Fr, 13:47 Uhr
18.12.2015
Naumannstraße eröffnet
Mit Bravour bewältigt
Heute wurde die Naumannstraße in Bleicherode der Öffentlichkeit übergeben. Es war ein großes Projekt für die kleine Kalistadt, entsprechend Stolz war man auf die Gemeinschaftsleistung. Das neue Ziel heißt: weitermachen...
Es gab Zeiten, da expandierte Bleicherode und wuchs über die Grenzen seines mittelalterlichen Zentrums hinaus. Wo die alte Stadtmauer verlief wissen die jungen Bleicheröder von heute kaum noch aber das könnte sich jetzt ändern.
Ein kleines Stück Mauer samt eingelassener Informationstafel hat man im Rahmen der Arbeit an der Naumannstraße an jener Stellle errichtet, an der die Stadt einst endete. Die Straße selbst ist Teil dieser Geschichte denn sie wurde in den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts errichtet, in einer Zeit als der Bergbau die Stadt über sich hinauswachsen ließ.
Wie an anderen Stellen auch hatte der Zahn der Zeit zuletzt schwer an der Verbindungsstraße genagt. Sie habe zwar nur den Status einer Gemeindestraße, sei als Hauptweg nach Sollstedt, Obergebra und zum Zubringer aber von überörtlicher Bedeutung, sagte Bleicherodes Bürgermeister Frank Rostek anlässlich der Übergabe der nunmehr frisch sanierten Naumannstraße.
Sophie Schieke und Bürgermeister Frank Rostek enthüllten die Tafel zu Bleicherodes Geschichte (Foto: Angelo Glashagel)
Die Planungen die Straße zu erneuern gibt es entsprechend schon seit längerem, genauer seit 2007. Die Haushaltslage und die grundsätzliche Planungsdauer hatten das Projekt bis Anfang diesen Jahres hinausgezögert, Ende März war Baubeginn. Insgesamt wurden 2250 qm Fahrbahn, 1250 qm Fußweg, 390 Meter Abwasserkanäle. 377 Meter Trinkwasserleitungen und 900 Meter Elektro- und Gasversorgungsleitungen sowie 18 Laternen gebaut und eingerichtet.
Gekostet hat das alles 1,327 Mio. Euro, mit Fördermitteln des Landes und Ausbaubeiträgen der Anlieger zahlte die Stadt Bleicherode davon 820.000 Euro. Den Rest investierten andere, wie der Wasserverband Nordhausen und der Abwasserzweckverband Bode/Wipper sowie die Thüringer Energienetze GmbH hatten mitgebaut. Das Ziel war diese "große Gemeinschaftsaufgabe" noch vor Weihnachten zu bewältigen, "ohne Winter geht das" scherzte Rostek, der Klimawandel habe einem da in die Karten gespielt.
Ganz ohne Komplikationen war es natürlich nicht verlaufen, teilweise fand man im Boden nicht das vor, was die Pläne hatten vermuten lassen, erzählte Matthias Liebegesell, Geschäftsführer des Abwasserzweckverbands Bode-Wipper. Man hatte eine ganze Menge Leitungen verlegen müssen bevor es richtig losgehen konnte. Dennoch habe man die Aufgabe "mit Bravour und ohne große Pause" gemeistert, die Abnahme habe keinerlei Mängel gezeigt und es stünden auch keine Restleistungen an, sagte Liebegesell stolz. Ein Dank samt Blumenstrauß ging denn auch an Sophie Schieke. Die Bleicheröderin war als Bauleiterin von Universalbau Mühlhausen Herrin ihrer heimatlichen Straße während der Sanierung.
Mit der Naumannstraße ist man fertig, er hoffe man werde die Straße zu seinen Leb- oder zumindest Amtszeiten nicht mehr anfassen müssen, sagte Rostek. Ganz am Ende ist man aber noch nicht, das Ziel für das kommende Jahr lautet: weitermachen. Weitergehen soll es mit der Angerbergstraße in Richtung Obergebraerstraße.
Angelo Glashagel
Autor: redEs gab Zeiten, da expandierte Bleicherode und wuchs über die Grenzen seines mittelalterlichen Zentrums hinaus. Wo die alte Stadtmauer verlief wissen die jungen Bleicheröder von heute kaum noch aber das könnte sich jetzt ändern.
Ein kleines Stück Mauer samt eingelassener Informationstafel hat man im Rahmen der Arbeit an der Naumannstraße an jener Stellle errichtet, an der die Stadt einst endete. Die Straße selbst ist Teil dieser Geschichte denn sie wurde in den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts errichtet, in einer Zeit als der Bergbau die Stadt über sich hinauswachsen ließ.
Wie an anderen Stellen auch hatte der Zahn der Zeit zuletzt schwer an der Verbindungsstraße genagt. Sie habe zwar nur den Status einer Gemeindestraße, sei als Hauptweg nach Sollstedt, Obergebra und zum Zubringer aber von überörtlicher Bedeutung, sagte Bleicherodes Bürgermeister Frank Rostek anlässlich der Übergabe der nunmehr frisch sanierten Naumannstraße.
Sophie Schieke und Bürgermeister Frank Rostek enthüllten die Tafel zu Bleicherodes Geschichte (Foto: Angelo Glashagel)
Die Planungen die Straße zu erneuern gibt es entsprechend schon seit längerem, genauer seit 2007. Die Haushaltslage und die grundsätzliche Planungsdauer hatten das Projekt bis Anfang diesen Jahres hinausgezögert, Ende März war Baubeginn. Insgesamt wurden 2250 qm Fahrbahn, 1250 qm Fußweg, 390 Meter Abwasserkanäle. 377 Meter Trinkwasserleitungen und 900 Meter Elektro- und Gasversorgungsleitungen sowie 18 Laternen gebaut und eingerichtet.Gekostet hat das alles 1,327 Mio. Euro, mit Fördermitteln des Landes und Ausbaubeiträgen der Anlieger zahlte die Stadt Bleicherode davon 820.000 Euro. Den Rest investierten andere, wie der Wasserverband Nordhausen und der Abwasserzweckverband Bode/Wipper sowie die Thüringer Energienetze GmbH hatten mitgebaut. Das Ziel war diese "große Gemeinschaftsaufgabe" noch vor Weihnachten zu bewältigen, "ohne Winter geht das" scherzte Rostek, der Klimawandel habe einem da in die Karten gespielt.
Ganz ohne Komplikationen war es natürlich nicht verlaufen, teilweise fand man im Boden nicht das vor, was die Pläne hatten vermuten lassen, erzählte Matthias Liebegesell, Geschäftsführer des Abwasserzweckverbands Bode-Wipper. Man hatte eine ganze Menge Leitungen verlegen müssen bevor es richtig losgehen konnte. Dennoch habe man die Aufgabe "mit Bravour und ohne große Pause" gemeistert, die Abnahme habe keinerlei Mängel gezeigt und es stünden auch keine Restleistungen an, sagte Liebegesell stolz. Ein Dank samt Blumenstrauß ging denn auch an Sophie Schieke. Die Bleicheröderin war als Bauleiterin von Universalbau Mühlhausen Herrin ihrer heimatlichen Straße während der Sanierung.
Mit der Naumannstraße ist man fertig, er hoffe man werde die Straße zu seinen Leb- oder zumindest Amtszeiten nicht mehr anfassen müssen, sagte Rostek. Ganz am Ende ist man aber noch nicht, das Ziel für das kommende Jahr lautet: weitermachen. Weitergehen soll es mit der Angerbergstraße in Richtung Obergebraerstraße.
Angelo Glashagel










