Mo, 14:58 Uhr
21.12.2015
Weihnachtspakete überbracht
Mit Kleinem Großes erreichen
Bei der diesjährigen Paketaktion war auch ein Bleicheröder Weihnachtsengel mit dabei. Anke Stilzebach, OP-Schwester in der Bleicheröder Klinik, war bei der Übergabe der Geschenke mit dabei und berichtet von der Reise und den Menschen...
Wie sehen Weihnachtsengel aus? Weißes Kleid mit Flügeln und lockigem langen Haar? Das lockige Haar stimmt, ansonsten ist Anke Stilzebach eher leger in Jeans und Pullover gekleidet. Tagsüber mit Kasack. Denn Anke Stilzebach ist OP-Schwester in der Helios Klinik Bleicherode.
Ein Weihnachtsengel ist sie trotzdem - jedenfalls für hunderte junger und alter Menschen in Mediasch, Rumänien. Für fünf Tage begab sie sich zusammen mit der Diakonie und acht weiteren Helfern auf den Weg durch Ungarn bis Rumänien, um bedürftigen Menschen ein Weihnachtspaket zu überbringen.
Weihnachtsüberraschung für Rumänien – seit über zehn Jahren sorgt die Diakonie mit ehrenamtlichen Helfern aus Nordhausen und Umgebung für strahlende Augen der Menschen in Siebenbürgen, Zentralrumänien, die nichts erwarten, aber viel Dank zurückgeben.
Anke Stilzebach (Mitte) besuchte die älteste Bewohnerin (101 Jahre alt) eine Altenheimes in Hetzeldorf, Rumänien und überbrachte eine Weihnachtsüberraschung aus Deutschland. (Foto: Anke Stilzebach)
Für die Reise nahm sich Anke Stilzebach extra Urlaub. In vier Kleinbussen ging es am 23. November von Nordhausen an die ungarisch-rumänische Grenze, wo die Helfer übernachteten. Am nächsten Nachmittag erreichte der Hilfskonvoi mit 3,5 Tonnen Weihnachtspäckchen Mediasch. Wenn man von der ungarischen Grenze nach Rumänien fährt, kommen Armut und verwahrloste Häuserblocks zum Vorschein, erzählt Anke Stilzebach. Die Landschaft rund um Mediasch sei jedoch wunderschön. Ich hatte ein ganz falsches Bild von Rumänien. Die schneebedeckten Karpaten und Pferdegespanne zwischen den Autos – es scheint, als sei die Zeit dort stehen geblieben, schwärmt die OP-Schwester.
Die Helfer aus Nordhausen wurden in der örtlichen Kirchenburg in Mediasch untergebracht, die von der Diakonie in Deutschland unterstützt wird. Die Angestellten dort kümmern sich um die Bevölkerung, etwa in Form warmer Mahlzeiten, die manchmal das einzige Essen am Tag darstellen.
Insgesamt 3,5 Tonnen an Weihnachtspaketen wurden in Nordhausen und Umgebung gesammelt und nach Rumänien gebracht. (Foto: Anke Stilzebach)
Bei der Verteilung der Weihnachtspäckchen sorgte Anke Stilzebach mit den anderen Helfern für große Überraschung. Die Leute wussten nicht, dass wir sie besuchen würden. Wir haben einfach geklingelt und Ihnen mit einem Päckchen eine Freude gemacht, erzählt Stilzebach. Die Reaktionen waren toll, alle waren sehr herzlich und haben sich über den Besuch aus Deutschland gefreut, sagt sie. Doch abseits der fröhlichen Gesichter sehe man auch traurige Schicksale.
Zigeunerfrauen, die im Müll nach Brauchbarem oder Essen wühlen. Wenn man so etwas sieht, weiß man erst einmal, wie gut es uns geht. Dieses Bewusstsein und die Dankbarkeit für die eigene Lebensqualität nehme ich mit und werde ich mir nun noch viel häufiger vor Augen halten, sagt die Bleicheröderin. Ich würde jederzeit gern wieder mitfahren.
Janine Weiler
Autor: redWie sehen Weihnachtsengel aus? Weißes Kleid mit Flügeln und lockigem langen Haar? Das lockige Haar stimmt, ansonsten ist Anke Stilzebach eher leger in Jeans und Pullover gekleidet. Tagsüber mit Kasack. Denn Anke Stilzebach ist OP-Schwester in der Helios Klinik Bleicherode.
Ein Weihnachtsengel ist sie trotzdem - jedenfalls für hunderte junger und alter Menschen in Mediasch, Rumänien. Für fünf Tage begab sie sich zusammen mit der Diakonie und acht weiteren Helfern auf den Weg durch Ungarn bis Rumänien, um bedürftigen Menschen ein Weihnachtspaket zu überbringen.
Weihnachtsüberraschung für Rumänien – seit über zehn Jahren sorgt die Diakonie mit ehrenamtlichen Helfern aus Nordhausen und Umgebung für strahlende Augen der Menschen in Siebenbürgen, Zentralrumänien, die nichts erwarten, aber viel Dank zurückgeben.
Anke Stilzebach (Mitte) besuchte die älteste Bewohnerin (101 Jahre alt) eine Altenheimes in Hetzeldorf, Rumänien und überbrachte eine Weihnachtsüberraschung aus Deutschland. (Foto: Anke Stilzebach)
Für die Reise nahm sich Anke Stilzebach extra Urlaub. In vier Kleinbussen ging es am 23. November von Nordhausen an die ungarisch-rumänische Grenze, wo die Helfer übernachteten. Am nächsten Nachmittag erreichte der Hilfskonvoi mit 3,5 Tonnen Weihnachtspäckchen Mediasch. Wenn man von der ungarischen Grenze nach Rumänien fährt, kommen Armut und verwahrloste Häuserblocks zum Vorschein, erzählt Anke Stilzebach. Die Landschaft rund um Mediasch sei jedoch wunderschön. Ich hatte ein ganz falsches Bild von Rumänien. Die schneebedeckten Karpaten und Pferdegespanne zwischen den Autos – es scheint, als sei die Zeit dort stehen geblieben, schwärmt die OP-Schwester.
Die Helfer aus Nordhausen wurden in der örtlichen Kirchenburg in Mediasch untergebracht, die von der Diakonie in Deutschland unterstützt wird. Die Angestellten dort kümmern sich um die Bevölkerung, etwa in Form warmer Mahlzeiten, die manchmal das einzige Essen am Tag darstellen.
Insgesamt 3,5 Tonnen an Weihnachtspaketen wurden in Nordhausen und Umgebung gesammelt und nach Rumänien gebracht. (Foto: Anke Stilzebach)
Bei der Verteilung der Weihnachtspäckchen sorgte Anke Stilzebach mit den anderen Helfern für große Überraschung. Die Leute wussten nicht, dass wir sie besuchen würden. Wir haben einfach geklingelt und Ihnen mit einem Päckchen eine Freude gemacht, erzählt Stilzebach. Die Reaktionen waren toll, alle waren sehr herzlich und haben sich über den Besuch aus Deutschland gefreut, sagt sie. Doch abseits der fröhlichen Gesichter sehe man auch traurige Schicksale. Zigeunerfrauen, die im Müll nach Brauchbarem oder Essen wühlen. Wenn man so etwas sieht, weiß man erst einmal, wie gut es uns geht. Dieses Bewusstsein und die Dankbarkeit für die eigene Lebensqualität nehme ich mit und werde ich mir nun noch viel häufiger vor Augen halten, sagt die Bleicheröderin. Ich würde jederzeit gern wieder mitfahren.
Janine Weiler

