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Mo, 10:48 Uhr
25.04.2016
Faust I und Faust II mit Buffet angerichtet

Eine lange Nacht auf dem Brocken

"Ihr wisst, auf unsern deutschen Bühnen probiert ein jeder, was er mag." – Johann Wolfgang von Goethe, der selbst in Weimar einige Zeit als Theaterdirektor gearbeitet hatte, schrieb diese eigenen Erfahrungen in seinem berühmten „Faust“. Und dieser "Faust" passt schon seit Jahren mit der HSB zusammen...

Gruppenbild vor Faust-Zitaten (Foto: HSB/Bahnsen) Gruppenbild vor Faust-Zitaten (Foto: HSB/Bahnsen)
Sie ließen zur „Langen-Faust-Nacht“ nochmals 10 Jahre „Faust – die Rockoper auf dem Brocken“ Revue passieren v.l.n.r.: Tobias Kascha, HSB; Michael Manthey, Geschäftsführer der Manthey Event GmbH; Rüdiger Simon, Prokurist und kaufmännischer Leiter der HSB; Dr. Dietrich König, ehemaliger Verkaufsleiter der HSB sowie Matthias Wagener, Geschäftsführer der HSB.

In einer rockig vertonten Variante inszeniert die Harzer Schmalspurbahnen GmbH (HSB) dieses Meisterwerk der Weltliteratur sehr erfolgreich seit nunmehr zehn Jahren als „Faust – die Rockoper auf dem Brocken“. Am vergangenen Freitag fand aus diesem Anlass die „Lange-Faust-Nacht“ auf dem Brocken statt.

Mit der Premiere von „Faust – Die Rockoper auf dem Brocken“ startete die HSB im Februar 2006 ein eher ungewöhnliches Experiment für eine Dampfeisenbahn: Die Inszenierung eines der größten Werke der Weltliteratur an einem Originalschauplatz, eingebettet in eine Gesamtveranstaltung mit Dampfzugfahrt.

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Neben der Suche nach einem neuen besonderen Angebot für Einheimische und Gäste des Harzes war auch die bessere Ausfüllung der touristischen Nebensaison im Frühjahr und Herbst Triebfeder für die gemeinsam mit der Berliner Manthey Event GmbH entwickelte Idee. Kreative und durchführende Akteure seitens der HSB waren seinerzeit der damalige Verkaufsleiter Dr. Dietrich König sowie Rüdiger Simon, noch heute kaufmännischer Leiter des Unternehmens. Als weiterer Partner wurde noch der Brockenwirt gewonnen.

Goethes Originaltexte zu Rockmusik und sanften Balladen in Deutschlands höchstgelegenem Theatersaal, dem Goethesaal auf dem Brocken, dazu die An- und Abreise im dampfenden „Mephisto-Express“ mit Hexen und Teufeln Bord und ein teuflisches „Mephisto-Mahl“. Das Rezept aus diesen einmaligen Zutaten ging mehr als auf und übertraf sofort alle Erwartungen. Gleich im Premierenjahr 2006 mussten mehr als doppelt so viele Vorstellungen wie geplant gegeben werden. Der Anfang einer Erfolgsgeschichte, die bis heute mit einer durchschnittlichen Auslastung von über 90 % anhält.

Mehr als 62.000 begeisterte Besucher konnten die HSB und ihre Partner, zu denen seit einigen Jahren auch Radio SAW gehört, bislang begrüßen. Im November dieses Jahres wird der Gast mit der „magischen“ Nummer 66.666 erwartet. Mit „Faust II“ haben HSB und Manthey Event GmbH seit Februar 2010 auch den zweiten Teil der Geschichte als Rockoper erfolgreich auf die Brockenbühne gebracht. Und seit Herbst 2014 gibt es die Veranstaltung auch als speziellen Zuschnitt für Schulen. Jedes Jahr finden seitdem fünf zusätzliche Schüleraufführungen statt, die von den Lehreinrichtungen der gesamten Harzregion sehr gut angenommen werden. Eine außergewöhnliche und attraktiv verpackte Unterrichtsstunde zu einer auch heute noch bestehenden Pflichtlektüre in deutschen Schulzimmern.

Zehn Jahre „Faust – Die Rockoper auf dem Brocken“, am vergangenen Freitag fand zur Würdigung dieses Anlasses die „Lange-Faust-Nacht“ statt. Erstmals wurden dabei beide Teile der Erfolgsveranstaltung hintereinander aufgeführt. In der Pause wurde den Besuchern ein umfangreiches Buffet geboten. Eine buchstäblich lange Nacht für viele langjährige Fans der Rockoper und die zahlreichen begeisterten neue Gäste. Aber auch für das Faust-Ensemble rund um den „Mephisto“ Falko Illing, der seit der ersten Veranstaltung vor zehn Jahren das Publikum immer wieder mit seiner brillant-dämonischen Darstellung des Unterweltfürsten regelrecht euphorisiert.

Zehn Jahre „Faust – Die Rockoper auf dem Brocken“ waren am vergangenen Freitagabend auf dem Brocken aber nicht nur Anlass, auf die letzte Dekade zurück zu blicken. „Für uns ist das Rockspektakel auch zukünftig ein ganz wichtiger Bestandteil unserer breit angelegten Produktpalette. Wir beabsichtigen sogar, das entsprechende Angebot mit noch mehr Aufführungen – auch in der touristischen Hochsaison – weiter auszubauen“ blickte HSB-Geschäftsführer Matthias Wagener in einem Zwiegespräch mit „Goethe“ auf der Bühne voraus.

Die „Lange-Faust-Nacht“ anlässlich des zehnjährigen Rockoper-Geburtstages reiht sich in diesem Jahr nahtlos in verschiedene Veranstaltungen des Jubiläumsjahres „25 Jahre Volldampf in Freiheit“ ein, welches die HSB anlässlich der Wiederaufnahme des Zugverkehrs zum Brocken nach jahrzehntelanger grenzbedingter Unerreichbarkeit und ihrer Unternehmensgründung im Herbst 1991 begeht.
Autor: red

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