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Mo, 12:40 Uhr
04.04.2016
Wirtschaftlicher Ausblick

IHK: TTIP von großer Bedeutung für Unternehmen

Deutsche Unternehmen erwarten für ihre Auslandsgeschäfte in diesem Jahr Licht und Schatten. Die Exporteure blicken zwar auf stabile Geschäfte in Europa und Nordamerika, andere Regionen bereiten ihnen allerdings Kopfzerbrechen. Wichtig für die Unternehmen des Freistaats sei deswegen auch das umstrittene TTIP-Abkommen, meint die Industrie- und Handelskammer...

Zu diesen Ergebnissen kommt die deutschlandweite Umfrage der Industrie- und Handelskammern „Going International 2016“, an der sich über 2.000 Betriebe beteiligten, darunter auch knapp 100 aus Thüringen.

„Für die Unternehmen aus dem Freistaat bleiben Europa und speziell die Länder der Eurozone weiterhin der wichtigste Markt für ihre Auslandsgeschäfte“, stellt Prof. Gerald Grusser, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt, fest. Auch Nordamerika gewinne für Thüringer Firmen weiter an Bedeutung: „Aktuell sind bereits 36 Prozent der befragten Unternehmen dort aktiv. Vor allem in den USA ist die Wirtschaftslage stabil. Die Arbeitslosigkeit in den Vereinigten Staaten nimmt ab und der günstige Eurokurs wirkt sich vorteilhaft auf die Verhandlungsposition der Betriebe aus“, so Grusser weiter.

Internationale Krisen belasten den Export

Trotz guter Geschäfte in Europa und Nordamerika würden aber andere Märkte den Exporteuren Kopfzerbrechen bereiten, etwa wegen der aktuell niedrigen Öl- und Rohstoffpreise. Denn auch wenn deutsche Hersteller von verringerten Kosten profitierten, setze die Entwicklung gleichzeitig rohstofffördernde Staaten mit ehemals starkem Wachstum unter Druck.

„Die Zugpferde der letzten Jahre lahmen, dazu zählt beispielsweise die chinesische Wirtschaft“, kommentiert der IHK-Chef die aktuelle Erhebung. Jedoch auch in anderen Ländern, wie der Ukraine, Russland, der Türkei oder Brasilien, wären die Sorgen deutscher Unternehmen enorm. In den Einschätzungen der Betriebe spiegele sich eine große Verunsicherung aufgrund politischer Instabilität in vielen Regionen wider.

Handelshemmnisse bremsen Export

Eine Belastung für international aktive Unternehmen seien auch zunehmende Handelshemmnisse. Jeder dritte Betrieb berichte, sich Jahr für Jahr mit neuen derartigen Hürden auseinandersetzen zu müssen. So würden Staaten immer kreativer, wenn es darum gehe, den Zugang zu ihren Märkten zu versperren. „Was früher Handelszölle waren, sind heute oftmals unnötige zusätzliche lokale Regulierungen und verstärkte Sicherheitsanforderungen. Dabei können bereits kleine Veränderungen bei Zertifizierungsanforderungen oder Zöllen einen hohen negativen Effekt für grenzüberschreitende Geschäfte bewirken“, berichtet Grusser.

TTIP: Große Bedeutung für Unternehmen

Thüringer Unternehmen exportierten im letzten Jahr Waren im Wert von rund 1 Milliarde Euro in die Vereinigten Staaten. Mit einem Ausfuhrzuwachs von 11,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr sind die USA nach Ungarn zweitwichtigster Handelspartner des Freistaats.

„Knapp die Hälfte der international aktiven Thüringer Unternehmen unterhält Geschäftsbeziehungen mit den USA und die breite Mehrheit davon gibt an, mit Handelshemmnissen konfrontiert zu sein. Die Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP) kann dazu beitragen, bestehende Barrieren abzubauen“, betont der IHK-Hauptgeschäftsführer. Vereinfachungen im Warenverkehr sowie mehr Transparenz bei Regulierungen und Vorschriften hätten für die exportorientierten Betriebe dabei die höchste Relevanz.
Autor: red

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Kommentare
Frank1966
04.04.2016, 13:39 Uhr
Das Wachstumsmärchen
Es ist schon erstaunlich, wie Herr Grusser sich hier äußert. Das lässt schon fast darauf schließen, das hier nur noch rumgeeiert wird, damit man dem Volk noch etwas erzählen kann. Hat der denn nicht wenigstens mal die EU eigene Studie dazu angesehen, welche ein jährliches Wachstum von 0,05 % vorhersagt. Warum wird denn dieser Mist hinter verschlossenen Türen gehandelt, ein extra Raum im Bundestag und Verschwiegenheitserklärungen für die die es lesen. Ist doch allen klar, das das Chlorhühnchen gesund ist und viele Vitamine hat und wenn wir es doch nicht essen, kann uns doch der Ami verklagen. Und mir dann noch erzählen wollen, das eine Volkswirtschaft mit 19 Billionen Dollar Schulden, stabil ist. Das kann man unglaubwürdiger nicht formulieren. Schuldenquote in Deutschland knapp über 70 %, auch weit weg von allem ökonomisch gesundeM HandelN. Krank kranke Welt.
Richtung Osten geblickt gibt es einen Markt, welcher mit Sicherheit mehr als 0,05 % Wachstum jährlich generiert und der Russe verklagt uns bestimmt nicht, wenn wir seinen Wodka nicht trinken. Wieviel Prozent Wachstum hat es denn die Thüringer Unternehmen gekostet, das sich Mutti wieder hörig gibt.
Lieber Herr Grusser, vielleicht einmal darüber nachdenken, welche Wechselwirkungen Mindestlohn und Zweitjob gegenüber Briefkastenfirmen oder Schweizer Bankkonten haben.
Dieses Land ist durch die aktuelle Regierung dermaßen in Schieflage gebracht, welche mir Angst vor der Zukunft macht. Krieg, Flüchtlinge und Chaosmeldungen täglich, mal sehen wann der Michel fällt. Wanken tut er schon lange.
Leser X
04.04.2016, 14:04 Uhr
Lieber Frank 1966...
... ich fürchte, da haben Sie umsonst so viel geschrieben. Zumindest Herr Grusser wird Ihren Kommentar wohl nicht lesen. Diese Propaganda-Meldung wird ganz im DDR-Stil als Rundschreiben an die Medien versandt, um die offizielle und vom Volk entrückte Ideologie zu multiplizieren.

Und ich bin mir sicher, die Schreiber solcher Pamphlete glauben selbst nicht an den Inhalt, sondern führen nur die Befehle der Politik aus, die sie ernährt.
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