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Mo, 18:23 Uhr
15.02.2016
Handball made in Nordhausen

Großartiges Angriffsfeuerwerk der NSV-Handballfrauen

Die Handballfrauen vom Nordhäuser SV haben sich in der Thüringenliga vom fünften auf den dritten Platz nach vorn geschoben. Mit einen in der Höhe überraschenden aber nach der gezeigten Leistung völlig verdienten 33:20-Erfolg über die zuvor besser platzierten Weimaranerinnen gelang dieser Sprung in den Medaillenkreis...

Handball-Thüringenliga
Nordhäuser SV – HSV Weimar 33:20 (19:9)
Nordhausen eröffnete das Spiel mit einem Fangfehler, den die Gäste sofort mit einem Konter zum 1:0 bestraften. Es sollte die einzige Führung für Weimar bleiben. Denn was dann über die Gäste hereinbrach, das kann man schon als ein kleines Handball-Feuerwerk bezeichnen.

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Zwar stand die blutjunge Anfangsformation des NSV mit gleich drei noch Jugendspielerinnen in der Abwehr nicht immer ganz sattelfest, dafür war Torhüterin von Beginn an eine Bank im Gehäuse. Aber ein überragender NSV-Angriff wirbelte die Weimarer Abwehr ein ums andere Mal durcheinander und ließ den Beifall auf den Rängen kaum verstummen. Den Anfang machte Jenny Mohrig, auf Linksaußen blendend frei gespielt. Mit einem sicher abgeschlossenen Konter traf sie wenig später auch zur 2:1-Führung.

Und gleich noch ein Konter, diesmal über die rechte Seite und von Clara Fiedler verwandelt. Dann ein mächtiger Sprungwurf von Anna Schneider nach einem glänzenden Spielzug zum 4:1, ehe Weimar zum zweiten Mal einnetzen konnte. Doch das NSV-Angriffsfeuerwerk kannte keine Pause. Schnelle und sichere Ballstaffetten, viel Bewegung und kaum Fehler, immer wieder Spielzüge, die die Gäste vor unlösbare Aufgaben stellten.

Gefahr kam von allen Positionen. 7:2 nach nur zehn gespielten Minuten zwangen Weimar zu einer Auszeit. Die aber weitestgehend wirkungslos blieb. Nordhausen zog in den weiteren zehn Minuten über 9:2 auf 15:5 davon, lag beim 19:7 sogar mit zwölf Toren in Führung. Auch die zahlreichen Wechsel, in den letzten Vorpausenminuten war die gesamte Startformation bis auf die Torhüterin ausgetauscht, brachten kaum einen Bruch ins großartige Spiel der NSV-Frauen. Man wollte dann unbedingt vor der Pause noch den 20. Treffer, doch da wurde man etwas zu hastig und statt dessen gelangen den Gästen noch zwei Treffer zum dennoch grandiosen Pausenstand von 19:9 für den NSV.

Die Pause hat den Gästen zunächst besser getan als den Gastgeberinnen, die die ersten Angriffe verstolperten, eine ganze Weile brauchten um wieder in Schwung zu kommen. Und wieder eröffneten die Gäste, die nach der Pause deutlich stärker spielten, mit dem Treffer zum 10:19 den Torreigen. Diesmal war es Jenny Struck, die den NSV-Angriffsmotor zündete, erst nur die Latte traf, dann aber das 20:10 warf. Jetzt begann das Angriffsspiel wieder auf hohen Touren zu laufen. Allerdings bot man den jetzt druckvoller zu Werke gehenden Gästen in der Abwehr einige Lücken zu viel und Nancy Brodhuhn bekam ordentlich Arbeit.

Die sie aber glänzend verrichtete. Neben anderen hochkarätigen Chancen für Weimar verwehrte sie auch fünf von sieben Siebenmetern den Weg ins Netz. Dennoch konnte Weimar in dieser Phase das Spiel ausgeglichen gestalten, konnte nach einer Auszeit (43.) sogar auf 18:25 verkürzen. Denn plötzlich war Hektik im NSV-Spiel, ging vorn nichts mehr und auch die Abwehr wurde noch löchriger. Das NSV-Trainergespann wartete nicht lange, nahm eine Auszeit (46.). Gegen die weiter mit vorbildlichem Einsatzwillen agierenden Weimarer Frauen dauerte es aber dennoch einige Minuten, ehe man sich selber und damit auch das Spiel wieder in den Griff bekam.

Die Älteren wie Claudia Dudek, Viola Böttcher oder Stephanie Kruse übernahmen jetzt die Verantwortung. Und Nancy Brodhuhn schien nun nahezu unüberwindbar. Beim 29:19 war der Vorpausenvorsprung wieder hergestellt und der NSV zog gleich weiter auf 32:19 davon. Noch je ein Treffer, einer davon für Nordhausen bei einer 4:6-Unterzahl, dann war beim Gastgeber nur noch Jubel. Und berechtigte Freude über eine herausragende Leistung in der ersten Halbzeit und eine immer noch gute mit nur wenigen Abstrichen in der zweiten. Davon bitte mehr!
Uwe Tittel

Nancy Brodhuhn – Stephanie Kruse (3), Marianne Kiel (1), Jenny Mohrig (5), Clara Fiedler (2), Jenny Galonska, Anna Reinhardt (2), Jenny Struck (5), Evelyn Kallmeyer, Anna Schneider (5), Claudia Dudek (5), Lina Freudenberg (1), Diana Bückert (2), Viola Böttcher (2)
Nordhäuser SV – HSV Weimar 33:20 (Foto: Uwe Tittel)
Nordhäuser SV – HSV Weimar 33:20 (Foto: Uwe Tittel)
Nordhäuser SV – HSV Weimar 33:20 (Foto: Uwe Tittel)
Nordhäuser SV – HSV Weimar 33:20 (Foto: Uwe Tittel)
Nordhäuser SV – HSV Weimar 33:20 (Foto: Uwe Tittel)
Nordhäuser SV – HSV Weimar 33:20 (Foto: Uwe Tittel)
Autor: red

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