Fr, 09:15 Uhr
01.07.2016
Besuch im MeGeHa
Jung und Alt vereint
Seit 10 Jahren gibt es die Mehrgenerationenhäuser, das Nordhäuser MeGeHa wurde nur ein Jahr später gegründet. Gestern bekam das Haus Besuch aus Erfurt, Finanzministerin Taubert hatte Lottomittel mitgebracht, und man nutzte den Termin, um die Generationenarbeit einmal in ihrer ganzen Breite darzustellen...
Es sind, für Nordhäuser Verhältnisse, imposante Zahlen, welche die Leiterin des Hauses, Stephanie Schüler, vorlegen konnte. Im Jahresdurchschnitt könnte man in den Räumen des alten Flachbaus rund 150 Besucher pro Tag begrüßen, sagte Schüler, darin enthalten sind natürlich auch "Stoßzeiten", wie die Weihnachtsfeiertage.
Dennoch ist Leben drin im Haus, wenn auch nicht wirklich jeden Tag über 100 Personen auf einmal. Mal probt der MeGeHa Chor mit alt und jung seine Lieder, mal treffen sich ein paar ältere Damen und spielen Rommee, Bridge, Canaster. Es gibt ehrenamtliche Koch- und Backkurse, Lesementoren, Stricklehrgänge, Geocaching, eine "Haushaltsrallye" für Kinder, in der sie vom nähen bis zum Baby wickeln vieles ausprobieren können oder auch die Demenzgruppe mit ihrer "guten Stube", die vor allem die Angehörigen entlasten will und noch einiges mehr.
v.l.: Finanzministerin Heike Taubert, Landrat Matthias Jendricke, Küchenfee Brita Behrens, Geschäftsführer René Kübler und MeGeHa Leiterin Stephanie Schüler (Foto: Angelo Glashagel)
40.000 Euro gibt es von Bund und Landkreis dafür jährlich, der Lift Verein als Träger des MeGeHa schießt auch Geld hinzu und ein paar Eigeneinnahmen aus Kuchenverkauf und Projektmitteln hat man auch. Im letzten Jahr ließ sich der Verein die Einrichtung so 20.000 Euro kosten, erzählte Lift-Geschäftsführer Rene Kübler, perspektivisch will man die schwarze Null schaffen, ergänzte Frau Schüler.
Da helfen auch kleinere Beträge, wie die 2.400 Euro Lottomittel, die Thüringens Finanzministerin Heike Taubert gestern mitgebracht hatte. Das Geld soll in die vielfach genutzte Küche investiert werden um mit der Runderneuerung zumindest beginnen zu können. Generationenübergreifende Arbeit sei nicht leicht zu organisieren, sagte Taubert, die die Einrichtungen und ihre Nöte noch aus ihrer Zeit als Sozialministerin kennen dürfte.
Wenn man wenig Geld habe, müsse es gut eingesetzt und intelligent damit umgegangen werden. Es sei nicht nur wichtig, Straßen zu reparieren, sondern auch gezielt Dinge zu fördern, die den Menschen Freude bereiteten und ohne die MeGeHa's gebe es viele solcher Angebote nicht.
Freude machen soll auch das neueste Projekt des Hauses, das Generationentheater. Dafür hat man sich Theaterlehrerin Eva Maria Wiegand mit ins Boot geholt, die in den kommenden Wochen das Stück "6/71 - kein Kind ohne Schulranzen" auf die Bühne bringen möchte. Das jüngste Ensemblemitglied ist 6 Jahre, das älteste 71 Jahre alt, daher der ungewöhnliche Titel. Zwei Stunden pro Woche will man Proben, am 06. Oktober will man Premiere feiern.
Angelo Glashagel
Autor: redEs sind, für Nordhäuser Verhältnisse, imposante Zahlen, welche die Leiterin des Hauses, Stephanie Schüler, vorlegen konnte. Im Jahresdurchschnitt könnte man in den Räumen des alten Flachbaus rund 150 Besucher pro Tag begrüßen, sagte Schüler, darin enthalten sind natürlich auch "Stoßzeiten", wie die Weihnachtsfeiertage.
Dennoch ist Leben drin im Haus, wenn auch nicht wirklich jeden Tag über 100 Personen auf einmal. Mal probt der MeGeHa Chor mit alt und jung seine Lieder, mal treffen sich ein paar ältere Damen und spielen Rommee, Bridge, Canaster. Es gibt ehrenamtliche Koch- und Backkurse, Lesementoren, Stricklehrgänge, Geocaching, eine "Haushaltsrallye" für Kinder, in der sie vom nähen bis zum Baby wickeln vieles ausprobieren können oder auch die Demenzgruppe mit ihrer "guten Stube", die vor allem die Angehörigen entlasten will und noch einiges mehr.
v.l.: Finanzministerin Heike Taubert, Landrat Matthias Jendricke, Küchenfee Brita Behrens, Geschäftsführer René Kübler und MeGeHa Leiterin Stephanie Schüler (Foto: Angelo Glashagel)
40.000 Euro gibt es von Bund und Landkreis dafür jährlich, der Lift Verein als Träger des MeGeHa schießt auch Geld hinzu und ein paar Eigeneinnahmen aus Kuchenverkauf und Projektmitteln hat man auch. Im letzten Jahr ließ sich der Verein die Einrichtung so 20.000 Euro kosten, erzählte Lift-Geschäftsführer Rene Kübler, perspektivisch will man die schwarze Null schaffen, ergänzte Frau Schüler.
Da helfen auch kleinere Beträge, wie die 2.400 Euro Lottomittel, die Thüringens Finanzministerin Heike Taubert gestern mitgebracht hatte. Das Geld soll in die vielfach genutzte Küche investiert werden um mit der Runderneuerung zumindest beginnen zu können. Generationenübergreifende Arbeit sei nicht leicht zu organisieren, sagte Taubert, die die Einrichtungen und ihre Nöte noch aus ihrer Zeit als Sozialministerin kennen dürfte.
Wenn man wenig Geld habe, müsse es gut eingesetzt und intelligent damit umgegangen werden. Es sei nicht nur wichtig, Straßen zu reparieren, sondern auch gezielt Dinge zu fördern, die den Menschen Freude bereiteten und ohne die MeGeHa's gebe es viele solcher Angebote nicht.
Freude machen soll auch das neueste Projekt des Hauses, das Generationentheater. Dafür hat man sich Theaterlehrerin Eva Maria Wiegand mit ins Boot geholt, die in den kommenden Wochen das Stück "6/71 - kein Kind ohne Schulranzen" auf die Bühne bringen möchte. Das jüngste Ensemblemitglied ist 6 Jahre, das älteste 71 Jahre alt, daher der ungewöhnliche Titel. Zwei Stunden pro Woche will man Proben, am 06. Oktober will man Premiere feiern.
Angelo Glashagel






