Mo, 10:50 Uhr
20.06.2016
Gebietsreform: Mehrheit der Menschen dagegen?
Politiker: Na und!
Die von Rot-Rot-Grün durchzupeitschende Gebietsreform in Thüringen trifft nicht im Mindesten auf die Zustimmung der Menschen. Das ist nicht so schlimm, die Zustimmung brauchen wir nicht, meinen jedenfalls die Durchpeitscher...
Nur ein Viertel der im Auftrag des MDR befragten Frauen und Männer in diesem Freistaat befürworten eine Zusammenlegung von Gemeinden und Landkreisen. 56 Prozent lehnen sie ab, 17 Prozent interessiert das alles überhaupt nicht.
Und wie reagieren diejenigen, die dieses Projekt durchziehen wollen? Wie immer, wenn sich das (Wahl)volk "bockig" zeigt. Dirk Adams, der auch für den Thüringer Norden zuständige Grüne Frontmann aus Erfurt lässt mitteilen: Solche Reformen sind nie mehrheitlich begrüßt worden. Unsere Aufgabe ist groß und verlangt einiges von den Bürgerinnen und Bürgern ab, das wissen wir. Dennoch sind wir überzeugt, dass ein ‚weiter so‘ in Thüringen nicht möglich ist." Na, Hauptsache, es verlangt von Herrn Adams und dessen Mitstreitern nicht allzuviel ab, denn Erfurt wird weiterhin Bestand haben.
Und dessen Fraktionsvorsitzender-Kollege der SPD, Matthias Hey, wittert gar böse äußere Einflüsse auf diejenigen, die sich in der Befragung kritisch gegen die R2G-Vorhaben ausgesprochen haben: "Ich hätte mich schon sehr gewundert, wenn Veränderungen in dieser Größenordnung auf kommunaler und regionaler Ebene nicht für Diskussionen gesorgt hätten. Veränderungen werden seit jeher oft erst einmal kritisch bewertet. Und kritische Stimmen sind meist lauter als zustimmende. Das könnte auch so manchen Befragten in seiner Aussage beeinflusst haben."
Sowohl bei Adams als auch bei Hey folgt in den jeweiligen Statements das übliche Propaganda-Bla-Bla. Und zum Schluss aller Statements kommen die Regierenden vermutlich intern zu dem Schluss, dass die da unten das alles nicht verstehen. Die Dinge seien zu komplex, das können nur die "Fachleute" des Thüringer Landtages begreifen.
Die Menschen, denen man das komplexe Denken nicht zutraut, die wissen schon, warum das links-grüne Regierungslager diese Mission auf Biegen und Brechen durchziehen will: Durch das Aufbrechen der ländlichen Struktur erhofft sich "Links" ein für sich besseres Wahlergebnis.
Die CDU indes bekämpft die Gebietsreform mit allen propagandistischen Mitteln und Methoden. Warum? Auch hier liegt der Grund auf den Hand. Im Klein-Klein, im ländlichen Raum hatte die CDU in den vergangenen Jahrzehnten immer die besten Wahlergebnisse eingefahren. Wer da denkt, die Christdemokratie höre auf des Volkes Meinung, dem muss man leider eine große Enttäuschung attestieren. Auch hier geht es nur um Macht. Nicht mehr, aber eben auch nicht weniger.
Peter-Stefan Greiner
Autor: nnzNur ein Viertel der im Auftrag des MDR befragten Frauen und Männer in diesem Freistaat befürworten eine Zusammenlegung von Gemeinden und Landkreisen. 56 Prozent lehnen sie ab, 17 Prozent interessiert das alles überhaupt nicht.
Und wie reagieren diejenigen, die dieses Projekt durchziehen wollen? Wie immer, wenn sich das (Wahl)volk "bockig" zeigt. Dirk Adams, der auch für den Thüringer Norden zuständige Grüne Frontmann aus Erfurt lässt mitteilen: Solche Reformen sind nie mehrheitlich begrüßt worden. Unsere Aufgabe ist groß und verlangt einiges von den Bürgerinnen und Bürgern ab, das wissen wir. Dennoch sind wir überzeugt, dass ein ‚weiter so‘ in Thüringen nicht möglich ist." Na, Hauptsache, es verlangt von Herrn Adams und dessen Mitstreitern nicht allzuviel ab, denn Erfurt wird weiterhin Bestand haben.
Und dessen Fraktionsvorsitzender-Kollege der SPD, Matthias Hey, wittert gar böse äußere Einflüsse auf diejenigen, die sich in der Befragung kritisch gegen die R2G-Vorhaben ausgesprochen haben: "Ich hätte mich schon sehr gewundert, wenn Veränderungen in dieser Größenordnung auf kommunaler und regionaler Ebene nicht für Diskussionen gesorgt hätten. Veränderungen werden seit jeher oft erst einmal kritisch bewertet. Und kritische Stimmen sind meist lauter als zustimmende. Das könnte auch so manchen Befragten in seiner Aussage beeinflusst haben."
Sowohl bei Adams als auch bei Hey folgt in den jeweiligen Statements das übliche Propaganda-Bla-Bla. Und zum Schluss aller Statements kommen die Regierenden vermutlich intern zu dem Schluss, dass die da unten das alles nicht verstehen. Die Dinge seien zu komplex, das können nur die "Fachleute" des Thüringer Landtages begreifen.
Die Menschen, denen man das komplexe Denken nicht zutraut, die wissen schon, warum das links-grüne Regierungslager diese Mission auf Biegen und Brechen durchziehen will: Durch das Aufbrechen der ländlichen Struktur erhofft sich "Links" ein für sich besseres Wahlergebnis.
Die CDU indes bekämpft die Gebietsreform mit allen propagandistischen Mitteln und Methoden. Warum? Auch hier liegt der Grund auf den Hand. Im Klein-Klein, im ländlichen Raum hatte die CDU in den vergangenen Jahrzehnten immer die besten Wahlergebnisse eingefahren. Wer da denkt, die Christdemokratie höre auf des Volkes Meinung, dem muss man leider eine große Enttäuschung attestieren. Auch hier geht es nur um Macht. Nicht mehr, aber eben auch nicht weniger.
Peter-Stefan Greiner

