eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige Refinery (c1)
Mo, 15:05 Uhr
26.10.2015
nnz-Ergebnisdienst Kegeln

Der Überblick der Kegler

Jede Serie geht einmal zu Ende. Das mussten am fünften Spieltag der Thüringer Kegelsaison nur auch die Frauen des Nordhäuser SV zur Kenntnis nehmen. Nach vier Siegen in Folge ging diese Erfolgsserie nun ausgerechnet auf der Heimbahn gegen Gebesee zu Ende.Niederlagen mussten auch die 2. Seniorenmannschaft des NSV sowie die Männer der SG Bleicherode/Sollstedt hinnehmen. Erfolgreich nach ganz starker Leistung dagegen die NSV-Senioren-Erste sowie nach großem Kampf die Salzaer Senioren...

Kein Happyend im Herbstmärchen für die NSV-Frauen
Das Herbstmärchen der Nordhäuser NSV-Frauen in der Landesliga ist vorerst beendet. Im fünften Saisonspiel bezog man ausgerechnet auf der Heimbahn die erste Niederlage während die Gäste aus Gebesee unverhofft ihren ersten Auswärtssieg bejubeln konnten. Es war ein Spiel auf schwachem Niveau, vor allem beim Gastgeber.

Regina Hahn kam überhaupt nicht in die Gänge, wurde gegen die zuletzt in der Kreisliga stark spielende Birgit Galonska ausgewechselt. Die konnte aber auch nur kurz für etwas Erleichterung sorgen, hatte letztlich keine Chance, die deutliche erste Einzelniederlage gegen Regina Bärwolf zu verhindern. Heike Fiedler, obwohl auch in keiner guten Verfassung, hielt den NSV aber mit ihrem Vier-Satz-Sieg gegen das durchweg zu schwache Duo Nowak/Bennewiß am Leben. Sogar 16 Holz Vorsprung bei geteilten Mannschaftspunkten für die Nordhäuserinnen.

Im zweiten Paar aber war dann schon nach zwei Bahnen klar, dass es die erste Saisonpleite für den Tabellenführer geben würde. Nicole Hoffmann bekam einmal mehr ihre Räumschwäche einfach nicht in den Griff und auch Tina Romhardt tat sich schwer, lag gegen Bettina Kaiser 0:2 zurück. Sie kämpfte sich dann aber ins Spiel, gewann auch die nächsten zwei Bahnen, hätte mit ihrem letzten Wurf sogar noch wenigstens den zweiten Punkt für ihr Team holen können. Doch ihre letzte Kugel ins volle Bild war zu schwach, ließ nur drei statt der erforderlichen sechs Kegel fallen.

Damit ging auch dieser Punkt an die Gebeseeerin. Die Gäste hatten mit Veronika Sauer, die gegen Nicole Hoffmann alle vier Bahnen hoch gewann, noch eine dritte Spielerin mit über 500 Holz, gewannen damit hochverdient.

Landesliga Frauen 120 Wurf
Nordhäuser SV – KSV 1955 Gebesee 1:5 (1859:1923/7:9)
Regina Hahn/Birgit Galonska 0:1 (462:500/1:3)
Heike Fiedler 1:0 (460:406/4:0)
Tina Romhardt 0:1 (511:513/2:2)
Nicole Hoffmann 0:1 (426:504/0:4)

NSV-Senioren mit Glanzleistung an die Tabellenspitze
Es war wohl nur eine kleine Atempause, die sich der amtierende Landevizemeister zuletzt gegönnt hatte. Gegen den bis dahin ungeschlagenen Spitzenreiter Wutha-Farnroda hatte eine vergleichsweise bescheidene Heimleistung der Mannschaft vom Nordhäuser SV zum dennoch sicheren Sieg gelangt. Die hätte nun auch gegen den bislang stark auftrumpfenden Neuling aus dem Schleizer Vorort Oschitz gelangt.

Doch die Nordhäuser hatten sich bestens auf einen harten Kampf eingestellt und präsentierten sich in prächtiger Verfassung, gewannen alle vier Einzelspiele. Vor allem im Räumen gab man den Gästen mit 573:485 Holz bei 20:49 Fehlwürfen mehr als deutlich das Nachsehen.

Das Räumen wurde bereits im ersten Paar zum entscheidenden Faktor. „Kalle“ Gleitze ließ da gegen seinen Kontrahenten die siegbringenden mehr Kegel fallen. Genauso wie der diesmal auch im ansonsten wenig geliebten Heimspiel Kapitän Reiner Hagemeier. Er lieferte sich mit dem besten Gästespieler Dieter Haubold einen begeisternden Kampf. In die Vollen beide mit je starken 310 Holz exakt gleichauf, aber mit tollen 162 Räumern war die Nordhäuser an diesem Tage die eindeutige Nummer Eins.

Mit einem Plus von 41 Zählern für die Gastgeber ging es ins zweite Paar. Hier erwies sich Rainer Wille einmal mehr als die Zuverlässigkeit in Person, hatte mit 155 Holz ebenfalls ein ganz starkes Räumen und distanzierte seinen Gegner um nicht weniger als 62 Punkte. Da konnte auch das diesmal nicht so gute Räumen von Uwe Schmögner locker verschmerzt werden. Vielleicht fehlte ihm angesichts des längst feststehenden Sieges etwas die Konzentration.

Jedenfalls ging ein Anwurf nach dem anderen immer wieder auf die Mitte und er brauchte dadrch trotz weniger Fehlwürfe viele Würfe um wieder ins volle Bild zu kommen. Dennoch war auch sein Einzelsieg am Ende ungefährdet. Damit übernahmen die Nordhäuser vor den punktgleichen Meiningern wieder die Tabellenspitze in der Verbandsliga.

Verbandsliga Senioren 100 Wurf
Nordhäuser SV – SG Bergland Schleiz-Oschitz 1750:1624
Carl-Josef Gleitze 421:400
Reiner Hagemeier 472:452
Rainer Wille 448:386
Uwe Schmögner 409:386

Rückschlag für die NSV-Zweite
Nach dem deutlichen Sieg zuletzt gegen Waltershausen nach einer guten Mannschaftsleistung schien die 2. Seniorenmannschaft des NSV die anfängliche Saisonschwäche ad acta gelegt zu haben. Es schien aber nur so. Denn im zweiten Heimspiel in Folge gab es schon wieder einen herben Rückschlag.

Gegen die keinesfalls überragend aufspielenden Gäste aus Rastenberg musste man eine bittere Niederlage einstecken. Lange Gesichter schon nach dem ersten Paar. Rainer Gebhardt gewann zwar trotz schwacher Leistung noch sein Spiel, doch der zuletzt in guter Verfassung spielende Ingo Koudele war diesmal nur ein Schatten seiner selbst, musste noch vor Beendigung seiner ersten Bahn ausgewechselt werden. Steffen Kratzien konnte nur noch dafür sorgen, das der Rückstand nicht noch größer wurde.

So waren es vor dem zweiten Durchgang „nur“ 20 Zähler Rückstand für die Nordhäuser. Und Uwe Hempowicz und Kapitän Heinz Schulz machten dann sofort ordentlich Dampf, hatten vor dem letzten Bahnwechsel den Rückstand sogar in einen kleinen Vorsprung von drei Holz verwandelt. Es schien doch noch noch alles gut zu werden. Doch die beiden Rastenberger hatten beileibe noch nicht aufgegeben. Wilfried Rößler biss sich förmlich an Uwe Hempowicz, mit 144 Holz bester Einzelräumer des Tages, fest, überließ im nur fünf Holz zum knappen Einzelsieg.

Entscheidend aber das Duell von Heinz Schulz gegen Ronald Habermann. Nach der ersten Bahn lag der Nordhäuser deutlich vorn, doch dann lief der Rastenberger zu ganz großer Form auf, beeindruckte die NSV-Käptn sichtlich und gab sich schließlich nur um ein einziges Holz geschlagen. Damit hatte er den Gästesieg doch noch aus dem Feuer gerissen. Entscheidender Faktor war das wesentlich bessere Spiel der Gäste in die Vollen. Hier hatten sie mit 1171:1119 Holz den klaren Vorteil.

Landesliga Senioren 100 Wurf
Nordhäuser SV II – SG Union Rastenberg 1612:1626
Rainer Gebhardt 379:364
Ingo Koudele/ Steffen Kratzien 379:412
Uwe Hempowicz 428:423
Heinz Schulz 428:427

Salzaer Sieg hing am seidenen Faden
Die Salzaer Senioren sich nach ihrem Abstieg aus der Verbandsliga 120 Wurf eine Etage tiefer in der Landesliga weiter auf gutem Weg, am Saisonende vielleicht sogar den sofortigen Wiederaufstieg schaffen zu können. Trotz des erwartet harten Kampfes bei der 3.Mannschaft von Motor Gispersleben feierten sie am Ende den vierten Sieg im fünften Spiel und sind nun hinter den noch ungeschlagenen Langulaern Tabellenzweiter.

Gispersleben erwies sich als erwartet heimstark. Alle vier Einzelspiele waren hat umkämpft und um ein Haar hätten die Gastgeber den Salzaern einen oder sogar beide Punkte abgeknöpft. Diese Entscheidung fiel buchstäblich erst mit der letzten Kugel. Zunächst gab Dieter Werner dem Landessportbundpräsidenten Peter Gösel mit 3:1-Bahnerfolgen das Nachsehen. Dafür musste sich aber Wolfgang Heinze nach einer Berg-und-Talfahrt Ernst Wolf beugen. 145:135-122:130-137:112-117:136 die einzelnen beständig Salzergebnisse.

Die knapp bessere Gesamtholzzahl entschied zugunsten des Gisperslebener. 1:1 und nur ein Plus von 16 Holz für Salza vor der zweiten Runde. Hier sorgte Salzas Rainer Krätzschel für ein Kuriosum. Mit 467:482 Holz wäre er nach dem klassischen Modus, bei dem nur die erzielten Holz zählen, klar unterlegen gewesen. Doch er hatte drei Bahnen für sich entschieden und so den wichtigen Mannschaftspunkt geholt. Sein Gegner hatte mit 144:110 nur eine ganz starke zweite Bahn, damit aber offensichtlich sein Pulver verschossen.

Doch es blieb wie schon gesagt bis zuletzt spannend, denn Gispersleben hatte nicht nur den Holzrückstand fast schon ausgeglichen sondern durch Harald Dehn sogar den Sieg in der Hand. Rainer Schubert hatte die erste Bahn verloren, die nächsten beiden dann zwar gewonnen, lag auf der letzten aber wieder zurück und sein Gegner holte Holz um Holz auf. Der Salzaer Kapitän wehrte sich verzweifelt, rettete schließlich bei 2:2-Bahnsiegen drei Holz zum Einzelsieg, gleichbedeutend mit dem Gesamtsieg für Salza. Hätte der Gisperslebener nur fünf Kegeln mehr fallen gelassen wäre der Sieg an den TSV gegangen. Es war wie ein Krimi.

Landesliga Senioren 120 Wurf
TSV Motor Gislersleben III – TSG Salza 1:5 (2010:2014/7:9)
Dieter Werner 1:0 (508:484/3:1)
Wolfgang Heinze 0:1 (513:521/2:2)
Rainer Krätzschel 1:0 (467:482/3:1)
Rainer Schubert 1:0 (526:523/2:2)

Starke Gegenwehr wurde nicht belohnt
6:2 für Leimbach, das hört sich nach einer klaren Angelegenheit für die Gastgeber an. Doch die Männer von der Spielgemeinschaft Bleicherode/Sollstedt leisteten in allen sechs Einzelspielen hartnäckigen Widerstand. So gab sich zunächst Maik Jalowski nach geteilten Bahnsiegen nur winzige sechs weniger gefallene Kegel geschlagen.

Auch Uwe Schäfer und der gegen den Tagesbesten Andreas Fleischmann spielende Rainer König gaben sich erst nach zähem Ringen geschlagen. Dann brachte die gut aufgelegten Mario Czerwinski und Daniel Schäfer die SG mit zwei Siegen aber wieder heran, verkürzten den Holzrückstand von zuvor 59 auf nur noch 16 Zähler. Ausgerechnet der ansonsten so zuverlässige Hanjo Sinzel aber hatte einen rabenschwarzen Tag. Auch der ihn schließlich ablösende Maik Schäfer konnte da nichts mehr kitten. Der Leimbacher holte für seine Farben den vierten und damit entscheidenden Sieg.

1. Landesklasse Männer 120 Wurf
KC 90 Leimbach – SG Bleicherode/Sollstedt 6:2 (2964:2913/13:11)
Maik Jalowski 0:1(488:494/2:2)
Uwe Schäfer 0:1 (454:479/1:3)
Rainer König 0:1 (494:522/1:3)
Mario Czerwinski 1:0 (521:505/3:1)
Daniel Schäfer 1:0 (506:479/3:1)
Hanjo Sinzel/ Maik Schäfer 0:1 (450:485/1:3)
Uwe Tittel
Autor: red

Anzeige symplr (6)
Kommentare

Bisher gibt es keine Kommentare.

Kommentare sind zu diesem Artikel nicht möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (9)
Anzeige symplr (8)