
Ich habe versucht, eine Goldene Brücke zu bauen, aber er hat es nicht verstanden.....
Natürlich hat er Recht, hat aber den Inhalt nicht verstanden: Nochmal im Klartext:
Eh er solche Statements schreibt, sollte er zwischen den Zeilen lesen. Natürlich weiß niemand, was die "Asylbewerber" so krankheitsmäßig mit sich bringen, gar keine Frage. Und "Gothes" Frage ist sicherlich gerechtfertigt... Er hat aber nicht verstanden, dass es Menschen gib es, die diese Erscheinungen vor dem Gesundheitsamt beobachten....Die Zeiten haben sich geändert, und/oder auf Behörden jeglicher Art muss man auch nicht vertrauen. Eh der "Schreibinpuls" kommt, erst mal lesen und verstehen....... Natürlich ist der Infektionszuschuss durch Asylanten gestiegen, seriöse Zahlen bestätigen das, hier ist das Gesundheitssystem gefragt, ohne Vertuschung. Nichts anderes habe ich gesagt, man sollte es nur verstehen........Ich kann aber nicht zu jedem Tweet oder Kommentar eine Gebrauchsanweisung mitgeben. Nochmals: Ihre Sorge ist berechtigt, gehe aber nicht davon aus, dass Sie von TBC betroffen waren. Mal zurückscrollen. Vielleicht kommt die Einsicht, wenn nicht, ist das sicherlich ein Verständigungsproblem.......
Mit freundlichen Grüßen, Das ist kein Chaet, aber eine Richtigstellung.....
PS.Ich bin kein Anhänger dieses abgewirtschafteten Systems, Deutschland ist dabei,sich abzuschaffen, aber das merkt scheinbar niemand.....
Tor666
17.12.2016, 22:45 Uhr
nach Jahren
Wenn ich es richtig verstehe, kann die Krankheit über Jahre schlummern und dann ausbrechen. Will heißen, die Behörden setzen uns durch den Zuzug dieser Krankheit aus und wer Pech hat, bekommt den Spaß in ein paar Jahren. Da ich mich immer gefragt habe, wie denn diese allumfassende Bereicherung aussieht, bekomme ich endlich eine Facette davon präsentiert.
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