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Mo, 21:22 Uhr
26.10.2015
Kreisausschuss tagte erneut

Dringlichkeitssitzung zu Unterkünften

Eigentlich hatte der Kreissausschuss erst vergangene Woche getagt, heute kam man noch einmal zusammen, um drängende Entscheidungen in Sachen Flüchtlingsunterbringung zu fällen. Auch Elternvertreter aus Wipperdorf waren zur Sitzung erschienen...

Bevor es konkret wurde, legte Landrat Jendricke dem Ausschuss und den Anwesenden noch einmal die aktuelle Lage dar. Der Zustrom halte unvermindert an, pro Woche erreichen rund 50 Flüchtlinge den Landkreis. Auch in den anstehenden Wintermonaten wird es nach Einschätzungen des Bundes wohl nicht weniger werden, erklärte Jendricke.

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Der Aufnahmedruck bleibt und Jendricke bezweifelt, das selbst Entscheidungen auf europäischer Ebene zeitnahe Veränderungen mit sich bringen könnten. Was sich geändert hätte, sei die Herkunft der Flüchtlinge. Das Thema der Sommertage, die Wirtschaftsflüchtlinge aus Europa, sei nicht mehr aktuell, zur Zeit kämen in Nordhausen aus den Balkanländern keine Flüchtlinge mehr an. Der Strom aus Syrien, Irak und Afghanistan halte indes unvermindert an. Mit zwei Dritteln aller Neuankömmlinge stellten die Syrer die größte Gruppe und etwa die Hälfte aller im Kreis ankommenden Flüchtlinge seien alleinreisende Männer, der Rest vor allem Familien.

Angesichts der Situation könne man Entscheidungen nicht lange vor sich herschieben, deswegen auch die Dringlichkeitssitzung. Zur Beratung schritt man aber zunächst nicht, unter den Gästen im kleinen Plenarsaal des Landratsamtes waren auch zwei Vertreter der Eltern aus Wipperdorf, denen das Wort gegeben wurde.

Kreissausschuss tagte zur Flüchtlingsunterbringung in Nordhausen (Foto: Angelo Glashagel) Kreissausschuss tagte zur Flüchtlingsunterbringung in Nordhausen (Foto: Angelo Glashagel)

Mutter Konstanze Apel und Annika Krause, ihres Zeichens stellvertretende Schulelternsprecherin der Grundschule Wipperdorf, waren gekommen, um dem Landrat noch einmal ihre Sorgen darzulegen. Die Unterbringung von Flüchtlingen im leerstehenden Teil der Schule bedeute Stress für die Kinder und hindere am lernen. Sie schlugen vor, die Kinder auf Schulen in der Umgebung zu verteilen und die gesamte Schule als Unterkunft zu nutzen, damit wäre allen Beteiligten eher geholfen.

Landrat Jendricke entgegnete, dass man dafür bisher keine Notwendigkeit gesehen habe. Angesichts der Lage sei auch eine Notunterbringung in Turnhallen wie man sie im Sommer schon einmal hatte, nicht völlig auszuschließen, man versuche aber das zu vermeiden. Ihm würden viele andere Vorschläge unterbreitet, auch andere Schulen. "Ein Ersatzobjekt löst das Problem aber nicht", sagte Jendricke, man sei beständig auf der Suche nach Unterbringungsmöglichkeiten, zuletzt habe man sich ein Objekt "Im Krug" bei Bielen angesehen. Die Umbauarbeiten in Wipperdorf indes würden nicht lange dauern, da man ohnehin unter zeitlichem Druck stehe und lärmintensive Arbeiten seien bisher nicht erkennbar.

Desweiteren baten die Damen noch einmal um eine Bestätigung, dass hier nur Familien untergebracht würden und bekamen sie auch. Ziel sei immer die Familien so schnell wie möglich aus den Massenunterkünften herauszubekommen, weswegen eine Notunterkunft speziell für Familien auch angestrebt werde. Zuletzt wollten die Frauen noch wissen, wie die Sicherheit gegen rechtsextremistische Angriffe sichergestellt werden solle. Der Landrat meinte das man vergangene Woche habe beobachten können wie Kräfte von außen versuchten die Lage zu beeinflussen. Eine Möglichkeit sich zu schützen sei, so der Landrat, sich vor Ort klar gegen Einflüsse von außerhalb abzugrenzen und sie nicht durch Applaus willkommen zu heißen.

Desweiteren sei der Wachschutz da, um die Einrichtung von außen zu schützen. Die Ankündigung Zäune errichten zu wollen hatte in Wipperdorf für Erregung gesorgt, diese seien lediglich als Hilfsangebot gedacht gewesen.

Die Situation wie man sie in Wipperdorf habe, also die kurzfristige Belegung von Räumlichkeiten, werde in anderen Orten nicht anders sein, sagte Jendricke. Der Landrat plädierte für einen "normalen Umgang mit der Situation", der nicht von "Vorbehalten und Angst" geprägt werde. Man sei jederzeit bereit sich einer geordneten Diskussion zu stellen.

Schließlich ging man zur eigentlichen Tagesordnung über und auf der standen außerplanmäßige Ausgaben für Investitionen in Nordhausen und Rothesütte. In das Jugendhostel am Taschenberg sollen 300.000 Euro investiert werden um 40 Plätze für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge einrichten zu können und 337.500 Euro sollen in die Elisabethstraße fließen, um 45 reguläre Plätze zu schaffen. Beide Häuser werden vom Horizont betrieben, der auch für die Umsetzung der Investitionen zuständig sein soll. In beiden Fällen entstammen die Mittel der Investitionspauschale des Landes.

Punkt Nummer drei befasste sich mit der Einrichtung einer sogenannten "Clearing-Stelle" in Rothesütte. Dabei handelt es sich um eine Erstaufnahmeeinrichtung für unbegleitete Minderjährige Flüchtlinge. Die Kinder- und Jugendlichen würden hier rund zwei Monate untergebracht, solange bis alle nötigen Formalien wie Untersuchungen, Erkennungsdienstliche Maßnahmen und Gespräche erledigt sind und die Minderjährigen weiter auf andere Einrichtungen verteilt werden können.

Für die Einrichtung, die vorraussichtlich vom Jugendsozialwerk betreut werden soll, gelten dabei ähnliche Standards wie bei einem regulärem Kinderheim und hätte vom Sozialarbeiter über Sprachbegleiter, Dolmetscher bis zum FSJler mit 46 Stellen einen entsprechend hohen Personalbedarf. Der Beschluss befasste sich aber erst einmal mit der Ermächtigung Jendrickes hier Verträge mit dem Land und dem Verein abschließen zu dürfen.

Allen drei Beschlüssen wurde einstimmig zugestimmt.
Angelo Glashagel
Autor: red

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Kommentare
Ickarus
26.10.2015, 21:44 Uhr
Wo bleibt die Dringlichkeitssitzung?
Wo bleibt die Dringlichkeitssitzung bezüglich der im Landkreis fehlenden Krippen- und Kitaplätze?

Was sollen diese ständige Zusammenkünfte um Massen von Geldern auszugeben, aber für unsere Kinder wird nichts getan?

Zur Zeit fehlen ca. 100 Plätze, wie bereits mehrfach veröffentlicht und es tut sich nichts, aber auch gar nichts!!!

Was wenn jetzt all die Kinder der Asylanten auch noch Plätze in Krippe und Kita benötigen? Es wird dauernd über Integration diskutiert, doch die Politik schafft es nichtmal sich um die Probleme der Einheimischen zu kümmern, geschweige denn will sie sich darum kümmern!
Günther Hetzer
27.10.2015, 07:03 Uhr
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Bleicheroder0815
27.10.2015, 08:02 Uhr
@ ickarus
Wahre Worte....

Unsere Kinder spielen in unserer Politik keine Rolle mehr....

Unsere Kinder stehen irgendwo zwischen ein schachspiel und nen Minigolf platz... Es interessiert niemanden was mit unseren Kindern passiert...

Aber eins ist gewiss.. Die nächsten Wahlen kommen!!!!
wissender
27.10.2015, 08:24 Uhr
was glaubt ihr eigentlich alle
wie wichtig wir für unsere Politiker sind?
Wir dienen doch nur dazu Wahlvieh zu sein und deren Fehler zu finanzieren.
Weder im Kreis noch bei der Stadt werden wir Einwohner ernst genommen. Man versucht uns das zwar täglich zu suggerieren, aber in Wirklichkeit schert man sich einen Dreck um uns!
Unsere Kinder? Unwichtig!
Unsere Senioren? Unwichtig!
Mittelstand? Unwichtig!
Infrastruktur? Unwichtig!
Flüchtlinge? Sehr wichtig!!
x-tus
27.10.2015, 10:56 Uhr
oje oje oje .....
.. was muss man doch von bösen buben oder mädchen hören...so schrieb dereinst wilhelm busch.....

ich muss gestehen ich bin etwas ungehalten ..warum ?

nun in diesem artikel werden die namen der zwei mitinitiatorinnen unseres zusammenschlusses mit vollem namen genannt
ist das ohne deren zustimmung zulässig -frage an die red. ?

aber ganz davon ab , weise ich nochmals ausdrücklich darauf hin das wir nicht daran interessiert sind für irgendeine politische seite/partei zu werben oder zu propagandieren und wir möchten bitte auch nicht von wem auch immer als politisches mittel oder bühne genutzt werden...

wir befürchten ganz einfach das durch ablenkungen welcher art auch immer , ankommende busse ,spielende kinder oder dergleichen die aufmerksamkeit der kinder im unterricht abgelenkt wird , wir wissen es doch alle selber wenn im sommer der hausmeister den rasen mähte und nur hin und herlief dann war das allemal interessanter als das was vorne geschieht oder ?

und nur darum einzig und allein darum geht es uns ,die kinder sollen in der schule weiter ohne äussere einflüsse in ruhe lernen ,denn aus welchem grund werden wohl schulen nicht in wohnblöcken sondern in separaten gebäuden untergebracht ? ...richtig damit die kinder in ruhe lernen können .... ist das nicht einfach und logisch ?

wenn nun der vorschlag kommt dann teilt die schüler doch auf umliegende schulen auf ... und da kommt die antwort ..das halte ich derzeit noch nicht für nötig,denn wer weiss ob wir in nächster zeit nicht eine turnhalle in bleicherode brauchen... ist das doch meines erachtens nach recht kurzsichtig . jeder möchte gern das der schulstandort wipperdorf erhalten bleibt ,aber wenn es durch die zeitweilige umnutzung hilft die derzeitigen probleme zu lösen dann sollte doch diese alternative bitte ernsthaft in betracht gezogen werden ..... oder liege ich hier nun komplett daneben und habe nun den rest welt zum feind weil ich mich hier in die mitte stellen will und einfach nur die bestmögliche lösung suche für alle beteiligten ,denn weder die flüchtlinge noch wir noch unsere kinder können etwas für die gegenwärtige situation , achso und ja herr jendricke den kindern bleiben keine flüchtlinge erspart da wir diese menschen ja integrieren wollen in unser alltagsleben ,aber bitte ich möchte als vater derjenige sein der meinen kindern dies vermittelt und nicht der blick durch den zaun , ich hoffe das sie dies lesen und vieleicht auch als vater nocheinmal über meine worte nachdenken und ebenso alle anderen die sich hier gegenseitig zefetzen ..setzt euch zusammen sucht gemeinsam alternativen und lösungen darauf wartet europa das das deutsche volk geschlossen steht und zeigt wie es geht trotz unverantwortlicher zögernder politik der regierung wir im kleinen müssen einen schneeball formen und ihn den berg hinabrollen ,dann wird daraus eine lawine die jedes hinderniss auf dem weg zum ziel hinwegfegt .... und wie gesagt ..denkt einfach mal drüber nach warum ihr in zwei gruppen gespalten seid und warum manche möchten das es so bleibt...
Wolfi65
27.10.2015, 11:06 Uhr
Hoffentlich ist bald Ruhe mit dem Flüchtlingen!
Seit Wochen gibt es nur noch ein Thema in den Nachrichten.
Sollte man nicht mal wieder wichtigere Dinge bringen?
Wie zum Beispiel die Schließung der Grenzen zu unseren Schengen-Gesetz-Freunden, welche nur noch den Durchgangsverkehr nach Germany regeln.
Den Austritt Deutschlands aus der Eurozone.
Das Ende mit Zahlungen an Brüssel, welche gegen deutsche Interessen eingesetzt werden.
Zahlungen nur noch an die, welche auch das Geld erarbeitet haben.
Sofortige Entlassung derer aus den politischen Ämtern, welche gegen deutsche Interessen verstoßen und Steuergelder veruntreuen.
Ra1n3R
27.10.2015, 11:45 Uhr
@Wolfi65
Wie definierst Du "bald"? Der Zustrom ist ungebremst, der wird nicht am 05.11.2015 ( Beispiel) auf "0" (in Worten = Null) zurück schrumpfen. Außerdem steht ja nun auch noch der angekündigte Nachzug an. Bis Jahresende wurden schon Prognosen / Zahlen von bis zu 2,5Mio Menschen genannt. Dazu dann eben noch den Nachzug, der die Zahl noch verdoppeln, verdreifachen wird. Auch hier stammen die Prognosen nicht von "verwirrten" Rechten, sondern von anerkannten Experten aus der Politik und Wirtschaft.

Ein Beispiel:
Zitat[....}
...Bundestagsvizepräsident Johannes Singhammer hatte zuvor eine Begrenzung des Anspruchs der Flüchtlinge auf Familiennachzug gefordert. In der Süddeutschen Zeitung verwies der CSU-Politiker darauf, dass bisher 200.000 Syrer in Deutschland Zuflucht gefunden hätten. Nach Angaben des früheren Präsidenten des Bundesamts für Migration, Manfred Schmidt, würden im Durchschnitt je Flüchtling drei Familienangehörige einen Anspruch auf Nachzug geltend machen. Allein daraus ergebe sich ein "Nachzugspotenzial" von 600.000 Menschen.

http://www.zeit.de/politik/deutschland/2015-10/fluechtlinge-schwesig-familiennachzug
[...]
Zitat Ende

Hier geht man also auf uralte Zahlen und nur bei Menschen aus Syrien von einer Verdreifachung aus! Und da in diesem Takatuka-Ländle ja nur Alibi-Abschiebungen von einigen wenigen Menschen berichtet wird, dürfte die Zahl um einiges höher ausfallen. Man braucht also kein Mathe-Genie zu sein um einmal durchzurechnen, was bei Jährlich Millionenfachen Grenzübertritt und anschließendem Nachzug für Zahlen entstehen.

Und wenn man diese Fragen dann an die Kommunalpolitiker, den "Bunte-Fahnen-Schwenkern" stellt, bekommt man keinerlei Antworten.

Kein Land auf dieser Kugel ist in der Lage, Jährlich einen Zuzug von mehreren Millionen Menschen zu bewerkstelligen. Man braucht nun auch wieder nicht mit den Thesen vom Libanon und der Türkei kommen, wo auch eine hohe Anzahl an "Flüchtlingen" lebt. Denn die sind dort eben nur temporär untergebracht. Dort gibt es keinerlei solcher Ansätze, wie in Deutschland. Und genau das ist auch einer der Gründe, warum sich Deutschland inzwischen in eine totale Isolation in Europa hinein manövriert.

Von daher fand ich die Klattschpappen-Kommentar sehr lustig, als Mutti-Merkel als möglicher Empfänger des Friedensnobelpreisempfänger zur Debatte stand. OK, Obama als größter Kriegstreiber der Welt bekam ihn ja auch. Warum dann nicht auch jemand, der einen ganzen Kontinent destabilisiert, der seit Monaten Gesetze bricht, das eigene Volk als dummes Pack steuert.

Die Kurzsichtigkeit in diesem Dilemma wird in naher Zukunft wie ein Boomerang einschlagen...
Wolfi65
27.10.2015, 12:55 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Gehört nicht mehr zum Thema des Beitrags
Ra1n3R
27.10.2015, 21:03 Uhr
Familiennachzug noch größer...?!
Na da bin ich auf die Antworten gespannt. Zumal sich der Herr Boris Palmer, OB von Tübingen (B90 / Grüne) nun alles andere als im Nazi-Spektrum befindet.

Interview Deutschlandfunk / B. Palmer
http://www.deutschlandfunk.de/boris-palmer-zur-fluechtlingspolitik-es-gibt-ein.694.de.mhtml?dram%3Aarticle_id=335011

Zitat[...]
Der Grünen-Politiker betonte, er wolle die deutsche Grenze nicht dichtmachen. Vielmehr brauche es eine Doppelstrategie: Man müsse den Menschen in den Lagern eine Perspektive bieten und per Kontingent dafür sorgen, dass auch Frauen und Kinder aus Syrien nach Europa kommen könnten. Derzeit schafften das nur die jungen Männer. "Natürlich müssen wir Flüchtlingen helfen, aber das muss geordnet passieren."
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Zehn Millionen Menschen integrieren - das funktioniert nicht
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[...] /Zitat

Soso. 10 Millionen? Als Schätzungen aus der Wirtschaft von 7,5 Millionen kamen, wurde das mit der "Alu-Hut Theorie" abgestempelt. Haben die Grünen nun ihre eigenen Leute nicht mehr im Griff? ;)
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