Di, 10:38 Uhr
17.11.2015
Infoabend im Waldfrieden
Clearingstelle in Rothesütte
In Rothesütte wird der Landkreis im Laufe der Woche eine sogenannte Clearingstelle für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in Betrieb nehmen. Hierzu gab es gestern in der Gaststätte Waldfrieden einen Informationsabend für die Anwohner...
Unterkunft für minderjährige Flüchtlinge (Foto: nnz)
Rund 50 Personen waren der Einladung des Ellricher Bürgermeisters Matthias Ehrhold gefolgt. Informieren wollte man über die sogenannte "Clearingstelle", die man im Gebäude der ehemaligen Grenzkompanie einrichten wird. Das Gebäude wurde von der Service-Gesellschaft des Landkreises gekauft und wird nun an das Jugendsozialwerk vermietet werden, welches die Einrichtung betreiben soll.
Die Clearingstelle dient als eine Art Erstaufnahmeeinrichtung für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. Die Kinder- und Jugendlichen sollen hier für zwei bis drei Monate untergebracht werden, bis alle nötigen Formalien für die weitere Verteilung erledigt sind. "Die Einrichtung wird nach den deutschen Jugendhilfestandards betrieben", sagte Gunnar Reuter, Geschäftsführer der Service-Gesellschaft der nnz. Konkret bedeute dies, das eine Betreuungsstelle auf 1,6 Bewohner komme. Insgesamt soll das Haus in Rothesütte Platz für bis zu 60 Minderjährige bieten.
Ähnlich wie schon in Sülzhayn sei die Diskussion im "Waldfrieden" sachlich verlaufen, sagte Reuter, man habe die Sorgen der Anwohner ernst genommen und Fragen geklärt. Es habe sowohl besorgte Stimmen wie auch Fürsprecher gegeben. Unter anderem wollte man in Rothesütte wissen, ob sich die Minderjährigen frei im Dorf bewegen könnten und wie die Versorgung organisiert werden soll?
Über das Konzept sprach der Vorsitzende des Jugendsozialwerks, Andreas Weigel. Im Laufe der Woche soll die Einrichtung in Betrieb gehen, zunächst allerdings nur mit einer kleinen Gruppe von Bewohnern. Die Versorgung werde über die Großküche organisiert, die Abendmahlzeiten würde man gemeinsam mit den Bewohnern zubereiten. Grundsätzlich ginge es darum die Kinder- und Jugendlichen zu beschäftigen und eine geordnete Tagesstruktur zu etablieren.
Die Minderjährigen würden das Gelände wohl auch verlassen können, sagte Gunnar Reuter der nnz, die Clearingstelle sei kein Gefängnis. Geplant sei aber dies nur in Begleitung zu ermöglichen.
Angelo Glashagel
Autor: red
Unterkunft für minderjährige Flüchtlinge (Foto: nnz)
Rund 50 Personen waren der Einladung des Ellricher Bürgermeisters Matthias Ehrhold gefolgt. Informieren wollte man über die sogenannte "Clearingstelle", die man im Gebäude der ehemaligen Grenzkompanie einrichten wird. Das Gebäude wurde von der Service-Gesellschaft des Landkreises gekauft und wird nun an das Jugendsozialwerk vermietet werden, welches die Einrichtung betreiben soll.
Die Clearingstelle dient als eine Art Erstaufnahmeeinrichtung für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. Die Kinder- und Jugendlichen sollen hier für zwei bis drei Monate untergebracht werden, bis alle nötigen Formalien für die weitere Verteilung erledigt sind. "Die Einrichtung wird nach den deutschen Jugendhilfestandards betrieben", sagte Gunnar Reuter, Geschäftsführer der Service-Gesellschaft der nnz. Konkret bedeute dies, das eine Betreuungsstelle auf 1,6 Bewohner komme. Insgesamt soll das Haus in Rothesütte Platz für bis zu 60 Minderjährige bieten.
Ähnlich wie schon in Sülzhayn sei die Diskussion im "Waldfrieden" sachlich verlaufen, sagte Reuter, man habe die Sorgen der Anwohner ernst genommen und Fragen geklärt. Es habe sowohl besorgte Stimmen wie auch Fürsprecher gegeben. Unter anderem wollte man in Rothesütte wissen, ob sich die Minderjährigen frei im Dorf bewegen könnten und wie die Versorgung organisiert werden soll?
Über das Konzept sprach der Vorsitzende des Jugendsozialwerks, Andreas Weigel. Im Laufe der Woche soll die Einrichtung in Betrieb gehen, zunächst allerdings nur mit einer kleinen Gruppe von Bewohnern. Die Versorgung werde über die Großküche organisiert, die Abendmahlzeiten würde man gemeinsam mit den Bewohnern zubereiten. Grundsätzlich ginge es darum die Kinder- und Jugendlichen zu beschäftigen und eine geordnete Tagesstruktur zu etablieren.
Die Minderjährigen würden das Gelände wohl auch verlassen können, sagte Gunnar Reuter der nnz, die Clearingstelle sei kein Gefängnis. Geplant sei aber dies nur in Begleitung zu ermöglichen.
Angelo Glashagel


