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Mo, 11:53 Uhr
12.09.2016
Bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt

Immer mehr Azubis bleiben hier

Die Zahl der jungen Menschen, die ihre Ausbildung in einer anderen Region machen, ist zwischen 2010 und 2015 um rund neun Prozent zurückgegangen. Das zeigt eine aktuelle Datenauswertung der Nordhäuser Arbeitsagentur. Während im Juni 2010 noch 1.270 Auszubildende für ihre Ausbildung in eine andere Region pendelten, waren es im Juni letzten Jahres bereits 120 weniger...

Fast zwei Drittel der Jugendlichen, die sich in anderen Gegenden ausbilden lassen, tun dies innerhalb Ostdeutschlands.

"Aus unseren Beratungsgesprächen wissen wir, dass immer weniger junge Menschen wegen der Ausbildung von zu Hause weg gehen", meint Karsten Froböse, Chef der Nordhäuser Arbeitsagentur. "Das ist erfreulich." Der Rückgang habe zwar auch demografische Ursachen, dennoch seien die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung in der Heimat inzwischen so gut, dass viele junge Leute hier bleiben wollen.

Azubis aus Niedersachsen lernen in Nordhausen

Rund 750 Jugendliche sind im vergangenen Jahr aus anderen Landesteilen zur Ausbildung nach Nordthüringen eingependelt. In etwa so viel wie im Jahr zuvor. Der Landkreis Nordhausen hatte 2015 sogar mehr jugendliche Einpendler (316) als Auspendler (271). Neben den Azubis aus benachbarten Kreisen absolvieren inzwischen auch junge Leute aus Göttingen, Goslar oder Northeim in den Unternehmen rund um Nordhausen ihre Lehre.

Unternehmen müssen andere Zielgruppen stärker umwerben

Junge Leute hier zu halten, sei ein richtiger und sehr wichtiger Schritt, so Froböse. "Für den Ausgleich auf dem Arbeitsmarkt auf Grund der demografischen Entwicklung, ist das aber noch nicht genug. In den nächsten 10 Jahren werden gut 20 Prozent der Beschäftigten in Nordthüringen altersbedingt in Rente gehen. Die Schlüsselfrage ist also: Wer kann die Arbeit von morgen leisten?" Der Blick müsse unbedingt auch auf Menschen gerichtet werden, die bislang eher am Rand des Arbeitsmarktes standen, beispielsweise Menschen mit Behinderung. "Ebenso werden wir ohne die Beschäftigung von Menschen aus dem Ausland, die bestehenden Arbeitsplätze nicht halten können."

Entsprechendes Potential sieht Froböse auch bei den Abiturienten, die nicht unmittelbar nach dem Abitur zum Studium gehen. Es sei wichtig zu wissen, dass man mit einer Ausbildung durchaus beste Karrieremöglichkeiten haben kann.
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