Mo, 15:42 Uhr
14.03.2016
Pablo Picasso:
Der bildende Künstler als Schreibender
Die Mitglieder des Fördervereins Dichterstätte Sarah Kirsch laden zur Lesung in die Stadtbibliothek Nordhausen ein...
Eigentlich bilden alle Künste eine einzige, man kann ein Gemälde in Worten schreiben, ebenso wie man Sinneseindrücke in einem Gedicht malen kann. (Picasso)
Pablo Picasso war einer der bedeutendsten bildenden Künstler des 20. Jahrhunderts – eine Ausnahmeerscheinung. Zeitlebens betrachtete er die Welt mit wachem Auge und verarbeitete seine Eindrücke in immer neuen Formen.
So entstand ein umfangreiches Werk in verschiedensten Techniken, mit vielfältigen Ausdrucksmitteln, das die moderne Kunst prägte und revolutionierte. Picasso war offen für Neues, er liebte die Herausforderung, das Experiment. Ich suche nicht, ich finde. ( Picasso ) Darum ist es nicht verwunderlich, dass auch das Wort einen starken Reiz auf ihn ausübte und er in den 1930er Jahren begann, eigene Texte, beeinflusst von den Pariser Surrealisten, zu schreiben.
Dabei entwickelte er einen besonderen Stil, über den sein Freund und Privatsekretär, Jaime Sabartes sagte:
Wenn Picasso über seine Dichtungen spricht, pflegt er mir zu sagen, er wolle eigentlich nicht etwas erzählen oder Empfindungen beschreiben, sondern sie durch Wortklang suggerieren: Die Worte werden von ihm nicht als Ausdrucksmittel verwandt, vielmehr erklären sie sich von selber, ebenso wie er zuweilen die Farben auf die Leinwand setzt ohne einen erzählenden Zweck damit zu verfolgen, das heißt, ohne die Form eines realen Gegenstandes nachahmen zu wollen.
Neben zahlreichen Gedichten verfasste Picasso auch zwei Dramentexte: Wie man Wünsche am Schwanz packt ( 1941 ) und Vier kleine Mädchen ( 1950 ). Sie spiegeln ein spezielles Lebensgefühl des Autors wider, im ersten das während der Besetzung von Paris im Winter 1940/41, im zweiten das eines unbeschwerten Lebens im Süden Frankreichs, beeinflusst durch Geburt und Heranwachsen seiner Kinder Claude und Paloma.
Die unterschiedlichen Facetten des dichterischen Schaffens Picassos werden Mitglieder des Fördervereins Dichterstätte Sarah Kirsch in ihrer Lesung zum Vortrag bringen. Alle Interessierten sind dazu am 19.03.2016, 14:30 Uhr in den Lesesaal der Stadtbibliothek Nordhausen herzlich eingeladen.
Autor: redEigentlich bilden alle Künste eine einzige, man kann ein Gemälde in Worten schreiben, ebenso wie man Sinneseindrücke in einem Gedicht malen kann. (Picasso)
Pablo Picasso war einer der bedeutendsten bildenden Künstler des 20. Jahrhunderts – eine Ausnahmeerscheinung. Zeitlebens betrachtete er die Welt mit wachem Auge und verarbeitete seine Eindrücke in immer neuen Formen.
So entstand ein umfangreiches Werk in verschiedensten Techniken, mit vielfältigen Ausdrucksmitteln, das die moderne Kunst prägte und revolutionierte. Picasso war offen für Neues, er liebte die Herausforderung, das Experiment. Ich suche nicht, ich finde. ( Picasso ) Darum ist es nicht verwunderlich, dass auch das Wort einen starken Reiz auf ihn ausübte und er in den 1930er Jahren begann, eigene Texte, beeinflusst von den Pariser Surrealisten, zu schreiben.
Dabei entwickelte er einen besonderen Stil, über den sein Freund und Privatsekretär, Jaime Sabartes sagte:
Wenn Picasso über seine Dichtungen spricht, pflegt er mir zu sagen, er wolle eigentlich nicht etwas erzählen oder Empfindungen beschreiben, sondern sie durch Wortklang suggerieren: Die Worte werden von ihm nicht als Ausdrucksmittel verwandt, vielmehr erklären sie sich von selber, ebenso wie er zuweilen die Farben auf die Leinwand setzt ohne einen erzählenden Zweck damit zu verfolgen, das heißt, ohne die Form eines realen Gegenstandes nachahmen zu wollen.
Neben zahlreichen Gedichten verfasste Picasso auch zwei Dramentexte: Wie man Wünsche am Schwanz packt ( 1941 ) und Vier kleine Mädchen ( 1950 ). Sie spiegeln ein spezielles Lebensgefühl des Autors wider, im ersten das während der Besetzung von Paris im Winter 1940/41, im zweiten das eines unbeschwerten Lebens im Süden Frankreichs, beeinflusst durch Geburt und Heranwachsen seiner Kinder Claude und Paloma.
Die unterschiedlichen Facetten des dichterischen Schaffens Picassos werden Mitglieder des Fördervereins Dichterstätte Sarah Kirsch in ihrer Lesung zum Vortrag bringen. Alle Interessierten sind dazu am 19.03.2016, 14:30 Uhr in den Lesesaal der Stadtbibliothek Nordhausen herzlich eingeladen.

