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Di, 10:45 Uhr
17.11.2015
Gewerkschaft wartet auf Antwort

Die aber wurde längst versandt

Der Sommer ist schon eine Weile vorbei und die kältere Jahreszeit steht vor der Tür. Die Freibäder hatten steigende Besucherzahlen zu verzeichnen, ähnlich wird es sich vermutlich in den Hallenbädern darstellen. So auch im Badehaus in Nordhausen...


Aber wie sind die Arbeitsbedingungen der dort beschäftigten Kolleginnen und Kollegen? „In Thüringen gibt es wenige Unternehmen, in denen mehr als 9 Euro Stundenlohn verdient wird - so auch im Badehaus in Nordhausen. Die überwiegend gezahlten Stundenlöhne liegen zwischen 6,53 Euro bis 6,70 Euro netto. Auch sonst sind die Arbeitsbedingungen nicht so toll. Die Beschäftigten arbeiten jeden Tag, außer Heiligabend und Silvester, bei lediglich einem Sonntagszuschlag von 1 Euro und bei 24 Tagen Urlaub“, so die Zustandsbeschreibung von Frank Zwicker, zuständiger ver.di – Gewerkschaftssekretär.

verdi habe seit Beginn des Jahres den Versuch unternommen, das zu verändern. Im Juni wurde der Aufsichtsrat der Badehaus GmbH angeschrieben, um über die Arbeitsbedingungen zu verhandeln. Bis auf eine kurze Mitteilung, dass der Aufsichtsrat im August/September wieder tagt, habe es keine weiteren Informationen gegeben, o der Gewerkschafter.

Aus Sicht des Aufsichtsrates der kommunalen Gesellschaft stellt sich vor allem der Ablauf gänzlich anders dar.

"In einem Schreiben vom 9. Juni bat Herr Zwicker um eine Information, ob in der Badehaus Nordhausen GmbH Tarifverhandlungen für die Beschäftigten aufgenommen werden. Der Aufsichtsratsvorsitzende nahm die Bitte entgegen, informierte Herrn Zwicker mit dem Schreiben vom 8. Juli, dass die Sache im Aufsichtsrat besprochen wird", so die Antwort auf eine entsprechende Anfrage der nnz.

In der nächstmöglichen Aufsichtsratssitzung am 24. September wurde die Thematik erörtert. Geschäftsführer Jens Eisenschmidt informierte am kommenden Tag Herrn Zwicker telefonisch zu den Vorgängen und sagte eine schriftliche Antwort an die Gewerkschaft zu.

Am 5. Oktober wurde nachweislich (Postausgang der Stadtwerke Nordhausen) ein Schreiben vom Aufsichtsratsvorsitzenden und dessen Stellvertreter mit den Ergebnissen an die Gewerkschaft ver.di, zu Händen des Herrn Zwicker gesandt. Zeitnah kam der Geschäftsführer der Aufforderung des Aufsichtsrates nach und informierte alle Mitarbeiter des Unternehmens am 6. Oktober in Belegschaftsversammlungen und in einer schriftlichen Darstellung.

Auf entsprechenden Wunsch erfolgt nun nochmals die Zusendung einer Kopie des Schreibens an die Gewerkschaft, teilten Geschäftsleitung und Aufsichtsrat der nnz mit.
Autor: red

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Kommentare
Eckenblitz
17.11.2015, 12:18 Uhr
Mindestlohn
Ich dachte wir haben seit geraumer Zeit einen Mindestlohn, aber in Nordhausen gehen die Uhren wieder einmal anders. Hier gibt es die Mindestlöhne nur im Geschwätz der Politik, die Damen und Herren verdienen (bekommen) ja auch genug aus der Staatskasse. Sie sollten sich was schämen andere Personen so auszubeuten, auf anderer Seite schmeißen sie das Geld unkontrolliert aus dem Fenster, na ja Politiker eben.
Auf der anderen Seite muss man sagen, warum lassen sich das die Unterbezahlten Angestellten gefallen, selber Schuld.
Mister X
17.11.2015, 13:41 Uhr
@ Overhead
Sie haben Recht, wer sich so etwas bieten lässt, dem kann man doch auch noch weniger bezahlen. Wie sagte schon Immanuel Kant: „Wer sich zum Wurme macht, kann nachher nicht klagen, wenn er mit Füßen getreten wird.“ Jetzt steht auch noch die Frage im Raum, wer LÜGT?
Zukunft
17.11.2015, 13:44 Uhr
Die Schlauen sind wieder da
Lesen bildet und deshalb eine Nachhilfestunde: In dem Zitat von verdi ist von Netto die Rede und der Mindestlohn von 8.50 Euro ist Brutto. Da kann sich jeder selbst ausrechnen, was brutto verdient wird.

Und wie dem Gewerkschaftsmenschen zu glauben ist, das kann man ebenfalls eindeutig nachlesen. Also: Augen auf, nicht nur im Straßenverkehr.

PS. Wer gerne 10 oder 12 oder 14 Euro Netto-Stundenlohn haben möchte, der kann dann gern das Doppelte an Eintritt zahlen.
Eckenblitz
17.11.2015, 16:05 Uhr
Verdi
Eigentlich wollte ich ja die Verdi mit dem Kommentar locken, aber so geht es auch. Zukunft, Sie tun ja gerade so, als seien die Eintrittspreise unteres Niveau. Hier in Nordhausen mag das stimmen, man hat ja nur ein Badehaus. Den Mitgliedern der Gewerkschaft kann ich nur raten, ihren Bossen mal so richtig in den ………. zu treten. Sonst rührt sich da nichts.
geloescht.20220103
17.11.2015, 17:51 Uhr
Mindestlohn
Da zahlt man ein paar Cent über den Mindestlohn und schon riskiert man die große Lippe, nicht wahr Zukunft? Wenn die Stadt das Badehaus nur öffnen kann, weil es die Angestellten mit Billiglohn abstraft, dann soll man das Gebäude schließen, ich vermisse es nicht. Die Arbeitgeber und der Kunde sollen für die Misswirtschaft der Politik zahlen.
Leser X
17.11.2015, 19:10 Uhr
Das Grundproblem...
... der deutschen Arbeit"nehmer"schaft ist doch, dass sie nicht zusammenhält und sich diese Lohnsklaverei gefallen lässt. Das Mindestlohngesetz ist doch nur eine Farce, man sieht doch, dass es vielerorts ungestraft und erfolgreich von den Ausbeutern unterlaufen werden kann. Mit aktiver Unterstützung der Politik.

Es hilft alles nichts - wenn man sich das gefallen lässt, geht die Lohnabwärtsspirale auch in Zukunft immer weiter. Aber wenn ich mich in meinem KollegInnenkreis so umhöre, gibt es nur wenig Bereitschaft, selbst aktiv zu werden. Da wird schmarotzt, dass sich die Balken biegen frei nach dem Motto: Zahle Du mal für mich Deinen Gewerkschaftsbeitrag. Geiz ist eben geil.

Solange es keine Kampfkultur der abhängig Beschäftigten gibt, kann man nur sagen: Ihr habt´s nicht anders verdient.
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