Fr, 14:57 Uhr
04.12.2015
EIN MÄRCHEN NEU ERZÄHLT VON GEORG BROCKT
Die Prinzessin und der Froschkönig
Wie nnz bereits informierte, öffnet morgen eine neue Ausstellung im Schloss Heringen. Zu sehen ist eine Synthese aus Körperbemalung und Fotografie. Fantasie ist auch gefragt, wenn das Bild mit dem Hintergrund verschmilzt. Die Körperkunst eignet sich sogar um ganze Geschichten neu zu erzählen...
Heringen. Beim Bodypainting wird die Farbe direkt auf den nackten Körper aufgetragen. Es entsteht der Eindruck von Kleidung, die aber keine ist. Georg Brockt erzählt uns das Märchen vom Froschkönig neu und modern. Lesen Sie selbst:
Es war einmal in einem Schloss in Heringen eine wunderschöne Prinzessin. Sie lebte fröhlich in den Tag hinein wie fast alle Teenager ihres Alters und hatte nichts zu tun, als zu spielen. Da sie keinen Player und kein Smartphone hatte, spielte sie am liebsten mit dem Ball. Das war eine goldene Kugel mit Edelsteinen. Sie glitzerten in der Sonne. Am liebsten spielte sie am Wasser auf dem Burghof. Dort waren auch ein Brunnen und ein Teich.
In dem Teich am Brunnen lebte ein Frosch. Dieser beobachtete die Prinzessin. Er liebte dieses schöne junge Mädchen. Aber weil eine böse Fee ihn in einen Frosch verwandelt hatte, konnte er ihr das nicht einmal erzählen, ihr nicht sagen, was er empfand. Der Fluch sollte aber lösbar sein, und zwar dann, wenn eine Prinzessin ihn küsst. Aber wie sollte das geschehen?
Eine Tages jedoch fiel die goldene Kugel in den Brunnen. Oh weh! Die Prinzessin war traurig, klagte. Wie bekomme ich den Ball wieder aus dem Brunnen? Der Frosch, der neben dem Brunnen wohnte, sah das alles, erkannte seine Chance und sagte zu ihr: Wenn du tust, was ich dir sage, dann hole ich den Ball wieder nach oben.
Wenn sie nicht gestorben sind, dann spielen sie noch heute.
Bitte, lieber Frosch, du kannst von mir haben, was du willst, rief die Prinzessin. Du kannst von meinem Tellerchen essen und aus meinem Glas trinken und selbstverständlich auch mit meinem Löffelchen essen. Und du darfst auch in meinem Bettchen schlafen.
Okay, sagte der Frosch. Das alles will ich mit dir tun. Ich möchte sicher mit dir schlafen, essen und trinken, aber vorher musst du mich küssen. Die Prinzessin freute sich. Endlich würde sie ihre goldene Kugel wieder bekommen. Und küssen wollte sie sowieso mal probieren.
Sie musste nur ihren Stolz etwas überwinden. Aber als sie den Frosch berührte, wurde der Fluch der bösen Fee aufgehoben. Der Frosch verwandelte sich in einen stolzen, splitternackten Prinzen. Ab sofort spielte die Prinzessin mit dem Prinzen das Spiel ganz anders.
Fantasie spielt mit: Wer ist denn da die Rosenkönigin?
Immer, wenn sie Lust auf den Prinzen hatte, warf sie den Ball ins Wasser. Da wusste der Prinz Bescheid. Das mehrmals täglich. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann spielen sie noch heute. Die Moral von der Geschichte: Manchmal lohnt es sich schon, sich etwas zu überwinden.
Für die Mitwirkung zu diesem Buch danke ich besonders den Models, den Mitarbeitern des Schlosses Heringen und deren Angehörigen, die es nicht immer leicht hatten. Die Arbeit zog sich über zwei Jahre hin
Georg Brockt
Die Ausstellung im Heringer Schloss wird morgen um 15 Uhr eröffnet
Autor: redHeringen. Beim Bodypainting wird die Farbe direkt auf den nackten Körper aufgetragen. Es entsteht der Eindruck von Kleidung, die aber keine ist. Georg Brockt erzählt uns das Märchen vom Froschkönig neu und modern. Lesen Sie selbst:
Es war einmal in einem Schloss in Heringen eine wunderschöne Prinzessin. Sie lebte fröhlich in den Tag hinein wie fast alle Teenager ihres Alters und hatte nichts zu tun, als zu spielen. Da sie keinen Player und kein Smartphone hatte, spielte sie am liebsten mit dem Ball. Das war eine goldene Kugel mit Edelsteinen. Sie glitzerten in der Sonne. Am liebsten spielte sie am Wasser auf dem Burghof. Dort waren auch ein Brunnen und ein Teich.
In dem Teich am Brunnen lebte ein Frosch. Dieser beobachtete die Prinzessin. Er liebte dieses schöne junge Mädchen. Aber weil eine böse Fee ihn in einen Frosch verwandelt hatte, konnte er ihr das nicht einmal erzählen, ihr nicht sagen, was er empfand. Der Fluch sollte aber lösbar sein, und zwar dann, wenn eine Prinzessin ihn küsst. Aber wie sollte das geschehen?
Eine Tages jedoch fiel die goldene Kugel in den Brunnen. Oh weh! Die Prinzessin war traurig, klagte. Wie bekomme ich den Ball wieder aus dem Brunnen? Der Frosch, der neben dem Brunnen wohnte, sah das alles, erkannte seine Chance und sagte zu ihr: Wenn du tust, was ich dir sage, dann hole ich den Ball wieder nach oben.
Wenn sie nicht gestorben sind, dann spielen sie noch heute.
Bitte, lieber Frosch, du kannst von mir haben, was du willst, rief die Prinzessin. Du kannst von meinem Tellerchen essen und aus meinem Glas trinken und selbstverständlich auch mit meinem Löffelchen essen. Und du darfst auch in meinem Bettchen schlafen.
Okay, sagte der Frosch. Das alles will ich mit dir tun. Ich möchte sicher mit dir schlafen, essen und trinken, aber vorher musst du mich küssen. Die Prinzessin freute sich. Endlich würde sie ihre goldene Kugel wieder bekommen. Und küssen wollte sie sowieso mal probieren.
Sie musste nur ihren Stolz etwas überwinden. Aber als sie den Frosch berührte, wurde der Fluch der bösen Fee aufgehoben. Der Frosch verwandelte sich in einen stolzen, splitternackten Prinzen. Ab sofort spielte die Prinzessin mit dem Prinzen das Spiel ganz anders.
Fantasie spielt mit: Wer ist denn da die Rosenkönigin?
Immer, wenn sie Lust auf den Prinzen hatte, warf sie den Ball ins Wasser. Da wusste der Prinz Bescheid. Das mehrmals täglich. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann spielen sie noch heute. Die Moral von der Geschichte: Manchmal lohnt es sich schon, sich etwas zu überwinden.
Für die Mitwirkung zu diesem Buch danke ich besonders den Models, den Mitarbeitern des Schlosses Heringen und deren Angehörigen, die es nicht immer leicht hatten. Die Arbeit zog sich über zwei Jahre hin
Georg Brockt
Die Ausstellung im Heringer Schloss wird morgen um 15 Uhr eröffnet



