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Mo, 06:56 Uhr
21.03.2016
nnz-Forum

Sind 100.000 Euro Peanuts?

In Fragen der anstehenden Wahl eines Nachfolgers oder eine Nachfolgerin für Jutta Krauth in der Kreisverwaltung sind 100.000 Euro anscheinend wirklich nur Peanuts, jedenfalls in den Augen von Egon Primas. Zu dieser Ansicht ist ein Leser der nnz gekommen und hat sich dazu seine Gedanken gemacht...


In der nnz vom 16.03.2016 ist zu lesen: „Egon Primas ist es sowieso egal, ob 100.000 Euro mehr oder weniger an Personalkosten zu Buche schlagen.“ Schließlich ist es unser aller Geld, was da ausgegeben wird. Einen Tag früher kann man folgendes lesen: „Schließlich brauche man stabile Mehrheiten. Das sei wichtiger als 100.000 Euro hin oder her, da interessiert Herrn Primas auch das Landesverwaltungsamt nicht.“

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Bei solchen Äußerungen fallen mir doch gleich einige Fragen an Herrn Primas ein. Herr Primas wissen sie, dass das Landratsamt 2015 rund 750.000 Euro bei den Kosten für die Unterkunft und Heizung für Hartz-VI-Empfänger gespart hat? Meinen Sie, aus diesem Grund könnten Sie mit den Euros um sich werfen. Ja so ist das, mit den Hartz-VI-Empfängern und ihren Mietkosten. Hier gibt es Vorgaben die 2013 vom Kreistag beschlossen wurden.

Die liegen zum Beispiel zwischen 4,28€ in Sollstedt und 4,51€ in Nordhausen. Das Kreisgebiet wurde auch noch einmal in verschiedene Regionen unterteilt. Wenn ein Bedürftiger diesen Betrag überschreitet, bekommt er Probleme mit dem Jobcenter. Er wird dann aufgefordert diese Kosten innerhalb einer gewissen Zeitspanne zu senken. Entweder er sucht sich eine billigere Wohnung, die fast nie zu bekommen ist, da diese durch die Geflüchteten schon belegt sind. Als Alternative gestattet man ihm die Differenz von den Leistungen zum Lebensunterhalt zu begleichen. Wie er das dann macht ist sein Problem.

Da ist noch so eine Frage über die ich gern eine Auskunft hätte: Ist es wahr, das man bei Migranten eine Ausnahme bei der Höhe der Mietkosten macht? Mir ist zu Ohren gekommen, dass man hier weitaus höhere Summen zur Verfügung stellt? Liegt es vielleicht daran, dass die Kosten für die Migranten vom Bund getragen werden und die Kosten für alle anderen Bedürftigen vom Landkreis getragen werden müssen?

Sollte das stimmen, dann kann ich verstehen, dass der Kreis alle Migranten selber in seinen eigenen Gebäuden unterbringen möchte. Das ist doch ein lukratives Geschäft.

Karikatur (Foto: Harald Buntfuß) Karikatur (Foto: Harald Buntfuß)
Und wie sieht es denn mit der Erhöhung der Kosten für die Unterkunft und Heizung aus? Es wurde doch bei der letzten Erhöhung 2013 im Kreistag auch beschlossen, dass alle zwei Jahre eine weitere Anpassung an die realen örtlichen Mieten erfolgen soll. Wenn ich mich nicht irre, sind inzwischen mehr als zwei Jahre vergangen und von einer Erhöhung ist weit und breit nichts zu hören. Einen Mietspiegel gibt es im Kreis Nordhausen auch nicht.

Auf Nachfragen bekommt man die lapidare Antwort, es bestehe kein Bedarf. Darüber sollten sie einmal nachdenken, bevor sie 100.000 Euro für eine/n zweiten Beigeordnete/n aus dem Fenster werfen. Tun sie endlich mal etwas Gutes für das Volk, denn sie möchten doch wieder gewählt werden. Ich erwarte ihre Antwort.
Harald Buntfuß
Autor: red

Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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Kommentare
Schultze
21.03.2016, 07:41 Uhr
Klage einreichen !!
Es ist traurig das für Flüchtlinge auf einmal so viel Geld da ist aber für deutsche Harz4 Empfänger nicht. In Nordhausen hatte man einem alkoholkranken Hartz4 Empfänger die Wohnungskosten gestrichen, weil er auf Briefe nicht reagiert hatte und nicht immer zu hause war. Den hatte man dann tot in der Altstadt in einer Ruine gefunden. NNZ hatte davon berichtet. Hätte er nicht eher Hilfe gebraucht statt im Sparkurs zu versuchen soviel wie möglich Geld bei Hartz4 Empfängern zur Einsparung zu kürzen? Wird ja gern gemacht Leute mit Einsparungen aus Hartz4 zu drängen mit Kürzungen unzumutbaren 1 Euro Jobs usw. Wer nicht hingeht bekommt kein Geld mehr und geht dann vor die Hunde. Das müsste man alles verbieten. Die 1 Euro Jobs nehmen teilweise reguläre Arbeitsplätze weg, obwohl sie das ja nicht dürfen und wo sind die Menschenrechte wie man sie den Flüchtlingen zugesteht für die deutschen Bürger? Für Flüchtlinge sprudelt das Geld nur so. Ich kann nur jedem empfehlen der keine Wohnung in der Preislage findet, weil es nicht genug solcher Wohnungen gibt, Klage gegen das Jobcenter einzureichen wen die einzig gefundene Wohnung etwas teurer ist. Das kostet beim Sozialgericht nichts und hat sehr gute Aussicht auf Erfolg wenn man beweisen kann das es keine freien Wohnungen in der von Hartz4 bewilligten Höhe gibt.
Leser X
21.03.2016, 09:54 Uhr
Vorwurf an alle Betroffenen
Ich schreibe es ja ungern. Aber es gibt leider in Deutschland nur eine gering ausgeprägte Kultur des Widerstandes gegen die Kahlschlagpolitik des Staates.

Was hingegen weit besser funktioniert, das ist die Wut auf diejenigen, die von außerhalb kommen und denen geholfen wird.

Liebe Leute, ich kann Euch manchmal nicht verstehen. Warum schließt Ihr Euch denn nicht zusammen und geht gegen diese Politik(er) auf die Straße, die Euch arm machen? Worauf wartet Ihr?
Nordhäuser Freiheit
21.03.2016, 10:10 Uhr
@leser x: Gegen das System von Egon Jendricke und Matthias Primas kommt niemand an
Dieses System ist weit vernetzt und durchdringt alle Bereiche des Lebens. Dieses System wird dank zusätzlicher privater Familienbanden auch an die nächste Generation vererbt.
Leser X
21.03.2016, 10:30 Uhr
Nordhäuser Freiheit...
... dieses System heißt doch nicht Jendricke oder Primas. Lassen Sie doch mal die kleinen Provinzfürsten außen vor, die sind nur kleine Zahnräder eines kranken Systems.

Das System heißt hemmungsloser Kapitalismus. Das System besteht aus einer Welt und einem Europa, das seine Banken mit immer billigerem Spielgeld versorgt, mit dem unser alles Zukunft verramscht wird.

Das System ist immer hemmungsloserer Reichtum für wenige und immer mehr Kriege, die mit immer mehr nationaler und internationaler Armut zu bezahlen sind.
Nordhäuser Freiheit
21.03.2016, 11:01 Uhr
@leser X: Kleine Rädchen?
Ja, Ihrer Grundintention gebe ich Ihnen Recht.

Doch es sind die "Provinzfürsten" , die ganz unmittelbar in das Leben der Menschen eingreifen. Berlin und Brüssel sind sehr weit weg.

In der "Provinz" geht es um bezahlbare Kita-Plätze, Aufträge für Handwerker, ordentliche Straßen und um die soziale Grundversorgung. Hierbei haben die Provinzfürsten erhebliche Gestaltungsmacht.

Für Nordhausen lässt sich konstatieren, dass diese Provinzfürsten von Nüßle bis Jendricke und ihre Affären und juristischen Verwicklungen eine Riesenbelastung sind und eine Bürde für die Menschen sind.

Fragen Sie doch mal, was die Bürger sagen: Bei solchen Skandalen wäre Otto Normalverbraucher längst gefeuert, in Nordhausen steigt man auf. Jegliche Selbstreinigungskräfte fehlen im "Nordhäuser System" .
Eckenblitz
21.03.2016, 12:39 Uhr
2015 rund 750.000 Euro eingespart
Bei den ÄRMSTEN der ARMEN kann man kräftig sparen, da hat man keinerlei Probleme, da hat man immer wieder Ideen, um den Personen noch mehr abzupressen, oder nicht?
Viele der Damen und Herren Kreistagesmitglieder wollen einen zweiten Beigeordnede/ten. Dazu habe ich einen Vorschlag. Warum zahlen nicht alle Mitglieder von Ihrem Gehalt, Zuschüssen und sonstigen Aufwendungen, Geld auf ein Konto ein und davon werden dann alle unnützen Posten bezahlt?
Sie sollen einmal sehen, wie schlank der Kreistag samt seinen KOSTSPIELIGEN Anhang wird. Übrigens, auf eine Antwort werden Sie lange warten, Herr Buntfuß. Sie werden doch nicht im Ernst erwarten, dass sich einer von denen da OBEN auf eine Antwort einlässt und schon gar nicht ein Herr Primas, oder doch?
Mister X
21.03.2016, 12:52 Uhr
Was sagt Herr Primas???
"Schließlich brauche man stabile Mehrheiten. Das sei wichtiger als 100.000 Euro hin oder her." Um den ganzen Müll im Kreistag durchzuwinken, benötigt man natürlich STABILE MEHRHEITEN, (ich hätte fast gesagt gekaufte) das ist natürlich nicht so. In den hiesigen Kreistag herrscht Zucht und Ordnung, dass will ich jedenfalls hoffen, oder sollte ich mich da irren?
Waldemar Ceckorr
21.03.2016, 13:09 Uhr
für zucht und ordnung
im kreistag sorgt unser landrat matthias jendricke, der zeigt da nämlich klare kante.

weiß der waldi
Harzer_jung
21.03.2016, 14:09 Uhr
@Waldemar Ceckorr | für zucht und ordnung
sorry das kann die CDU Erfurt besser:-)

Olaf Zucht dessen Wahlmotto war :

Mit Zucht für Ordnung und Sauberkeit!
Real Human
21.03.2016, 14:13 Uhr
@ Leser X: Genau das ist des „Pudels Kern“!
Wenn es auf der Welt nicht diese hemmungslose kapitalistische Gier geben würde, sich auf Kosten seiner „Nächsten“ (Pfaffensprache) zu bereichern, hätten wir weder eine Flüchtlingskrise, die erst auf dem Weg zur Katastrophe ist, noch hätten wir ein eigenes Armutsproblem!

Es ist leider illusorisch, darauf zu hoffen, dass die große Masse des einheimischen „Prekariats“ das jemals begreifen wird. Sie werden eben nicht DIE LINKE – als kleinstes Übel(?) – sondern die Hetzer und Demagogen von der AfD wählen! (Bin mal auf das für den April angekündigte Programm der AfD gespannt!)

In meiner Verzweiflung darüber hoffe ich deshalb schon auf Google und die Technologische Singularität (https://de.wikipedia.org/wiki/Technologische_Singularität), denn wir können momentan überhaupt nicht ermessen, welche Folgen es haben könnte, wenn sich statt der einen Million Flüchtlinge Zigmillionen auf den Weg nach Europa machen werden.

Beim Heiligenstädter Frühjahrsputz am vergangenen Sonnabend habe ich mit Manfred Grund kurz über dieses Thema gesprochen. Seine Reaktion sinngemäß: „Hoffentlich muss ich das nicht mehr erleben!“ (Übrigens noch mal schönen Dank für den Kaffee im Imbiss "bei Stephan" und Ihre Zeit für das Gespräch beim Mülleinsammeln mit mir! Die Fahrt nach Berlin spare ich mir. Wozu haben wir Breitbandinternet?)

Leider habe ich jetzt eine neue Untergruppe natürlicher Hubots entdeckt: Die Politbots

Definition:
Natürliche Politbots sind Politiker, die im Dienste von sehr mächtigen Menschen (oder Menschengruppen) stehen. Vor allem über eine organisierte Lobby versuchen diese Eliten ihre politischen Interessen durchzusetzen. Ihre Politbots müssen dabei aber stets den Anschein erwecken, dass sie die Interessen möglichst vieler einfacher Bürger vertreten würden (mindestens 5%).

@ Overhead: In allen Volksvertretungen sollte es eine feste Anzahl an Sitzen geben und keine „Überhangmandate“! Am Wichtigsten: Wenn z.B. nur 50% der Wahlberechtigten zur Wahl gehen sollten, dann sollten die restlichen 50% der Sitze leer bleiben! Das wäre ein echter Leistungsansporn für die „Politische Klasse“! (Von einer Wahlpflicht halte ich gar nichts. Oder sollen etwa Leute, die selbst nicht wissen, was sie wollen, wählen dürfen?)
H.Buntfuß
21.03.2016, 16:36 Uhr
Hallo Jörg
Der Gedanke mit dem „Politbots“ ist sehr zutreffend. Wenn man dem GRÖSSTEN Teil der Politiker so zuhört, kommt man schon auf den Gedanken, sie alle spulen nur ein bestimmtes Programm ab. Sie dienen einem bestimmten Kreis von Lobbyisten. „Wenn z.B. nur 50% der Wahlberechtigten zur Wahl gehen sollten, dann sollten die restlichen 50% der Sitze leer bleiben! Diese Idee finde grandios, da müssten sich der große Teil der Politiker/innen wirklich bemühen, bessere Arbeit zu Leisten und nicht nur die Hand ausstrecken zum sogenannten Zahltag. Es ist schon sehr deprimierend, wenn man als Zuhörer in einem Sitzungssaal sitzt.
geloescht.20220103
21.03.2016, 17:16 Uhr
Ein sehr aufschlussreicher Artikel
Ein guter Artikel Herr Buntfuß, aber eine Antwort von den Politbots, wie sie @ Joerg B. nennt, werden Sie mit Sicherheit nicht bekommen. Wissen Sie überhaupt, dass die „NNZ“ das größte Ärgernis in der Region ist. Wenn man seitens der POLITIK könnte, wie man will, gäbe es diese Zeitung schon lange nicht mehr. Zumindest würde man die Kommentarfunktion sehr einschränken. Zugelassen würden dann nur Kommentare mit Klarnamen, damit man jederzeit auf den Verfasser zugreifen könnte, oder nicht? Ich selber weiß, dass die „NNZ“ wie ein ROTES Tuch auf viele Politiker/innen wirkt. Ich wünsche mir nur, dass dieses Blatt noch sehr lange gibt, oder nicht liebe Leser?
Schultze
21.03.2016, 18:26 Uhr
@Joerg wählen?
@Joerg warum sollte man die Linken wählen die sind doch mit an der Macht und haben das Chaos mit verursacht. Wir hatten doch eine Linke Landrätin die für einen Ministerposten alles im Stich gelassen hat. Ich würde wenn ich links wäre nichtmal links wählen weil die Linken Helfer mit aktiv die Flüchtlinge in Massenunterkünfte stecken obwohl es andere Möglichkeiten in Wohnungen gibt. Neue Parteien müssen her da ist mir deren Wahlprogramm fast egal. Hauptsache es gibt Änderungen und die Klicke der Altparteien lernt mal das das Volk auch noch da ist.
Janko
21.03.2016, 20:17 Uhr
prima, schultze:
Genau damit hat eine partei wie die AfD euch gekriegt: "andere partei, sch**ßegal, was sie will, hauptsache veränderung!"

Haben Sie das parteiprogramm - oh, verzeihung, das noch nicht beschlossene parteiprogramm - gelesen, bevor Sie bei denen Ihr kreuz gemacht haben? Von wegen "wir vertreten die Kleinen des volkes". Abschaffung von hartz4, (wieso sollen diese faulen säcke geld vom staat bekommen), abschaffung von kranken- und rentenversicherung (wer krank oder rentner werden will, hat selbst schuld), abschaffung der gleichberechtigung der frau (denn diese hat, nach AfD-vorstellungen, ohnehin hinter den herd zu gehören und kinder zukriegen, denn:) abschaffung der gleichbehandlung homosexueller, abschaffung der meinungsfreiheit (ja, genau, die AfD, welche so vehement für eben diese einzutreten scheint, denn: sie will einen gleichgeschalteten öffentlichen rundfunk - ou, war da nicht was mit "lügenpresse"? nun, die hat die AfD ja damit unter kontrolle), abschaffung von nicht-deutschen künsten in darstellender und bildender kunst, legailisierung des waffenbesitzes (jeder besorgte bürger hat dann das recht, eine faustfeuerwaffe zu führen. prima. genau das brauchen wir) und so weiter und so fort.

Haben Sie noch nie etwas von gehört, nicht wahr? Naja, auf den ruf "merkel muss weg, denn die flüchtlinge müssen weg" anzuspringen ist ja auch einprägsamer, als sich mit allen aspekten einer partei auseinanderzusetzen. da macht man schon mal ein kreuz hinter der legalisierung des waffenbesitzes Ihres nachbarn. Hoffentlich haben Sie nie Ihre musik zu laut.
Eckenblitz
21.03.2016, 20:23 Uhr
Ich weiß nicht…..
ob das so einfach ist, nur weil „DIE LINKE“ und andere Parteien nichts taugen, einfach eine andere Partei zu wählen, bei der einem das Wahlprogramm völlig egal ist. Machen Sie sich das nicht ein wenig zu einfach, ist das Programm einer Partei nicht sehr wichtig, um sie einschätzen zu können?

Schauen Sie sich doch einmal um, wie viel Parteien es in Deutschland schon gibt und wie viele sind dabei, die Sie nicht wählen würden, nur weil ihr Programm eine Lachnummer ist. Also ich finde eine Partei oder Gruppierung sollte schon ein bestimmtes Programm haben, mit dem man sich anfreunden kann.

Eine Partei ohne Programm, kann man doch nicht für regierungsfähig halten, oder doch? Ich habe nichts gegen neue Parteien, in einem haben Sie Recht die ALTEN Parteien sind seit langem schon nicht mehr zu ertragen, sie arbeiten mehr gegen das Volk und denken nur an ihren eigenen Vorteil.
Franz Tabak
21.03.2016, 20:46 Uhr
Wenn das stimmt...
"...das man bei Migranten eine Ausnahme bei der Höhe der Mietkosten macht? Mir ist zu Ohren gekommen, dass man hier weitaus höhere Summen zur Verfügung stellt?" kommt in meinen Augen dann fast einer Diskriminierung gleich.

Ist dies wirklich so gewollt?

Ihr Statler Waldorf
Real Human
22.03.2016, 08:30 Uhr
„Schlimmer geht’s immer!“
@ Schultze: Sehr bedenkenswert, was Sie in den sechs Zeilen verpackt haben!

Ich hatte in meiner WASG-Zeit mit der Nordhäuser Linken zu tun. Als die Straßenproteste gegen die Agenda 2010 längst voll im Gange waren, hatten diese „linken“ Provinzpolitiker nichts Besseres zu tun, als ihren genial schwachsinnigen „Roten Deal“ mit der Schröder-SPD zu propagieren.

Ansonsten wäre ich vielleicht „bei der Stange geblieben“. Man sollte allerdings anerkennen, dass es in den höheren Regionen dieser Partei vernünftigere Leute als diese Schrebergartenphilosophen gibt, die nicht nur ich als Überbleibsel des Honeckerregimes wahrgenommen habe. Karriere geht ihnen auch heute noch vor Katastrophe. Genau deshalb sehe ich DIE LINKE auch heute noch als kleinstes ÜBEL an. (Aber eben das kleinste!)

Dank der Fünf-Prozent-Hürde ist die Menüauswahl für die Bürger aber nicht besonders reichhaltig. Die Piraten waren die Partei, die sich am intensivsten mit dem technologischen Wandel beschäftigt hat. „Piraten“ ist für das politische Geschäft aber schon ein sehr unglücklich gewählter Name, denn in Wirklichkeit betreiben die Altparteien das Geschäft von Piraten. Sie schippern mit dem Christogramm (https://de.wikipedia.org/wiki/Christusmonogramm) bzw. mit der roten Arbeiterfahne durch die europäischen Gewässer.

In Wirklichkeit stehen aber hinter jedem ihrer Matrosen drei „Piraten“ mit entsicherter Pistole, nämlich die Lobbyisten der Großkonzerne, Banken, Versicherungen usw.! Sollte wider Erwarten DIE LINKE mal eine größere Rolle spielen, werden auch deren Abgeordnete sehr schnell diese mächtigen Argumente in ihrem Rücken spüren. (Wenn das nicht jetzt schon der Fall ist.)

Wer für die Abschaffung der Fünf-Prozent-Klausel ist, gegen den wird sofort mit den Erfahrungen aus der Weimarer Republik argumentiert.

– Schnitt –

Und jetzt noch die fast unlösbare Flüchtlingskrise und das Chaos der 29 EU-Mitglieder! Die Situation schreit für viele Bürger geradezu nach „starken Männern“ – nach (scheinbaren) Alternativen für Deutschland. Dabei gab es bis jetzt ZUM GLÜCK noch keinen schweren islamistischen Anschlag in Deutschland.

Auch die Probleme mit dem muslimischen Glauben halten sich noch in Grenzen. Der Konflikt besteht nicht so sehr zwischen Christen und Muslimen, sondern zwischen Atheisten und muslimischen Religioten. Auch deshalb ist die Aversion gegen Muslime im atheistischen Osten Deutschlands weitaus größer als im „gutbügerlichen“ Westen.

Zur AfD:
Ich glaube, @ janko hat dazu den „richtigen Riecher“! Mit der NSDAP fing es auch – verglichen mit der Gewalttätigkeit des erst kurz zuvor beendeten 1. Weltkriegs – ziemlich harmlos an. Ich kenne auch das offizielle Programm der AfD noch nicht, aber was ist schon ein Parteiprogramm verglichen mit der darauf folgenden politischen Praxis? Und ihr Personal? Äußerste Vorsicht! Da bin ich, wenn es keine anderen Alternativen gäbe, lieber ein Fan von Merkel!

@ Overhead:
„Schlimmer geht’s immer!“ Vor dem 1. Weltkrieg haben sich Viele nach einem „reinigenden Gewitter“ gesehnt, und gehofft, damit würden die Verkrustungen des Kaiserreiches endlich beseitigt. Das Ergebnis war ein Jahrhundert der Katastrophen, das wir nach dem 16. Juli 1945 nur mit verdammt viel Glück bis heute überlebt haben.
Tor666
22.03.2016, 11:51 Uhr
Zur AfD
Diese völlig an der Realität vorbeigehende Einschätzung hat sehr groteske Züge angenommen. Es ist einfach geistig arm, eine Partei nieder zu machen, weil sie das Wort Heimat noch kennt. Lächerlich. Jeder, der diesen Quatsch wie NSDAP Vergleich schreibt, macht sich lächerlich. Ihr tutet damit ins gleiche Horn wie der Zentralrat der Muslime. Bei denen habe ich sogar noch Verständnis, geht doch ein Stück weit "wir können machen was wir wollen, der Staat verschweigt, guckt weg, verheimlicht" verloren. Die AfD hat bspw. nie gesagt, dass Flüchtlinge keine Hilfe bekommen sollen. Es ist so schizophren in diesem Land. Laut Umfrage in Baden-Württemberg waren 34% AfD Wähler mit Migrationshintergrund! Alles Nazis oder was?
Wer es gut heißt, wenn über 2 Mil. Migranten unser Land in Beschlag nehmen, dem sei es vergönnt. Gestern kam die Statistik raus. Über 2 Mill. Naja, dann der Familienzuzug, auf welche Zahlen werden wir kommen? Und wie viele davon werden unser Land bereichern, wie viele wandern ins Sozialsystem?

Natürlich muss die AfD wachsen, es ist eine junge Partei mit dem großen Problem: Jeder Mensch wird geächtet, wenn er sich darin arrangiert. So kann man natürlich die Meinungsfreiheit einschränken, ohne dafür Gesetze zu machen. Es funktioniert, eh sich so mancher kluge Mensch seine wirtschaftliche Existenz zerstören lässt, schweigt er und reiht sich ein in die Herde. Und zu dem geschriebenen Wort in Parteiprogrammen: Was nützt es, wenn sowieso alles gedreht wird wie man es braucht? Gelogen, verbogen, bis zum Verfassungsgericht per Parteigenossen das Recht gebeugt? Nichts.

Zu Frau Merkel: Die Lösung soll also sein, dass wir 400000 oder 500000 Flüchtlinge jährlich in die Vollversorgung aufnehmen, dazu kommen noch Kurden und Türken wie sie lustig sind? Also bitte, ich nenne es irre. Wo soll das denn hinführen?
Ra1n3R
22.03.2016, 12:00 Uhr
Was hat...
... der 1. und 2. WK mit dem Thema oben zu tun? Da kommt mir der alte DDR-Witz mit Fidel Castro in den Sinn, der ja offensichtlich für manche ein kubanischer Stehgeiger war...
Mister X
22.03.2016, 13:08 Uhr
@Statler Waldorf
Wenn das so stimmt, dass man für Flüchtlinge mehr Geld zum Anmieten einer Wohnung zur Verfügung stellt muss man sich wirklich fragen, was das für Politiker/innen sind? Es kann doch nicht sein, dass man das eigene Volk so verprellt, oder?

Aber es schon so, die Politiker/innen glauben wirklich schon, sie sind berufene Götter, jedenfalls handeln sie so, oder nicht? Ihr eigenes Volk pressen sie mit Steuern und sonstigen Abgaben aus. Von den meisten sind die Damen und Herren der Politik ja befreit und haben deshalb gut lachen und können mit dem Steuergeldern um sich werfen, wie sie wollen, oder nicht?

Man stellt die Deutschen als reiche Nation hin und dass ist schon ein großer Fehler, die einzigen die Superreich sind, das sind die OBEREN zehntausend und dazu gehört auch so manch Politiker, dank der Lobbyisten, nicht wahr? Und wir wundern uns über eine Politik die gegen das Volk regieren, warum eigentlich?
Herr Taft
22.03.2016, 13:24 Uhr
@Tor666 - bitte
...so wie Sie sich für die AFD ins Zeug schmeissen, Können Sie uns doch bestimmt den Entwurf des Parteiprogrammes (Janko hat ja ein paar Auszüge dargestellt) erklären....

Mal ehrlich, dass kann doch unmöglich Ernst gemeint sein....

Zum Thema: Ist es wirklich so neu, dass versucht wird Einfluss zu nutzen ? Der Mensch ist und bleibt Egoist, daran sind schon ganze altruistische Weltanschauungen zugrunde gegangen. Marx und Engels Gedankenspiele waren gut und schön, nur leider gibt es die Protagonisten für die Umsetzung der Theorie nicht.
geloescht.20220103
22.03.2016, 17:15 Uhr
@nussbaum
Ich muss mich schon wundern. In Ihrem zweiten Absatz, haben Sie etwas geschrieben, worin ich mit Ihnen konform gehe. Das will schon etwas heiße.

Es ist nur so, dass die Macht- und Geldgier bei vielen Damen und Herren der Politik besonders ausgeprägt sind, oder liege ich da falsch?
Tor666
22.03.2016, 17:56 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Verstoß gegen AGB
Alex Gösel
22.03.2016, 18:44 Uhr
Herr Buntfuß,
das sind ja erschreckende Aussagen die Sie hier machen. Hoffentlich haben Sie richtig recherchiert!

Aber eine Antwort von den Parteimitgliedern und -fans dürfen Sie und wir alle eher nicht erwarten!
Janko
22.03.2016, 20:15 Uhr
@tor666
oh je...
nach der offenen, und eigentlich objektiv und ruhig beantwortbaren frage, was bestimmte punkte im parteiprogramm der AfD im klartext zu bedeuten haben, wird die antwort des AfD-anhängers wegen verstoßes gegen die AGB deaktiviert (und das will bei der kaugummi-auslegung der AGB's durch die nnz schon echt was heißen).
Ich muss mal wieder feststellen, dass keiner der AfD-wähler, mit denen ich bisher das "vergnügen" hatte, diskutieren zu wollen, das programm seiner eigenen partei kennt.
Bernd
22.03.2016, 21:28 Uhr
Diskutieren?
Ach Janko und Nussbaum, was soll man noch zu Ihnen sagen? Sie behaupten, Sie wollen diskutieren und doch verbreiten Sie nur Hetze und diffamieren mit jedem Ihrer Kommentare! Nein lassen wir das, denn ja, es wird mit Ihnen keine Diskussion geben, aber nicht weil AFD Symphatisanten dies nicht möchten oder können, sondern weil Sie genauso wenig demokratisch sind, wie Ihre tollen Einheitsparteien um SPD, Linke, Grüne und leider auch CDU!! Sie sind es, die weder diskutieren wollen, noch akzeptieren wollen, das nicht alle Bürger diese Katastrophe über Deutschland, ja ganz Europa, mittragen! Hetze und wilde Vehauptungen, das liegt Ihnen nah, aber nur zu, wenn Sie somit glücklich sind.
Eckenblitz
22.03.2016, 21:39 Uhr
Karikatur
Die Karikatur finde ich sehr treffend. Sie soll sicher die sehr enge Zusammenarbeit der „LINKEN“ mit der „CDU“ darstellen?

Meines Wissens nach, hat doch der Herr Primas schon immer sehr eng mit der „SED“ zusammengearbeitet, oder?

Wie es aussieht gilt das alte Sprichwort, „EINE HAND DIE ANDERE“ umso mehr, oder?
Janko
23.03.2016, 09:55 Uhr
Lieber Bernd,
Sie sehen "Hetze" gegen die AfD, wenn man ein paar Punkte aus dem zu beschließenden Parteiprogramm anspricht und offen nachfragt, ob das ernst gemeint ist? Wenn das bereits "Hetze" ist, dann ist das aber nicht die Schuld des Fragenden, sondern des Parteiprogrammes.
Oder kennen Sie es gar nicht? Meinen Sie, ich habe mir das ausgedacht? Vielleicht sollten Sie es lesen, bevor Sie demnächst Ihr Kreuzchen machen. Sie werden überrascht sein.
Eckenblitz
23.03.2016, 18:34 Uhr
Werter Herr Buntfuß,
ihr Artikel wurde am 21.03.2016 ins Netz gestellt, eine ÖFFENTLICHE ANTWORT gibt es noch nicht. Herr Buntfuß, haben Sie vielleicht eine Schriftliche Antwort bekommen, dann wäre es doch sehr schön, wenn Sie jene hier bekannt geben.

Andererseits kann ich mir sehr gut vorstellen, dass Sie von den Möchtegernpolitikern keine Antwort bekommen. Die Damen und Herren aus dem Nordhäuser Politgeschehen glauben, sie seien die GRÖSSTEN. Da sollte man sich einmal ein Beispiel nehmen an einem Bundestagsabgeordneten Herrn Grund.

Dieser Mann hat Herrn Birkefeld nach Berlin eingeladen, um ihm einmal zu zeigen wie schwer die Abgeordneten arbeiten müssen. Wie ernst diese Einladung gemeint ist muss sich zeigen? Nicht das Herr Birkefeld für sämtliche Kosten selber aufkommen muss, dann wäre das in meinen Augen keine konkrete Einladung, sondern nur ein „PR-Gag.“
Franz Tabak
31.03.2016, 22:59 Uhr
100000 Euro
Herr Buntfuß,

vor einiger Zeit hat zwar eine Frau oder Herr Overhead nachgefragt, ob Sie vielleicht eine schriftliche Antwort von den Damen und Herren aus der Politik im Punkt 2. Beigeordneter bekommen haben. In dieser Zeitung habe ich jedenfalls keine Antwort gelesen, oder sollte ich sie verpasst haben?

So recht habe ich ja auch nie daran geglaubt, dass Sie von den politisch Verantwortlichen eine Antwort bekommen werden. Für die politischen Personen ist der Normalbürger ja nur interessant, wenn Wahlen anstehen. Dann kommen sie in Scharen aus ihren Löchern.

Herr Primas ist selbst in seiner eigenen Partei sehr umstritten in punkto 2. Beigeordneter. Die Junge Union veröffentlichte vor kurzem einen Artikel in dem sie ihrem Parteifreund (wenn man so sagen kann) Herrn Primas in Bezug auf seine Aussage zum 2. Beigeordneten sehr stark kritisierten. Das zeigt mir, dass es in den sogenannten Volksparteien sehr große Unterschiede zwischen Jung und Alt in der politischen Führung gibt.

Die "alten Hasen" der CDU, SPD, LINKE, Grüne, FDP glauben, sie haben die Weisheit mit Löffeln gefressen! Sie merken nicht einmal durch ihre geschönten Statistiken dass sie die Kommunen in die Pleiten führen. Der Wähler sollte sich bei die nächsten Wahl genau schauen, welche Personen an der Spitze stehen und diese möglichst nicht wählen! Das Land benötigt junge Leute, nicht so alte Personen, die schon unter Honecker tätig waren!

Ich hoffe dass dieser Kommentar den Menschen die Augen über die Macht- und Geldgierigen Politiker öffnet!
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