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Do, 10:00 Uhr
24.03.2016
Aufruf in der nnz

Anna Mühlhause hat einen Wunsch

Es gibt in diesem Land unzählige soziale Leistungen. Über deren Sinnhaftigkeit kann mitunter gestritten oder diskutiert werden. Wir haben jetzt einen Fall recherchiert, bei dem man durchaus das Vertrauen in den sozialen Staat verlieren könnte...

Anna hat einen Wunsch (Foto: privat) Anna hat einen Wunsch (Foto: privat)
Anna Mühlhause ist eine junge Frau. Sie wohnt in meiner Nähe. Wenn wir uns begegnen, dann strahlt die 17 jährige vor Freude. Sie strahlt eine solche Portion von Lebensfreude und Optimismus aus, dem man sich kaum entziehen kann. Aber Anna hat ein Problem.

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Durch eine Behinderung ist sie an den Rollstuhl gefesselt. Der hält sie nicht davon ab, die zehnte Klasse des Herder-Gymnasiums zu besuchen. Sie will nach dem Abitur Medizin in Jena studieren. Ich bin mir sicher, sie wird das schaffen. Sie ist eine starke Person. Sie hat eine starke Familie an ihrer Seite und hat viele Freunde. Nicht nur in der virtuellen Welt, sondern auch in der realen.

Bis jetzt hatte Anna ein sogenanntes Therapie-Dreirad zum Fahrradfahren. Ein Fahrrad, das hinten zwei und vorne ein Rad hat. "Problem bei der Sache ist allerdings, dass ich nicht in der Lage bin, alleine auf- oder abzusteigen und ich so in meiner Selbstständigkeit enorm eingeschränkt bin. Deswegen kämpfe ich seit nunmehr fast einem Jahr um ein Handbike.", sagt die 17 jährige der nnz.

„Für diejenigen, die sich darunter nichts vorstellen können: Dabei handelt es sich um ein fahrradähnliches Gerät, was einfach vorne an den Rollstuhl angeklemmt wird. Durch zwei Kurbeln, die man mit den Händen “dreht”, wird es dann angetrieben. Dieses Handbike wird mir jedoch - trotz unzähliger Arztbriefe, die sich eindeutig für das Handbike aussprechen und mehrmaligen Widersprüchen bei der Krankenkasse, abgelehnt“, schildert Anna das Problem.

Die Krankenkasse begründet es folgendermaßen: “Für das Handbike gibt es keine eindeutige medizinische Indikation, sondern es dient ausschließlich der besseren Inklusion in die Gesellschaft.“ Deswegen sollen sich Anna und ihre Familie an das zuständige Integrationsamt unserer Stadt wenden. Weiterhin heißt es im letzten Brief der Krankenkasse: “Durch den schon vorhandenen MOTOmed-Bewegungstrainer sei die Anschaffung eines Handbikes aus Sicht der Krankenkasse nicht gerechtfertigt.” Mit dem MOTOmed kann Anna aber nicht raus auf die Straße und demzufolge auch nicht selbstständig zur Schule fahren.

Und so sucht Anna Mühlhause in ihrer charmanten Art nach Sponsoren, die sie und ihre Familie bei der Anschaffung des Handbikes unterstützen können. Aber Anna will auch folgendes klarstellen: "Ich will auf keinen Fall betteln, sondern diese Form des Sponsorings nutzen".

Wer als Privatperson oder als Unternehmen Anna Mühlhause unterstützen will, der kann ihr eine Mail schicken: rocknrollstuhl.info@gmx.de. Auch eine Kontaktaufnahme über die Redaktion der nnz ist natürlich möglich.
Peter-Stefan Greiner
Autor: red

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Kommentare
Herr Taft
24.03.2016, 10:43 Uhr
was soll denn das ?
Gleich kommen sie wieder, all diejenigen, die der Meinung sind, dass das Geld immer falsch ausgegeben wird. Dummerweise sind es genau die gleichen, die sich dann darüber beschweren, wenn Krankenkassen-Beiträge oder sonstiges steigen.

Mein Tip an Anna: Fragen Sie bei anderen Krankenkassen an. Aus eigener Erfahrung (Pflegefall in der Familie) weiß ich, dass es erhebliche Unterschiede gibt. Ich denke, Sie sind mit 17 jungen Jahren familienversichert, so dass es die Versicherung i.d.R. eines Elternteiles betrifft. Viel Erfolg und alles Gute für Sie.
Eckenblitz
24.03.2016, 12:43 Uhr
Darauf habe ich gewartet
Auf so ein DUMMEN Kommentar von @nussbaum und seinen Mitstreitern habe ich gewartet. Sie weisen doch erst darauf hin, wie ungleich die Behandlung der Bürger in Deutschland ist.
Und ja ich bin der Meinung, dass hier etwas ganz gewaltig schief läuft. Die einen bekommen alles, ob nötig oder nicht und die ANDEREN haben eben, das Nachsehen.

Extra für Sie @nussbaum, schreibe ich diesen Satz. „ Wie wäre das Problem gelöst worden, wenn es sich um einen Flüchtling gehandelt hätte. Auf Ihre Antwort verzichte sehr, weil ich schon weiß was Sie schreiben. Frohe Ostern
Ihnen Anna Mühlhause, wünsche ich alles Gute auf ihren weiteren Lebensweg
Gehard Gösebrecht
24.03.2016, 12:50 Uhr
Wo ist da das Problem?
Gebt dem Mädchen das Teil hin und gut ist. Was soll denn dieses ständige Sparen der Kassen an der falschen Ecke?
Was soll diese Anspielung mit der Familienversicherung?
Wenn Jemand aus Absurdistan nach Deutschland kommt und medizinische Hilfe braucht, bekommt dieser diese doch auch.
Oder will mir hier Jemand schreiben, das es für Zugewanderte keine Prothesen und Rollstühle im Bedarfsfall gibt?
Oder weshalb haben die Kassen auf einmal ein Minus?
Weil es auf einmal zu viele Rentner und Arbeitslose in Deutschland gibt?
Ein Lacher ist das hier im Lande.
I.H.
24.03.2016, 12:51 Uhr
Schieben sie ab Overhead
und verschonen Sie den Artikel des Mädchens mit Ihrer Flüchtlingsphobie. Nussbaum hat hier nur einen gut gemeinten Tipp gegeben.
R-Winter
24.03.2016, 12:58 Uhr
Ist so etwas nötig?
Da bittet eine junge Frau um das sponsoring eines Fahrgerätes, welches ihr Mobilität ermöglichen soll, und alles, was euch dazu einfällt, ist gleich wieder die Flüchtlingskeule 'rauszuholen? Ihr habt ja, verzeiht bitte diese offenheit, 'nen Knall.

Zur Sache: die Krankenkasse schreibt allen Ernstes, sie würde das handbike nicht bezahlen, weil es (ich umschreibe es salopp) "lediglich" einer besseren Interation in die Gesellschaft dient...?! Was gibt es denn Wichtigeres als eine gesellschaftliche Integration? Die Krankenkasse hat auch 'nen Knall.
Franz Tabak
24.03.2016, 14:37 Uhr
Der Knall!
Endlich muss ich Herrn Winter mal Recht geben, auch wenn er in der NNZ sonst viel belangloses schreibt.

Ja, Egon O. alias Ex-Stübner und so weiter, sowie Axel "nussbaum" Schwarzberg schreiben mal wieder Blödsinn statt vernünftige Lösungsvorschläge zu machen! Bei diesen beiden Herren kann man jedoch nichts anderes erwarten, lesen Sie doch mal die anderen Kommentare von diesen Mitmenschen!

Allerdings würde mich auch die Meinung der Politikerriege hierzu interessieren oder haben unsere Politiker mal wieder "wichtigeres" zu tun? Möglicherweise weiß ja neben Egon O. und nussbaum auch Herr Winter hier weiter, denn ich habe gehört, Sie haben gute Verbindungen zur nordhäuser Politriege!

Ihnen, werte Anna, wünsche ich für Ihrer Zukunft alles erdenklich Gute und viel Erfolg bei der Spendenaktion!
Peter59
24.03.2016, 15:13 Uhr
Umverteilung
Wenn man das ganze Geld nicht in Asylbewerber stecken würde, hätten die Stadt und der Landkreis genügend Geld für das Kind, den Wunsch kann ich verstehen..... Wir haben aber "Besseres" vor, Ein typisches Beispiel, wie mann die eigenen Leute hinten ansetzt, Macht weiter so, die Wahlquittung kommt. Vielleicht hätten Herr Jendricke oder Herr Zeh mal Lust für einen Fototermin bei der Übergabe eines solchen Gerätes......
Sonntagsradler 2
24.03.2016, 15:43 Uhr
Alles schon wieder
mit Flüchtlingen zu hinterlegen. So ein Quatsch!!!!!
Das Mädchen bzw junges Frau braucht Unterstützung für den kauf des fahrades .Keine sinlose Texte oder gutgemeinte Ratschläge.
____________________________________________________
Anmerk. der Red.: Die Diskussion ist beendet
emmerssen
24.03.2016, 17:00 Uhr
Vielleicht...
könnte da die MDR Sendung ,,Mach dich ran'' etwas bewegen. Mario Richart und sein Team haben schon vielen geholfen.
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