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Di, 19:26 Uhr
03.05.2016
BUND-Einsatz Artenschutz

Rettung bodensaurer „Trockenrasen“

Mit einem Antrag bei der Unteren Naturschutzbehörde auf zunächst einen Pflegeeinsatz im Mai möchte der BUND-Kreisverband Nordhausen ein neues Kapitel in der Erhaltung unserer an unterschiedlichsten Biotoptypen sehr reichhaltigen Landschaft aufschlagen. Bodo Schwarzberg erläutert es...

Das Hunds-Veilchen (Viola canina) gehört zu den typischen Vertretern der Flora bodensaurer „Trockenrasen“. (Foto: Bodo Schwarzberg) Das Hunds-Veilchen (Viola canina) gehört zu den typischen Vertretern der Flora bodensaurer „Trockenrasen“. (Foto: Bodo Schwarzberg)
Das Hunds-Veilchen (Viola canina) gehört zu den typischen Vertretern der Flora bodensaurer „Trockenrasen“

Denn bodensaure „Trockenrasen“ sind noch stärker gefährdet, als die bei uns verbreiteteren basiphilen Trocken- und Halbtrockenrasen über Gips. In der jüngsten Ausgabe des Naturschutzreports (Heft 28/2015-Herausgeber: Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie) wird der erstgenannte Biotoptyp als „von vollständiger Vernichtung bedroht“ bezeichnet. Zugleich weist eine Karte den Landkreis Nordhausen als einen Schwerpunktkreis für bodensaure „Trockenrasen“ im Freistaat aus.

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Die Publikation ist für den BUND-Kreisverband Anlass genug, sich diesem fast vergessenen, etwas artenärmeren Biotoptyp zu widmen. Der vollständige Verlust soll im Landkreis Nordhausen durch Mahd und Entbuschung sowie in engem Kontakt zur UNB verhindert werden.

Reste trockener, bodensaurer Rasengesellschaften siedeln im Gebiet vor allem über Bundsandstein nördlich der Gipshügeln und südlich der Bruchscholle des Harzes, z.B. im Raum Neustadt. Typische Pflanzenarten sind u.a. das Hunds-Veilchen (Viola canina), die Pillensegge (Carex pilulifera), der Frühlings-Ehrenpreis (Veronica verna) und das Heidekraut (Calluna vulgaris).

Bodensaure atlantische Heidekrautheiden gehören im Landkreis ebenso zu den akut bedrohten Biotoptypen. Sie bilden sich mitunter auch über Gips aus, aus dem der Kalkanteil weitestgehend ausgewaschen worden ist. Auch auf die wenigen noch erhaltenen Flächen dieser Formationen ist der Fokus sehr dringend zu legen. Es gab im Landkreis bereits große Verluste, so zum Beispiel am Eichenberg im Raum Windlücke. Reste dieser auch optisch sehr ansprechenden Pflanzengemeinschaften sind z.B. noch am Buchholzer Berg und auf dem BUND-eigenen Grundstück zwischen den NSG Himmelsberg und Mühlberg vorhanden, auch im Gebiet um Klettenberg.

Zur Erhaltung der bodensauren „Trockenrasen“ möchte der BUND-Kreisverband seinen aktiven ehrenamtlichen Beitrag leisten und auch die Öffentlichkeit sensibilisieren. Wir werden über unsere Arbeiten in der nnz berichten. Interessenten können sich gern unter bodo_schwarzberg@yahoo.de melden.
Bodo Schwarzberg
Autor: red

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Kommentare
Glaskugel
03.05.2016, 21:03 Uhr
Herr Schwarzberg,
Bodensaure atlantische Heidekrautheiden gehören nicht zum Landkreis Nordhausen. Wir sind hier nicht am Atlantik! Hören Sie endlich damit auf, unsere einheimische Natur mit ihren Kahlschlagsmethoden auf unser aller Kosten zu zerstören. Wenn Sie atlantisches Heidekraut züchten möchten, dann machen Sie das bitte in Ihrem eigenen Garten oder wandern Sie bitte nach Portugal oder Spanien aus.
Bodo Schwarzberg
03.05.2016, 21:45 Uhr
Maiosa: keine Ahnung von der Materie...
...hat dieser anonyme Schreiberling: Atlantische Heiden sind Pflanzengesellschaften mit einem vom Atlantik geprägten Areal. Bekanntlich wird unser Wetter oft und sogar typischerweise von atlantischen Tiefdrucksystemen geprägt, an die sich die Pflanzengesellschaften angepasst haben. Dazu finden Sie viel in der Fachliteratur. Weiterhin: Landschaftspflege macht das Gegenteil von Zerstörung: Sie sorgt dafür, dass das Artensterben zumindest aufgehalten wird, denn selbst dort, wo die Arten einst ohne menschliche Eingriffe leben konnten, haben sie heute oft keine Überlebenschance mehr. Zudem sind die Maßnahmen politisch gedeckt, z.B. durch die EU-FFH-Richtlinie und Biodiversitätsstrategien sowie Landschaftspflegeprogramme. Wer keine Ahnung hat, sollte seine Klappe halten. Ich gebe Ihnen aber gern einige Nachhilfestunden.
alexa
03.05.2016, 22:45 Uhr
Zitronenfalter @Mafiosa
Daß Zitronenfalter keine Zitronen falten, ist allgemein bekannt.
Offensichtlich ist das bei @Mafiosa noch nicht angekommen ;-) Wer glaubt, dass das atlantische Heidekrautheiden direkt was mit der Atlantikküste zu tun haben , der glaubt auch, dass die sogenannten Volksvertreter das Volk vertreten .....

Bei aller berechtigten Kritik an der manchmal fachlich etwas eingeengten Sicht des Herrn Schwarzberg. Eines kann man ihm wahrlich nicht abreden: Der Mann weiß als Botaniker, wovon er spricht.
@mafiosa: Manchmal sollte man/frau besser die Finger von der Tastatur lassen, wenn man/frau keine Ahnung hat! Dann freuen sich auch die Zitronenfalter über dem durch den BUND geschützen Trockenrasen ;-)
alexa
Glaskugel
04.05.2016, 08:50 Uhr
Ekschbärden für Kraut und Insekten
Also bis gestern hießen atlantische Heiden so, weil sich die ganz wenigen natürlichen Vorkommen dieses Landschaftstyps in den Küstenregionen der Atlantik Anrainer befinden. Bei uns in Zentraleuropa gibt es natürliche Heideflächen nur in Moorgebieten oder im Gebirge. Was der Herr Schwarzberg hier mit seiner Motorsäge anlegen möchte sind anthropogene, sprich vom Menschen künstlich geschaffene Heideflächen. Das hat mit unserem Klima und Atlantik primär gar nichts zu tun.

Herrn Schwarzbergs kleine Lieblinge haben sich eben nicht an unsere Verhältnisse angepasst, denn hätten sie das, müßte er nicht ständig Bäume und Büsche absägen. Und das köstlichste ist, das als Argument genannt wird, dass diese Maßnahme politisch gedeckt sei. Na wenn das kein Beweis für Sinnhaftes ist, was dann? Bis vor kurzen war politisch gedeckt, dass krumme Gurken nicht verkauft werden durften. ;)
U. Alukard
04.05.2016, 10:16 Uhr
Erhaltung unserer Landschaft?
Die Landschaft ist doch immer temporär!
Alles bei uns ist menschliches Machwerk, der Harz ist unzählige Male aufgeforstet und wieder abgeholzt.....
Grade wie es dem Menschen gefällt, je nach Zeitgeist oder Bedüfnissen.
Also regt euch nicht auf über die vielen verschiedenen Meinungen, alles ist richtig!

Bis der Supervulkan ausbricht und hoffentlich die Grünen gleich mitnimmt wenn sie gerade einen Feinstaubfilter mit Katalysator für die blaue Unweltplakette daran anbringen wollen!!!!!!
Sonntagsradler 2
04.05.2016, 10:52 Uhr
Frage an die Grünen
Welche Umweltplakette bekommen dann Wiederkäuer?
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