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Fr, 10:38 Uhr
16.12.2016
Wartezeiten sollen verkürzt werden

Schlaflabor in Neustadt wird erweitert

Das Schlaflabor des Ev. Fachkrankenhauses in Neustadt, das derzeit über fünf Betten mit Computermessplätzen verfügt, wird ab dem 01.01.2017 auf acht Betten erweitert. Man haben im laufenden Jahr aufgrund der höheren Anzahl von Patienten leider eine deutliche Zunahme der Wartezeiten bei der Diagnostik schlafbezogener Atmungsstörungen feststellen müssen...

"Wir wollen diese Wartezeiten gerne verkürzen“ so der Chefarzt und Ärztliche Direktor der Lungenfachklinik in Neustadt Dr. Klaus Thomas.

In der Lungenfachklinik Neustadt liegt der Schwerpunkt der Diagnostik und Therapie im Schlaflabor auf dem Gebiet der schlafbezogenen Atemstörungen wie dem Schlafapnoe-Syndrom. Atmungsstörungen während des Schlafes können zu ausgeprägter Tagesmüdigkeit führen und diese Müdigkeit kann u.a. bei Berufskraftfahrern zu einer Erhöhung des Unfallrisikos führen. Jahrelang unbehandelte Atmungsstörungen können sogar schwerwiegende Folgen auf das Herz-Kreislaufsystem verursachen und sollten daher in einem zertifizierten Schlaflabor diagnostiziert und behandelt werden.

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Das Schlaflabor in Neustadt ist bereits seit Ende der 90er Jahre kontinuierlich nach den Standards der Deutschen Gesellschaft für Schlafmedizin zertifiziert und wurde aus Eigenmitteln des Krankenhauses finanziert.
Nach einer nächtlichen Diagnostik im Schlaflabor mit Computeraufzeichnungen werden am nächsten Morgen gemeinsam mit dem Patienten die verschiedenen Therapiemöglichkeiten erörtert.

Bei schwerer Ausprägung des Schlafapnoe-Syndroms werden die Patienten oft sofort in den nächsten Nächten im Schlaflabor auf eine spezielle Beatmungstherapie über eine Nasen- oder Nasen-Mundmaske eingestellt, die anschließend kontinuierlich genutzt werden muss, um eine gute Therapieeffizienz zu erzielen. Wichtig sind bei der Behandlung der Atmungsstörungen detaillierte Kenntnisse und Erfahrungen der behandelnden Ärzte in der Schlafmedizin und in der Pneumologie, um evtl. andere Ursachen der Atmungsstörungen nicht zu übersehen. Beide Bereiche werden durch die Lungenklinik in Neustadt vorgehalten. Auch auf schwere Fälle, die intensivmedizinisch behandelt werden müssen, ist die Lungenklinik mit einer eigenen Intensivstation vorbereitet.

Ursachen für Ein- und Durchschlafstörungen können aber auch in neurologischen und psychiatrischen Erkrankungen, wie Neurosen oder Depressionen, sowie in internistischen Erkrankungen, wie z. B. Herzschwäche oder Bluthochdruck, begründet sein. Skelettanomalien im Mund-, Kiefer- und Gesichtsbereich oder angeborene Hindernisse im Nasen- und Rachenraum können ebenfalls Störungen der Schlafqualität hervorrufen. Auch diese Probleme werden im Schlaflabor der Neustädter Klinik erkannt und, falls erforderlich, spezialisierte Ärzte hinzugezogen, welche die Probleme angemessen behandeln können.
Autor: red

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