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Mi, 18:58 Uhr
27.01.2016
Gedenken an Opfer des Nationalsozialismus

Wie schleichendes Gift

Seit 20 Jahren erinnert man am 27. Januar an die Opfer des Nationalsozialismus, inzwischen nicht mehr nur in Deutschland. Trauriger Alltag derweil in Nordhausen - zur Kranzniederlegung kamen noch einmal weniger Menschen auf den Ehrenfriedhof als in den Jahren zuvor. Oberbürgermeister Zeh fand dennoch deutliche Worte...

Kranzniederlegung und Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus auf dem Nordhäuser Ehrenfriedhof (Foto: Angelo Glashagel) Kranzniederlegung und Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus auf dem Nordhäuser Ehrenfriedhof (Foto: Angelo Glashagel)

Die Schrecken der Nazidiktatur begannen "mit den Gedanken eines Mannes, die sich wie schleichendes Gift unter den Menschen ausbreiteten", sagte Oberbürgermeister Dr. Klaus Zeh in seiner Ansprache.

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Das sich das Gift noch einmal ausbreitet, der Geist noch einmal aus der Flasche gelassen wird, dieser Möglichkeit nähert man sich dieser Tage wieder an, so der Tenor der Rede. Es sei Aufgabe der Demokraten dies nicht unwidersprochen geschehen zu lassen, dem immer und überall die Stirn zu bieten.

Die Zahl der Demokraten, die solchen kurzen Gedenkveranstaltungen auch beiwohnen und damit Präsenz und Anteilnahme zeigen, sank aber auch in diesem Jahr wieder. Den Termin hatte man schon vom Vor- auf den Nachmittag verlegt, dennoch fanden nur rund 30 Personen ihren Weg zum Ehrenfriedhof, darunter die jüdische Gemeinde, die Verwaltungen, die Parteien, Kirchenvertreter und vereinzelte Privatpersonen.
Angelo Glashagel
Kranzniederlegung und Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus auf dem Nordhäuser Ehrenfriedhof (Foto: Angelo Glashagel)
Kranzniederlegung und Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus auf dem Nordhäuser Ehrenfriedhof (Foto: Angelo Glashagel)
Kranzniederlegung und Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus auf dem Nordhäuser Ehrenfriedhof (Foto: Angelo Glashagel)
Kranzniederlegung und Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus auf dem Nordhäuser Ehrenfriedhof (Foto: Angelo Glashagel)
Kranzniederlegung und Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus auf dem Nordhäuser Ehrenfriedhof (Foto: Angelo Glashagel)
Kranzniederlegung und Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus auf dem Nordhäuser Ehrenfriedhof (Foto: Angelo Glashagel)
Kranzniederlegung und Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus auf dem Nordhäuser Ehrenfriedhof (Foto: Angelo Glashagel)
Kranzniederlegung und Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus auf dem Nordhäuser Ehrenfriedhof (Foto: Angelo Glashagel)
Autor: red

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Kommentare
Herr Taft
27.01.2016, 19:37 Uhr
die Flasche wird gerade wieder göffnet...
...im Moment erleben die Nationalisten, die sich als besorgte Bürger und schlimmer noch als demokratische Partei tarnen ein unglaubliches Comeback. Der Boden, auf dem die radikalen Vereinigungen wachsen und gedeihen ist die Unzufriedenheit und die Angst der Bürger. Immer dann, wenn eine Demokratie seinen Bürgern nicht mehr zuhört, erfahren die radikalen Kräfte einen Zulauf. Es ist Sache der demokratischen Kräfte genau diesen Zustand zu verhindern.

Ich verstehe den Mindestlohnempfänger, den Jobsuchenden und alle Menschen, die NEIDvoll auf gewählte Würdenträger blicken. Sie wollen keine Nazis. Aber genau diese sind es, die Ihnen einen Weg aus Angst und Unzufriedenheit zeigen. Sie säuseln Ihnen zuckersüß ins Ohr und erklären Juden, Syrer, Kommunisten, Moslems oder wen auch immer für die Schuldigen. Sie sind unfähig, das was sie für sich in Anspruch zu nehmen, anderen zuzugestehen. Alle sollen sich an sie anpassen - aber sie passen sich an niemanden an. Die Geschichte hat uns gelehrt: Demokraten, vergesst nicht, wer euch gewählt hat !

Politiker, die Klientelpolitik betreiben, mehr auf Lobbyisten hören, als auf ihre Wähler oder - noch schlimmer - nur an ihr eigenes Wohl denken leisten den undemokratischen Kräften Vorschub. Die Schere zwischen Arm und Reich ist einfach zu weit aufgegangen. Rechte Bauernfänger nutzen diesen Umstand und ziehen so rechtschaffende Leute auf ihre Seite. Leute seid schlau ! Deutschland ist das vielleicht sozialste Land der Welt. Wir helfen Millionen Menschen, engagieren uns, sind Innovationsträger, Künstler, harte Arbeiter. Darauf sollten wir stolz sein ! Nicht darauf, das wir hier geboren sind - dafür können wir nämlich nichts.
Gehard Gösebrecht
27.01.2016, 20:10 Uhr
Sprüche, nichts als Sprüche
Die Weimarer Republik muss weg. Mit all ihren unfähigen Elementen.
Eric Cartman
27.01.2016, 20:41 Uhr
Ach Gerhard G.,
was glauben Sie denn, was die Nachfolger der "Weimarer Republik" ((der liebe Gott und die Bundeswehr behüte uns davor) mit Sofahockern in Jogginghose machen? Schon mal darüber nachgedacht? Autobahnen haben wir ja nun wirklich genug. Mit ein Euro Jobs wird's eng werden Gerhard. Wo ist die Perspektive? Bei der neuen Reichsbahn brauchen die auch keine Streckenläufer. Also was tun?
Gehard Gösebrecht
28.01.2016, 08:12 Uhr
Ganz einfach
Sogenannte Rottenführer werden nie aussterben. Diese braucht man in Zukunft nicht nur bei der Bahn. Sondern vielleicht auch bei dem Schutz der Staatsgrenze. Die Jetzigen sind ja nicht in der Lage dazu. Unfähigkeit kennt in der Demokratie keine Grenzen. Witzigkeit auch nicht.
Wolfi65
28.01.2016, 11:51 Uhr
Wirklich bedauerlich
Immer weniger Menschen kommen zur Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus, um Blumen niederzulegen und zu Gedenken.
Es gibt eben für die Bürger wichtigere Themen.
Die Toten von vor 70 Jahren sind eine Sache.
Die Probleme in der heutigen Zeit eine andere.

Sehen Sie @Cartman
Sie und Ihre Freunde machen wieder die gleichen Fehler, wie vor 70 Jahren.
Deshalb können Sie nicht gewinnen. Abwanderung, hohe Arbeitslosigkeit, soziale Unruhen und Überfremdung.
Sie werden wieder kläglich scheitern.
Diese sogenannte Demokratie ist schon mehr am Ende, wie Ihnen bewusst ist.

PS: Die Bundeswehr wird Ihnen auch nicht mehr helfen.
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