Sa, 15:27 Uhr
10.12.2016
nnz-Forum
Inklusion = Illusion?
Die Arbeitsfassung des kommenden inklusiven Schulgesetzes ist nun in der Öffentlichkeit, wobei es sich nur auf den inklusiven Teil bezieht und noch nichts anderes, was eventuell an Veränderungen angedacht ist. So beginnt das Statement eines nnz-Lesers...
Kurz zusammengefasst: Förderschulen sollen ausgedünnt und vor allem Grund- sowie Regelschulen gestärkt werden. Jedes Kind ist also an einer der beiden Schularten dann zu beschulen.
Förderschullehrer und sonderpädagogische Fachkräfte schwärmen vor allem an diese beiden Schularten aus und geben den Kindern eine Förderung von 1-2 Stunden (pro Kind)!? An einer Förderschule wären es aber mit Fördermaßnahmen 35 Stunden! So sind dann in der Praxis die Grund- und Regelschullehrer trotz Förderplan relativ auf sich allein gestellt und müssen versuchen, dieser Lage Herr zu werden. Ausgebildet ist kaum einer von ihnen in dieser Hinsicht.
Nicht falsch verstehen, Inklusion ist schon in Ordnung, wenn die Rahmenbedingungen passen! In der heutigen Zeit sind immer mehr Kinder mit Verhaltens- und Sprachproblemen anzutreffen, wie die jährliche Schuleingangsuntersuchung zeigt. Und es bedarf zur Realisierung der hochgesteckten Ziele entsprechender sächlicher, räumlicher und personeller Bedingungen.
Warum setzt man den Hebel nicht schon im Vorfeld an und strafft konsequent die Frühförderung für alle Kinder mit Förderbedarf, sodass schon in der Kita von Anfang an die Probleme bearbeitet werden können? Mehr Personal wäre auch hier nötig.
In allen Schulen muss ein Schulsozialpädagoge installiert werden, da viele Dinge, vor allem das Verhalten betreffend, kaum noch händelbar sind. Und ist der Hort nicht auch eine Aufbesserung wert, indem man Förderpädagogen gezielt einsetzen kann? Sonst ist dort auch von Inklusion nur als Worthülse zu sprechen!
Wollen dies überhaupt alle Eltern betroffener Kinder oder wird hier etwas Positives suggeriert, was in der Praxis gar nicht so gut ist?
Uwe Chour, Nordhausen
Autor: redKurz zusammengefasst: Förderschulen sollen ausgedünnt und vor allem Grund- sowie Regelschulen gestärkt werden. Jedes Kind ist also an einer der beiden Schularten dann zu beschulen.
Förderschullehrer und sonderpädagogische Fachkräfte schwärmen vor allem an diese beiden Schularten aus und geben den Kindern eine Förderung von 1-2 Stunden (pro Kind)!? An einer Förderschule wären es aber mit Fördermaßnahmen 35 Stunden! So sind dann in der Praxis die Grund- und Regelschullehrer trotz Förderplan relativ auf sich allein gestellt und müssen versuchen, dieser Lage Herr zu werden. Ausgebildet ist kaum einer von ihnen in dieser Hinsicht.
Nicht falsch verstehen, Inklusion ist schon in Ordnung, wenn die Rahmenbedingungen passen! In der heutigen Zeit sind immer mehr Kinder mit Verhaltens- und Sprachproblemen anzutreffen, wie die jährliche Schuleingangsuntersuchung zeigt. Und es bedarf zur Realisierung der hochgesteckten Ziele entsprechender sächlicher, räumlicher und personeller Bedingungen.
Warum setzt man den Hebel nicht schon im Vorfeld an und strafft konsequent die Frühförderung für alle Kinder mit Förderbedarf, sodass schon in der Kita von Anfang an die Probleme bearbeitet werden können? Mehr Personal wäre auch hier nötig.
In allen Schulen muss ein Schulsozialpädagoge installiert werden, da viele Dinge, vor allem das Verhalten betreffend, kaum noch händelbar sind. Und ist der Hort nicht auch eine Aufbesserung wert, indem man Förderpädagogen gezielt einsetzen kann? Sonst ist dort auch von Inklusion nur als Worthülse zu sprechen!
Wollen dies überhaupt alle Eltern betroffener Kinder oder wird hier etwas Positives suggeriert, was in der Praxis gar nicht so gut ist?
Uwe Chour, Nordhausen
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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