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Di, 21:24 Uhr
03.05.2016
18 Liter Lebenssaft

Blutspende in Niedersachwerfen

Insgesamt 18 Liter Blut haben Freiwillige am Dienstagnachmittag in der Niedersachswerfer Feuerwehr gespendet. Diese Menge an Lebenssaft wird allein im Südharz-Klinikum etwa pro Tag benötigt…

Schwester Uta Schaaf und Dajana Schmidt (Foto: S. Schedwill) Schwester Uta Schaaf und Dajana Schmidt (Foto: S. Schedwill)
Schwester Uta Schaaf und Dajana Schmidt

Gerade einmal knapp acht Wochen lebt Dajana Schmidt jetzt in Niedersachswerfen. Doch bei der Blutspende am Dienstagnachmittag im Feuerwehrgebäude zählte sie zu den ersten, die sich den roten Saft abzapfen ließen.

„Für mich ist es die 17. Spende. Bisher war ich immer in meiner alten Heimat Kirchworbis spenden“, berichtet sie. Über ihren neuen Arbeitgeber, das Seniorenpflegeheim Katharina-von-Bora, hatte sie von der Blutspendeaktion erfahren.

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38 Spender in vier Stunden. Für Sven Köhn ist das ein zufriedenstellendes Ergebnis. „Mit unserem vierköpfigen Team schaffen wir es im Schnitt, zwischen zehn und 15 Spendern in der Stunde Blut abzunehmen“, sagt der Spendekoordinator der Blutspendezentrale am Nordhäuser Südharz-Klinikum. Potenzielle Spender werden im Vorfeld der Abnahme durchgecheckt: Blutdruck, Puls und der Hämoglobinwert des Blutes werden bestimmt. Auf einem zweiseitigen Fragebogen muss man über Erkrankungen, medizinische Eingriffe, Reisen und Medikamente Auskunft geben. Zusätzlich werden pro Spender Blutproben labortechnisch untersucht.

Auf Empfehlung des Robert-Koch-Institutes gibt es aus Schutz vor Infektionsübertragungen bestimmte Sperrzeiten: beispielsweise nach Auslandsreisen, Operationen, frisch gestochenen Tattoos oder Piercings. Was viele Spender nicht wissen: „Selbst nach einem Urlaub im Mittelmeerraum, beispielsweise in Spanien oder der Türkei, oder aber am Balaton gilt eine vierwöchige Sperre“, berichtet Köhn. Das stelle die Blutspendezentrale vor allem in und nach den Ferien vor die meisten Probleme. Denn der Bedarf an Blutkonserven ist hoch. „40 bis 50 Spenden decken den Bedarf in Nordthüringen etwa eineinhalb bis zwei Tage“, sagt Köhn. Allein das Südharz-Klinikum benötigt zwischen 30 und 40 Konserven am Tag. Die Einrichtung beliefert außerdem die DRK-Krankenhäuser in Bad Frankenhausen und Sondershausen sowie eine Dialyse- und eine Onkologiepraxis in Nordhausen und kooperiert mit der Blutspendezentrale der Martin-Luther-Universität in Halle.

17 Abnahmestellen unterhält die Blutspendezentrale im gesamten Landkreis: Niedersachswerfen zählt neben Ellrich zu den größten. In dem Harztor-Ortsteil arbeitet Sven Köhn eng mit Jochen Weiß von der Feuerwehr zusammen. „Jochen macht für unsere Aktion immer gute Werbung, trommelt die Leute zusammen“, berichtet er. Allein am Dienstag konnten vier Dauerspender zur 125., 75., 50. und 40. Spende begrüßt werden.

Die Feuerwehr stellt nicht nur die Räume zur Verfügung, die Frauen backen Kuchen und versorgen die Spender im Nachgang mit Kaffee, kalten Getränken und Gummibärchen. Vier Mal im Jahr bauen Sven Köhn, Oberärztin Dr. Maria Westphal, die zwei Schwestern und der Laborant in der oberen Etage des Feuerwehrgebäudes die Liegen und die medizinischen Gerätschaften auf. Pro Spender werden 480 Milliliter Blut gewonnen. „Das dauert in der Regel nicht länger als fünf bis sieben Minuten“ berichtet Schwester Uta Schaaf von ihrer Arbeit. Nach knapp fünf Minuten hat es auch Dajana Schmidt geschafft. „Alles ist gut gegangen“, sagt sie nach der Erholungspause und freut sich schon auf das nächste Mal.
Susanne Schedwill
Autor: red

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