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Mo, 16:05 Uhr
14.12.2015
Flüchtlingskrise

Mehr Geld und mehr Platz für Flüchtlinge

In der heutigen Sitzung des Kreisausschusses müssen sich dessen Mitglieder mit Mehrausgaben beschäftigen. Die wiederum haben vorwiegend mit der hohen Zahl von Flüchtlingen zu tun...

So fallen zum Beispiel bei den Leistungen nach dem Asylbewerbergesetz in Einrichtungen 130.000 Euro mehr an, als ursprünglich geplant waren.

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Bei der Planung des Haushaltsjahres 2015 wurde angenommen, dass im Landkreis Nordhausen 550 Asylbewerber per Quote aufzunehmen sind. Zu Mitte Oktober waren bereits 498 Flüchtlinge in Wohnungen und weitere 332 Flüchtlinge in Gemeinschaftsunterkünften untergebracht.

Auf Grund der aktuellen Situation ist sehr schwer einschätzbar, wieviel Flüchtlinge bis zum Jahresende 2015 aufgenommen werden müssen. Bei einem anhaltenden oder sogar noch zunehmenden Flüchtlingsstrom rechnet der Landkreis zum Jahresende daher mit insgesamt 1.300 – 1.500 Flüchtlingen. Für einen großen Teil der Flüchtlinge erfolgt eine dezentrale Unterbringung, das heißt, es werden Wohnungen bereitgestellt.

Da diese Form der Unterbringung in Wohnungen der Wohnungsbaugenossenschaft sowie der städtischen Wohnungsbaugesellschaft nahezu erschöpft ist, ist der Landkreis gezwungen, diverse Gemeinschaftsunterkünfte für derzeit insgesamt rund 600 Personen herzurichten. In der Gemeinschaftsunterkunft in der Robert-Blum-Straße wohnen außerdem zurzeit bereits 105 Personen.

Dieser Umstand führt dazu, dass es zu erhöhten Kosten für Leistungen, das entsprechende Herrichten der Unterkünfte, eine Mindestausstattung mit Mobiliar, Decken, technischen Geräten (zum Beispiel Waschmaschinen) und anderem kommt. Da die derzeitigen Ausgaben in dieser Haushaltsstelle bereits jetzt fast 1.500.000 Euro betragen, wird bis zum Jahresende mit Ausgaben von geschätzt 2.000.000 Euro gerechnet.

Weitere 70.000 Euro müssen durch den Landkreis zusätzlich zu bereits geplanten 400.000 Euro an sozialen Leistungen bei Krankheit, Schwangerschaft und Geburt bereitgestellt werden. Beiden Ausgaben wurde zugestimmt.

In den Flüchtlingskomplex muss dann noch der Kauf der Obergrasmühle hineingerechnet werden. Künftig - nach dem Umbau - sollen hier 60 Flüchtlinge untergebracht werden. Das wird dem Land rund 475.000 Euro kosten, die dem Landkreis zur Verfügung gestellt werden. Hier kann vermutlich schon im Januar mit einer Belegung gerechnet werden.

In dieser Woche soll es bereits keinen Transfer von Flüchtlingen in den Landkreis Nordhausen mehr geben, kündigte Landrat Matthias Jendricke an. Der nächste Bus wird in Nordhausen am 6. Januar erwartet. In den kommenden Tagen solle auch das Notquartier im BiW zahlenmäßig heruntergefahren werden. Im neuen Jahr geht dann die Schule in Wipperdorf in Betrieb.

Künftige Unterkunft für Flüchtlinge (Foto: nnz) Künftige Unterkunft für Flüchtlinge (Foto: nnz)
Seitens der Kreisverwaltung wird der Aufkauf des "blauen Gebäudes" an der Europakreuzung verhandelt. Hier könnten bis zu 400 Flüchtlinge untergebracht werden. Allerdings, die Gaststätte mit chinesischen Spezialitäten könnte erhalten bleiben.

Landrat Jendricke konstatierte noch, dass es bislang 81 Abschiebungen und 21 freiwillige Ausreisen gegeben habe. 25 Abschiebungen stehen noch auf der Liste. Jendricke rechnet im kommenden Jahr mit weiteren 1.500 Flüchtlingen, die im Landkreis Nordhausen untergebracht werden müssen.
Peter-Stefan Greiner
Autor: red

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Kommentare
tropensturm
14.12.2015, 16:17 Uhr
Das chinesische Restaurant kann erhalten bleiben
Ich denke das das Schicksal des Betreibers bereits besiegelt ist, mit diesem Vorhaben. Vielleicht kann die Tafel ja dann umziehen ?
Checker
14.12.2015, 17:07 Uhr
Flüchtlingskrise...
Armes Deutschland, was ist nur aus dir geworden?...
Ziegentaler
14.12.2015, 17:46 Uhr
Richtigstellung ,, Schule geht in Betrieb "
Die Schule ist seit 1971 in Betrieb und zwar als Bildungsein-
richtung und geht nicht erst mit der Aufnahme von Flüchtlingen in Betrieb.

Was dort in dem einem Schulteil passiert ist eine
Zweckentfremdung die eigentlich auch im Interesse
des Schulverwaltungsamtes garnicht erst passieren durfte .
Flüchtlinge passen auf keinen Fall auf das Gelände einer Grundschule -
Es muß wahrscheinlich erst Vorkommnisse passieren
damit alle munter werden .
Früher nannte man sowas einen Schildbürgerstreich.
Andreas Dittmar
14.12.2015, 18:29 Uhr
Die peitschen das durch ohne Rücksicht auf Verluste
Schildbürgerstreich ist geschmeichelt. Ich würde da eher sagen Rechtsbruch als Folge von Unfähigkeit und Planlosigkeit. Vielleicht auch noch Erpressung, da man ja die Flüchtlinge in Bussen ranschafft und der Kommune vor die Nase setzt.

Man muss nicht über Kontingente und Obergrenzen diskutieren, wenn man es nicht schafft das Asylrecht konsequent durchzusetzen. Was passiert eigentlich wenn das mal irgendwann jemand tut. Wer bringt die vielen Menschen geordnet wieder nach hause bzw. wer trägt dafür die Kosten ?

Was passiert im Katastrophenfall ? Gerade in Nordhausen schlummern bestimmt noch explosive Altlasten aus vergangenen Zeiten in der Erde.
HannahM
14.12.2015, 19:55 Uhr
Bitte Begriffe besser definieren
Flüchtlinge sind durch einen FLUCHTGRUND, meistens Krieg im eigenen Land auf der Flucht in sichere Gebiet. Sichere Gebiete befinden sich in den Nächstliegenden Gebieten ohne Krieg, also Ohne FLUCHTGRUND. Nehmen wir Syrien als Bespiel, da hätten wir Libanon, Jordanien, Türkei und in greifbarer Nähe das wohlhabende islamische Land der Erde Saudi Arabien. Der Flüchtling würde im Anschluß, nachdem der FLUCHTGRUND durch Frieden beseitigt wurde wieder in seine Heimat zurückkehren, um diese aufzubauen. Was hier geschieht hat mit der Begrifflichkeit des Flüchtlings nichts zu tun. Einwanderung über viele friedliche Staaten in ein wohlhabendes Land Namens Deutschland wäre richtig definiert. Als haben wir es nicht mit Flüchtlingen sondern Einwanderer zu tun. Somit dürfe es also nicht Flüchtlingskrise sondern Einwanderungskrise heißen Damit würde die Bevölkerung aber zu leicht entdecken, was gespielt wird. Einwandern um die Bevölkerungsstrukturen zu ändern… Das würde sicherlich den letzten Nordhäuser etwas stutzig machen.
smily1979
14.12.2015, 21:00 Uhr
Flüchtlinge
Kein Geld mehr fürs eigene Volk, aber für Flüchtlinge ist alles da, eine Unterkunft nach der anderen entsteht , was ist mit unseren Kinder und jugendeinrichtungen, wo bleibt da das Geld
Andreas Dittmar
14.12.2015, 21:08 Uhr
Sie kommen teilweise aus diesen sicheren Gebieten
Die Menschen kommen ja aus den Lagern im Libanon, aus dem Iran, der Türkei... Warum ? weil man es jahrelang verpennt hat dort die Zustände zu verändern oder das UNHCR zu unterstützen oder das Geld in dunklen Kanälen versickerte.

Die, denen es wirklich schlecht geht, wird man hier nicht finden. Dazu zählen zB. die Jezieden aus dem Sindschar-Gebirge (Googelt mal nach Heydar Shesho) und die Ärmsten die sich die Überfahrt nach Europa gar nicht leisten können.. Was hier der Bevölkerung eingetrichtert wird ist schon kvvb.
Babette Klingert
15.12.2015, 09:47 Uhr
Flüchtlingsunterkunft: Unser Landrat ist kluger Stratege
Ein weiterer kluger Schachzug unseres Landrats Jendricke, von dem Zeh sich eine Scheibe abschneiden kann.

Während der OB über leere Kassen jammert, füllt sie der Jendricke sehr klug mit Hilfe der Flüchtlinge.

Dank der Zuschußgelder pro Flüchtling kann unser Landrat das schöne Gebäude an der Europa-Kreuzung sanieren. Sind die Flüchtlinge dann weg, so hat es unser Landrat angekündigt, haben dort die Mitarbeiter des Landratsamtes schicke moderene Verwaltungsbüros.

Das ist kreative und strategische Haushaltswirtschaft! Zeh: bitte setzen. Fünf. Für unseren Landrat dagegen noch einmal Daumen hoch!
RaWu
15.12.2015, 10:29 Uhr
clever und betriebswirtschaftlich?
Das geht anders.

Die Obergrasmühle ist ein 350 Jahre altes Fachwerkhaus, vermutlich unter Denkmalschutz. Die Sanierungskosten dürften daher nicht ohne sein. Der ehemalige Eigentümer kommt vor Lachen sicher nicht mehr in den Schlaf.
Wenn ich die 475.000 € durch 60 Teile, komme ich auf fast 8.000 € pro Nase. Schnon jetzt ein Minusgeschäft (max 7.500 € pro Nase). In ein paar Jahren wird der Komplex dann wieder Abgestoßen. Ob die Sanierungskosten dabei raus kommen?

Wenn das LRA nach Auszug der Asylbewerber das Gebäude an der Europakreuzung erneut umbauen und sanieren muss, ist sicher wieder Geld da? Vermutlich eher nicht.
Was wird aus dem geleasten Neuen LRA? Die Kosten laufen weiter.

in dem Artikel ist die Rede von einem 2.000.000 € Nachtrag. Von dem Märchen, dass von den Landesmitteln "was über bleibt", ist schon jetzt nichts mehr glaubhaft.

kreativ? ja, Kein anderer mach so schnell Schulden
strategisch? Nee. Darunter verstehe ich etwas anderes.
Andreas Dittmar
15.12.2015, 11:00 Uhr
@Riese87
Daran hab ich auch schon gedacht, das da jemand seine Kassen mit Flüchtlingspolitik füllt. Hab mir das , nur nicht so wie sie getraut , zu schreiben. Da wird mir so einiges klar. Danke für den Hinweis.
dagos
15.12.2015, 11:01 Uhr
Landrat gefährdet Existenzen und Arbeitsplätze für Flüchtlinge und Eigennutz
Die Pläne diese Immobilie ankaufen zu wollen, ist Verrat am eigenen Volk. Die Beweggründe sind nicht nachvollziehbar. Hier sind, neben einem Restaurant, u.a. auch medizinische Einrichtungen angesiedelt. Damit werden Existenzen etlicher Familien, Steuereinnahmen und Arbeitsplätze gefährdet.
Babette Klingert
15.12.2015, 11:48 Uhr
@andreas: Landrat ist offen und steht für klare Kante
Warum soll man nicht aussprechen, was vernünftig ist? Ich halte es wie der Landrat. Klare Kante und mit offenem Visier.

Die Entscheidung zum Haus an der Europakreuzung ist einfach nur richtig. Da könnt Ihr hier alle kreischen. Auch das steht unser Landrat durch!
mario63
15.12.2015, 14:40 Uhr
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Aus die Maus
15.12.2015, 19:01 Uhr
@Riese87
Und wenn die Flüchtlinge bleiben was ist dann?
Bernd
20.12.2015, 17:58 Uhr
Geld für Asylanten
Vielleicht sollten jene Verantwortlichen mal überdenken, für was sie das Geld der Steuerzahlen ausgeben!
----1
21.12.2015, 09:45 Uhr
Jendricke,
hat doch schon genug Mist verzapft?!
Irgendwann muss damit Schluss sein.
Ich erinnere nochmal an die Grundschule in Wipperdorf wo bei laufenden Betrieb Asyl suchende untergebracht werden.
Jendrickes Schreiber Lehrling Riese hält noch tapfer zu seim geliebten "Vater" den er wohl nie hatte jemand zum aufblicken.

Lieber Riese wie Naiv sind Sie denn Bitte schön.
Sie müssen jemand sein der vor lauter Glückseligkeit und voller Taschen echt das normale Leben aus dem Blick verloren haben.
Sanierungen auf unser aller Kosten für andere nicht etwa Ihr ernst?
Wann tut Ihr geliebter Jendricke etwas für uns?
Sorry ich vergaß Wir sind Pleite.
Aber so war es schon immer Geld für andere Länder Kein Problem Geld für Asyl suchende Kein Problem.
Und dann sich aber Wundern wo der ganze Hass aufeinmal herkommt.
Manchmal frage ich mich ernsthaft welche Schulbildung manche genossen haben.
In sofern Sie überhaupt eine Besitzen.

Geld Geld Geld das ist alles was noch zählt eigentlich nur noch erbärmlich.
Babette Klingert
21.12.2015, 12:29 Uhr
Mal Vorsicht mit der Jendricke Kritik!
Er wird ab 2017 der neue Oberbürgermeister sein.

Da werden sich nicht nur im Rathaus viele umgucken!
murmeltier
21.12.2015, 14:18 Uhr
Sprichwörter
Wenn Herr Jendricke als OB wieder im Rathaus einzieht, dann treffen ja die Sprichwörter zu, " man sieht sich immer zwei Mal im Leben" und "des einen Freud, des anderen Leid."
Herr Taft
21.12.2015, 14:22 Uhr
Genau punchliner !
Ich zitiere: "Geld Geld Geld das ist alles was noch zählt eigentlich nur noch erbärmlich."

Ich denke, dass eben nicht nur das Geld zählt. Sondern auch Nächstenliebe und Hilfbereitschaft Gerade in diesen Tagen... Wenn das Ganze wirtschaftlich Sinn ergibt, umso besser ...wenn nicht, haben wenigstens ein paar arme Teufel ein Dach über dem Kopf.

Schöne Feiertage...
Paulinchen
21.12.2015, 15:52 Uhr
Gestern Abend im TV (mdr)
Der Landrat von Meinigen/Schmalkalden beklagt, dass die Flüchtlinge in seinem Landkreis (193) mit Null-Bleibeperspektive, nicht abgeschoben werden. Ihm fehlt jeder Platz für Kriegsflüchtlinge. Jeden Monat kosten dem Landkreis diese Sozialflüchtlinge 260.000,-€. Warum schiebt Thüringen so wenig Flüchtlinge ab, obwohl bekannt ist, dass diese keine Chance auf Asyl haben? Dann ginge es den Kriegsflüchtlingen an Weihnachten bestimmt etwas besser bei uns.
NDHler
21.12.2015, 16:49 Uhr
Paulinchen
Weil die in Thüringen eine Rot Rot Grüne Regierung gewählt wurde.
Kruemelmonster
21.12.2015, 17:54 Uhr
nicht nur im TV
auch bei NTV im Internet: Thüringen hat die geringste Abschiebequote!!!
RRG sei Dank.
Schaut man sich im Eichsfeld um, findet man nicht solche Zustände...
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