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Do, 14:54 Uhr
30.06.2016
Gipsstraße freigegeben

Freie Fahrt zwischen Woffleben und Appenrode

Beim Bau der sogenannten Gipsstraße zwischen Appenrode und Woffleben hat man im Ellricher Rathaus langen Atem bewiesen. Am Donnerstagmittag konnte die rund zwei Kilometer lange Trasse für den Verkehr freigegeben werden. Die Planung für die Ortsverbindung begann bereits vor gut sechs Jahren...

„Für unsere Einheitsgemeinde ist es die erste Ortsverbindungsstraße, die komplett neu gebaut wurde“, sagte Ellrichs Bürgermeister Matthias Ehrhold (SPD) am Donnerstagmittag. Unweit des Woffleber Sportlerheimes hatte man sich zusammengefunden, um diese kommunale Straße nach knapp neumonatiger Bauzeit freizugeben. Rund 900 000 Euro wurden in den grundhaften Ausbau der einstigen Plattenstraße aufgewendet, 75 Prozent der Kosten übernahm hierbei das Land Thüringen.

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„Die Ellricher Stadtverwaltung ist bei dieser Straße hartnäckig geblieben“, sagte Franz Rohmund, Leiter des Nordthüringer Straßenbauamtes. Allein drei Jahre habe das Planfeststellungsverfahren für die knapp zwei Kilometer lange Strecke gedauert, erinnerte Heiko Maulhardt vom Ingenieurbüro Meinecke, das mit der Planung beauftragt war.

Bis dato war die sogenannte Gipsstraße nur für Anwohner, den Schulbus und Lkw der Firma Casea befahrbar, die Trasse dient auch als Zufahrt zum Gips-Abbaufeld Rüsselsee. Der Ausbau der Strecke war bei Umweltschützern daher lange umstritten.


Die Stadt Ellrich verwies hingegen immer wieder auf die Wichtigkeit der Trasse als Ortsverbindung innerhalb der Einheitsgemeinde. Die neue Trasse ist mit 5,50 Meter gut 1,5 Meter breiter als die ursprüngliche Straße, die früheren Ausweichbuchten sind daher nicht mehr nötig. Das Bauunternehmen Strabag war in den vergangenen Monaten für den Bau der Trasse zuständig.

Auf freier Strecke sind 70 Stundenkilometer erlaubt, innerorts die gewöhnlichen 50 Km/h. In den Nachtstunden gibt es ein Lkw-Verbot. Die noch fehlende Bepflanzung mit Bäumen soll im Herbst erfolgen.
Ehrhold verwies außerdem auf die umfangreichen Ausgleichmaßnahmen, die für den breiteren Neubau erfolgten. So wurde in Hainrode im Teichtal eine 680 Meter breite Krötenleiteinrichtung mit fest installierten Fangeimern gebaut. Rund 30 000 Euro wurden hier investiert.
Susanne Schedwill
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