Mo, 10:49 Uhr
07.12.2015
nnz-Forum
Es ist Zeit, umzudenken!
In diesem Tagen blickt die Welt und mit ihr Nordhausen auf ein turbulentes Jahr zurück, das viele Veränderungen mit sich gebracht hat und noch bringen wird. Die Rede vom Krieg macht die Runde und mit ihr auch die Angst und das Gefühl der Ohnmacht. NNZ-Leserin Juliane Ruß will das nicht einfach hinnehmen, und startet einen Aufruf gemeinsam ein Zeichen zu setzen...
Da in der letzten Zeit sehr viel passiert ist und so manches in der Welt und in jedem Einzelnen von uns durcheinander geraten ist, habe ich mich, wie so viele Andere auch gefragt, was man tun kann und was ich tun tun kann?
Durch "Zufall" habe ich auf der Theaterseite im Internet die Mitsingaktion zu dem Gefangenenchor aus der Oper "Nabucco" von Guiseppe Verdi entdeckt. Als ich mir die Geschichte der Oper durchlas habe ich viele Parallelen zu unseren momentanen Ereignissen erkennen können und nicht nur das, es war einfach schon immer so von Anbeginn der Zeit.
Es geht in der Handlung um Krieg, Macht, Hass, Eifersucht, Neid, Betrug, Vertreibung, Unterdrückung, Gefangenschaft, Mord und natürlich den Kampf zwischen den Religionen. Na, kommt Ihnen das bekannt vor? Sehr aktuell, oder? Da fragt man sich doch, ob die Menschheit bis heute noch immer nichts dazugelernt hat?!
Ein paar Tage später habe ich, wieder "zufällig", im Fernsehen die großartigen Rede von Charlie Chaplin in seinem Film "Der große Diktator" gesehen. Als ich diese Rede hörte, ging mir das Herz auf und ich hatte die Hoffnung und das Gefühl, das diese Vision, die Charlie Chaplin 1940 hatte, doch irgendwann zu erreichen ist. Nämlich, wenn wir uns endlich dafür entscheiden, die Welt besser zu machen. Wenn nicht wir, wer dann und wenn nicht jetzt, wann dann?!
Wie soll unser Leben aussehen, wie soll das kommende Jahr für unsere Welt, für unser Land, für unsere Familien und für jeden Einzelnen von uns aussehen? Friedlich oder chaotisch? Wir entscheiden das, wir haben es in der Hand, jeder Einzelne für sich!
Mit diesen Wünschen und unserer positiven Absicht, die Welt zu verbessern, im Großen, wie im Kleinen, aber auf liebevolle und friedliche Weise, lassen wir mit der Hoffnung, die dieses Lied ausdrückt, unsere Gedanken ziehen, "Zieh Gedanke". Die Musik war schon immer eine ausdrucksstarke Möglichkeit, Informationen, Botschaften und Emotionen auszudrücken und zu transportieren.
Deshalb mein Aufruf an alle Nordhäuser, die sich durch meine Worte angesprochen fühlen: Kommen Sie morgen am Dienstag, den 08.12. um 17 Uhr zum Adventskalender des Nordhäuser Theaters! Vielleicht auch mit einer Kerze in der Hand, denn wir haben schon einmal gezeigt, wie friedlich es mit einem Licht und einem gemeinsamen Wunsch bzw. der Absicht nach Frieden und Freiheit ausgehen kann.
Noten und Text zum Gefangenenchor können sie sich auf der Internetseite unseres Theaters unter "Nabucco" herunterladen und ausdrucken. Vor Ort sollen auch Exemplare vom Theater verteilt werden.
Beginnen wir wieder, die Welt ins Licht zu rücken und hören wir wieder mehr auf unser Herz und unsere innere Stimme! Zeigen wir wieder mehr Nächstenliebe und nicht nur, weil bald wieder Weihnachten ist! Schenken wir wieder mehr Menschen ein Lächeln oder eine kleine nette Geste! Es sind doch die kleinen Dinge, die oft so viel mehr wert sind!
Machen wir einen großen Schritt in ein neues Bewusstsein und schauen wir nach vorn und nicht immer wieder in unsere Vergangenheit! Sie ist wichtig, ja, weil sie uns hoffentlich etwas gelehrt hat und wir daran gewachsen sind aber wenn wir uns zu oft und zu lange darin aufhalten, dann halten wir uns eben in der Vergangenheit auf und verpassen das Leben. Und das Leben ist jetzt, es gibt nur diesen Augenblick!
Aus diesem Grund möchte ich gerne im Refrain das Wort Leid mit dem Wort Licht austauschen, denn ich bin der Meinung, dass wir in der Geschichte unseres Landes und unserer Familien genug Leid getragen haben und dass es jetzt Zeit ist, all das endlich loszulassen. Genauso, denke ich, ist es jetzt auch nötig, den ewigen Kampf zwischen den Religionen, um den es auch in "Nabucco" geht, endlich beizulegen!
Lassen Sie uns also die Zeile: "Schenk uns Hoffnung zu tragen das Licht" singen!
Ich denke, dass wir alle eine Kraft in uns tragen, ganz egal mit welcher Hautfarbe und welcher Gesinnung - denn wir sind alle Menschen! Menschen, die nur zu Gast sind auf diesem Planeten, doch wie Gäste benehmen wir uns oftmals nicht!
Ich gehöre keiner Glaubensrichtung an. Ich habe meinen eigenen Glauben, den ich tief in meinem Herzen wiedergefunden habe. Ich lebe und entscheide danach, was sich für mich, in meinem Herzen richtig anfühlt, wofür ich selbst die Verantwortung übernehme und nicht die Anderen verantwortlich mache.
Ich wünsche Ihnen und allen Menschen, genau das in sich wieder zu finden!
Danke, dass Sie diese Zeilen gelesen haben. Ganz egal, wie Ihre Entscheidung dazu ausfällt. Ob sie mitmachen oder meine Worte wirken lassen und einfach darüber nachdenken. Es ist und bleibt ihre Entscheidung und das ist gut so!
Juliane Ruß
P.S. Zeigen wir damit auch dem Nordhäuser Theater unseren Respekt, in dieser Zeit genau dieses Stück in den jetzigen Spielplan aufzunehmen. Damit haben auch sie ein großes Zeichen gesetzt!
Autor: redAufruf an alle Nordhäuser!
Mein Name ist Juliane Ruß, ich bin verheiratet und Mutter von zwei Kindern und wie alle Mütter und Väter möchte ich, dass meine Kinder eine glückliche und gesicherte Zukunft haben. Ich möchte, dass sie in Frieden aufwachsen und lernen, respektvoll miteinander umzugehen, mit Achtung, Toleranz, Verständnis und Mitgefühl. Ich möchte, dass sie ihren eigenen Weg finden und auch gehen können.Da in der letzten Zeit sehr viel passiert ist und so manches in der Welt und in jedem Einzelnen von uns durcheinander geraten ist, habe ich mich, wie so viele Andere auch gefragt, was man tun kann und was ich tun tun kann?
Durch "Zufall" habe ich auf der Theaterseite im Internet die Mitsingaktion zu dem Gefangenenchor aus der Oper "Nabucco" von Guiseppe Verdi entdeckt. Als ich mir die Geschichte der Oper durchlas habe ich viele Parallelen zu unseren momentanen Ereignissen erkennen können und nicht nur das, es war einfach schon immer so von Anbeginn der Zeit.
Es geht in der Handlung um Krieg, Macht, Hass, Eifersucht, Neid, Betrug, Vertreibung, Unterdrückung, Gefangenschaft, Mord und natürlich den Kampf zwischen den Religionen. Na, kommt Ihnen das bekannt vor? Sehr aktuell, oder? Da fragt man sich doch, ob die Menschheit bis heute noch immer nichts dazugelernt hat?!
Ein paar Tage später habe ich, wieder "zufällig", im Fernsehen die großartigen Rede von Charlie Chaplin in seinem Film "Der große Diktator" gesehen. Als ich diese Rede hörte, ging mir das Herz auf und ich hatte die Hoffnung und das Gefühl, das diese Vision, die Charlie Chaplin 1940 hatte, doch irgendwann zu erreichen ist. Nämlich, wenn wir uns endlich dafür entscheiden, die Welt besser zu machen. Wenn nicht wir, wer dann und wenn nicht jetzt, wann dann?!
Es ist Zeit, umzudenken!
Wachen wir endlich auf und beginnen wir bei uns! Hören wir auf, in unseren Herzen Krieg zu führen mit der Familie, den Nachbarn, den Kollegen und vor allem mit uns selbst! Hören wir auf, vor uns selbst wegzulaufen und vor unseren eigenen inneren Themen zu flüchten! Hören wir auf, die Anderen zu verurteilen und uns selbst! Stattdessen sollten wir denen vergeben, mit denen wir nicht in Frieden sind und ganz besonders uns selbst! Neid, Wut und Hass haben noch nie zum Frieden geführt, denn das, was wir aussenden, kommt zu uns zurück! Also sollten wir gut darüber nachdenken, was wir in unseren Köpfen kreieren!Wie soll unser Leben aussehen, wie soll das kommende Jahr für unsere Welt, für unser Land, für unsere Familien und für jeden Einzelnen von uns aussehen? Friedlich oder chaotisch? Wir entscheiden das, wir haben es in der Hand, jeder Einzelne für sich!
Mit diesen Wünschen und unserer positiven Absicht, die Welt zu verbessern, im Großen, wie im Kleinen, aber auf liebevolle und friedliche Weise, lassen wir mit der Hoffnung, die dieses Lied ausdrückt, unsere Gedanken ziehen, "Zieh Gedanke". Die Musik war schon immer eine ausdrucksstarke Möglichkeit, Informationen, Botschaften und Emotionen auszudrücken und zu transportieren.
Ein Lied für die Hoffnung
Und genau das war meine Motivation, diese Mitsingaktion unseres Theaters zu verstärken. Lassen Sie uns gemeinsam ein Zeichen setzen, indem wir Nordhäuser gemeinsam mit dem Opernchor dieses Lied für Hoffnung auf Frieden und Freiheit zusammen singen. Die momentanen Ereignisse zeigen uns jetzt ganz deutlich, zusammen zu halten! Gemeinsam sind wir stark! Und so ist auch unsere gemeinsame Stimme stark!Deshalb mein Aufruf an alle Nordhäuser, die sich durch meine Worte angesprochen fühlen: Kommen Sie morgen am Dienstag, den 08.12. um 17 Uhr zum Adventskalender des Nordhäuser Theaters! Vielleicht auch mit einer Kerze in der Hand, denn wir haben schon einmal gezeigt, wie friedlich es mit einem Licht und einem gemeinsamen Wunsch bzw. der Absicht nach Frieden und Freiheit ausgehen kann.
Noten und Text zum Gefangenenchor können sie sich auf der Internetseite unseres Theaters unter "Nabucco" herunterladen und ausdrucken. Vor Ort sollen auch Exemplare vom Theater verteilt werden.
Beginnen wir wieder, die Welt ins Licht zu rücken und hören wir wieder mehr auf unser Herz und unsere innere Stimme! Zeigen wir wieder mehr Nächstenliebe und nicht nur, weil bald wieder Weihnachten ist! Schenken wir wieder mehr Menschen ein Lächeln oder eine kleine nette Geste! Es sind doch die kleinen Dinge, die oft so viel mehr wert sind!
Machen wir einen großen Schritt in ein neues Bewusstsein und schauen wir nach vorn und nicht immer wieder in unsere Vergangenheit! Sie ist wichtig, ja, weil sie uns hoffentlich etwas gelehrt hat und wir daran gewachsen sind aber wenn wir uns zu oft und zu lange darin aufhalten, dann halten wir uns eben in der Vergangenheit auf und verpassen das Leben. Und das Leben ist jetzt, es gibt nur diesen Augenblick!
Aus diesem Grund möchte ich gerne im Refrain das Wort Leid mit dem Wort Licht austauschen, denn ich bin der Meinung, dass wir in der Geschichte unseres Landes und unserer Familien genug Leid getragen haben und dass es jetzt Zeit ist, all das endlich loszulassen. Genauso, denke ich, ist es jetzt auch nötig, den ewigen Kampf zwischen den Religionen, um den es auch in "Nabucco" geht, endlich beizulegen!
Lassen Sie uns also die Zeile: "Schenk uns Hoffnung zu tragen das Licht" singen!
Ich denke, dass wir alle eine Kraft in uns tragen, ganz egal mit welcher Hautfarbe und welcher Gesinnung - denn wir sind alle Menschen! Menschen, die nur zu Gast sind auf diesem Planeten, doch wie Gäste benehmen wir uns oftmals nicht!
Ich gehöre keiner Glaubensrichtung an. Ich habe meinen eigenen Glauben, den ich tief in meinem Herzen wiedergefunden habe. Ich lebe und entscheide danach, was sich für mich, in meinem Herzen richtig anfühlt, wofür ich selbst die Verantwortung übernehme und nicht die Anderen verantwortlich mache.
Ich wünsche Ihnen und allen Menschen, genau das in sich wieder zu finden!
Danke, dass Sie diese Zeilen gelesen haben. Ganz egal, wie Ihre Entscheidung dazu ausfällt. Ob sie mitmachen oder meine Worte wirken lassen und einfach darüber nachdenken. Es ist und bleibt ihre Entscheidung und das ist gut so!
Juliane Ruß
P.S. Zeigen wir damit auch dem Nordhäuser Theater unseren Respekt, in dieser Zeit genau dieses Stück in den jetzigen Spielplan aufzunehmen. Damit haben auch sie ein großes Zeichen gesetzt!
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.



