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Mo, 10:24 Uhr
19.09.2016
Ein Blick in die Statistik

Mehr Aufträge, weniger Umsatz

Die Betriebe des Thüringer Baugewerbes hatten zum Ende des 2. Quartals 2016 nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik einen Auftragsbestand in Höhe von rund 862 Millionen Euro. Gegenüber dem 30.06.2015 waren das über 36 Millionen Euro mehr...

Den größten Anteil an dieser Entwicklung hatte das gestiegene Auftragsvolumen im Öffentlichen und Straßenbau mit 49 Millionen Euro und im Wohnungsbau mit 8 Millionen Euro. Im Gewerblichen Bau wurden für 21 Millionen Euro weniger Aufträge vergeben.

Aufgrund der guten Auftragslage ist die Reichweite der Auftragsbestände von 5,0 Monaten auf 5,8 Monate gestiegen. Eine überdurchschnittliche Reichweite weist der Öffentliche und Straßenbau von 7,3 Monaten aus, der sich gegenüber dem Vorjahresquartal um 2,7 Monate erhöht hat.

Trotz steigender Auftragslage sind hier die Umsätze aber rückläufig. Positive Signale kommen aus dem Wohnungsbau: Sowohl der Umsatz (+17,9 Prozent) als auch die Auftragseingänge (+21,7 Prozent) stiegen gegenüber dem 30.06.2015. Die Reichweite beträgt 3,8 Monate. Der Wirtschaftsbau weist ebenfalls positive Entwicklungen beim Umsatz und Auftragseingang aus. Die Reichweite der Auftragsbestände beträgt 4,3 Monate und entspricht in etwa dem Vorjahresstichtag.

Im langfristigen Vergleich wurden damit rund 67 Prozent des Höchstwertes von 1996 (1,3 Milliarden Euro) erreicht. Den niedrigsten Auftragsbestand gab es in Thüringen im Jahr 2003 mit 602 Millionen Euro.

Die Entwicklung nach Auftraggebern verlief seit 1995 sehr unterschiedlich. Während sich das Auftragsvolumen im Gewerblichen Bau mehr als halbiert hat und auch gegenüber dem Vorjahresstichtag weiter sank (1995: 523 Millionen Euro; 2016: 238 Millionen Euro), steigt der Auftragsbestand im Wohnungsbau, seit dem tiefsten Punkt im Jahr 2010 (34 Millionen Euro), wieder an und betrug im 2. Quartal 2016 rund 67 Millionen Euro. Gewinner der Entwicklung ist der Öffentliche und Straßenbau.

Hier stieg die Höhe der erteilten Aufträge von 357 Millionen Euro im Jahr 1995 auf 557 Millionen Euro in 2016.
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