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Di, 21:11 Uhr
22.03.2016
Über 400 infizierte Mails in einer Stunde

Immer wieder Hackerangriffe

Auch gut drei Wochen nach den ersten Angriffen, attackieren Hacker weiter die Ellricher Stadtverwaltung mit verseuchten E-Mails. „Am Donnerstag vergangener Woche war es wieder ganz heftig“, beschreibt Fred Friedel den erneuten Hackerangriff...


Der Administrator zählte 341 mit Viren infizierte E-Mails in einer Stunde. Wie schon bei den ersten Angriffen vor knapp drei Wochen handele es sich vor allem um die Viren Locky und Tesla Crypt, berichtete Friebel.

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Die Schadsoftware versteckt sich dabei in E-Mail-Anhängen. Sobald dieser Anhang geöffnet wird, wird der Virus aus dem Netz nachgeladen. „Locky“ befällt beispielsweise Windows-Rechner, verschlüsselt dann wichtige Dateien und fordert von den Opfern Lösegeld.
Zuletzt hatten die Hacker sogar E-Mails mit der Administratorkennung versendet, quasi so, als sei Friebel der Absender. „Das sind ganz üble Tricks. Allerdings habe ich auch wie alle anderen Verwaltungsmitarbeiter eine E-Mail, die sich aus meinem Namen zusammensetzt. Aber das konnten die Hacker nicht wissen“, sagt der Systemadministrator des IT-Verbundes Nordthüringen. Zu diesem gehören neben Ellrich auch die Verwaltungen von Werther und Heringen.

Wer hinter den Angriffen steckt und wie lange diese noch dauern, kann momentan niemand sagen. „Ein Ende ist jedenfalls nicht absehbar“, sagt Friebel. Die Server, von denen die E-Mails geschickt wurden, stehen in Australien, Singapur und Malaysia. Deutschlandweit gibt es seit einigen Wochen immer wieder gezielte Angriffe mit Schadsoftware auf Verwaltungen, Krankenhäuser oder öffentliche Einrichtungen.

Als Vorsichtsmaßnahme ist der E-Mail-Verkehr daher mit der Ellricher Stadtverwaltung weiterhin nur eingeschränkt möglich. Alle E-Mails, die Office-Dokumente der Anwendungen Word, Excel und PowerPoint enthalten, werden sofort gelöscht. So konnte bisher Schaden verhindert werden. „Um eine Zustellung an die Mitarbeiter sicherzustellen, versenden Sie beigefügte Anschreiben, Texte und Tabellen derzeit bitte ausschließlich im PDF-Format“, bittet Friebel daher auf der Internetseite der Stadt Ellrich.
Susanne Schedwill
Autor: red

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Kommentare
Gehard Gösebrecht
23.03.2016, 11:51 Uhr
Und wie sicher sind Pdf Dateien?
Gerade Adobe verschickte in den letzten Wochen, ein Si-Update nach dem anderen.
Was ist denn überhaupt noch sicher im Netz?
Nervling
23.03.2016, 15:50 Uhr
Och wie süß
Och wie süß, 341 Stück die Stunde. Hier geht die Hundertfache Menge durch und das ist mitnichten ein Angriff und auch nichts was man aufwändig abwehren müsste. Ein bisserl gesunder Menschenverstand reicht aus um das unwirksam werden zu lassen.

Oder man sorgt einfach als Sysadmin dafür dass die verseuchten schon bevor sie beim Mitarbeiter landen isoliert bzw. ggf. gelöscht werden. Da das aber normale Alltagsaufgaben sind verstehe ich nicht warum man darüber einen Text verfassen muss.

Ein Klempner rennt doch auch nicht jedes Mal wenn er ein Rohr gewechselt hat zu einem PR Schreiberling und lässt sich nen schönen Text verfassen um die Welt daran Teilhaben zu lassen.

Auch sind das keine Hacker und schon gar nicht haben sie es speziell auf die Stadtverwaltung abgesehen, das ist (leider) ganz normales Hintergrundrauschen.
Administrator Absenderadressen sind genauso normal wie die von vermeintlichen Netzwerkdruckern, da ist kein Böser Hacker am Werke der das speziell anpasst im Gegenteil, das läuft alles vollautomatisch. Die Drücken nur auf einen Senden Button und schon sind ein paar Millionen Emails unterwegs.

Sorry, aber das ist und bleibt einfach nur Schleichwerbung für den IT Verbund aber ganz sicher keine nötige Pressemitteilung.
Sie verfehlt nur leider ihren Zweck, in der Verlautbarung riecht es nach Panikstimmung die erstens nicht nötig ist bei so einem alltäglichen Kleinkram und zweitens bei ner IT Firma vollkommen fehl am Platz ist ;)

Also wenn schon Werbung, dann kennzeichnet das Bitte. Danke !
ff-dabei
23.03.2016, 17:45 Uhr
Stellungnahme
Sehr geehrter Nervling,

zu Ihrem Beitrag einige Anmerkungen:

Wir sind keine Firma, sondern ein reiner IT-Zweckverbund von Kommunen, die beiden Administratoren sind langjährige fest eingestellte Verwaltungsmitarbeiter der beiden angeschlossenen Städte. Werbung für uns zu betreiben, macht also keinerlei Sinn, das hätte man, gestatten Sie mir die Anmerkung, aber auf sehr einfachem Wege herausfinden können.

Auch stammt der Text, wie man eigentlich unschwer erkennen kann, nicht von mir, sondern Frau Schedwill befragt mich im Vorfeld der Ellricher Stadtratssitzung kurz zum aktuellen Stand, bezugnehmend auf ihren Artikel vom 24.02.2016. Die Initiative zu dem Beitrag ging also weder von uns aus, noch haben wir um einen entsprechenden Artikel gebeten, dass die nnz gern aufgegriffene Themen aktualisiert, ist verständlich und absolut legitim.

Zu allen anderen Anmerkungen Ihrerseits bin ich gern bereit, mich mit Ihnen zu verständigen, sofern ein tatsächliches fachliches Interesse an der Thematik besteht.

Fred Friebel
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