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Sa, 10:45 Uhr
17.10.2015
nnz-Betrachtung

Der Weg auf den Platz und zum Verein

Ein grandioser Abend war das gestern schon im Albert-Kuntz-Sportpark. Gänsehaut-Feeling, tolle Fans und eine sich selbst belohnende Mannschaft und eine Szene nach dem Spiel, die eine Betrachtung wert ist...

Haben sich die beiden noch was zu sagen? (Foto: nnz) Haben sich die beiden noch was zu sagen? (Foto: nnz) Haben sich die beiden Männer noch was zu sagen?

Das Spiel ist vorbei, die Mannschaft klatscht die Fans ab. Mitten auf dem Spielfeld noch zwei Männer. Nico Kleofas und Frank Kirchhoff. Sie bauten gemeinsam den Verein in den zurückliegenden Jahren um und auf, sie machten das möglich, was in diesen Tagen, Wochen und Monaten im Verein abgeht. Sie schienen unzertrennlich, ihre Gemeinschaft strahlte aus, nahm viele andere mit.

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Dann der Bruch: Frank Kirchhoff schmiss hin. Zurecht, wie die nnz damals kommentierte. Die Gründe: ein Brief, der viel zerstörte, der Kirchhoff ins Mark traf. Es schien so, als seien nicht nur die Bande zwischen dem einstigen Vizepräsidenten und dem Verein, sondern auch zwischen Kleofas und Kirchhoff für immer zerschnitten.

Doch Frank Kirchhoff ließ sich immer wieder sehen auf dem Platz an der Parkallee, seine Firma - PK Systems - verschwand nie von der Sponsorenliste. Kamen sich der Verein und sein ehemaliger Vize wieder näher? Konnte Kirchhoff denn eigentlich ohne Wacker leben? Dann gestern, kurz vor 21 Uhr, dieses Bild:

Kirchhoff und Kleofas gehen wieder zusammen für Wacker (Foto: nnz) Kirchhoff und Kleofas gehen wieder zusammen für Wacker (Foto: nnz)
Es war das erste Mal, dass Frank Kirchhoff mit Wacker-Anorak wieder auf den Platz lief. Spieler umarmten ihn. Frank war wieder mitten drin. Dort, wo er hingehört. Und er stand wieder an der Seite von Nico Kleofas. "Richtig, es war nach diesem Spiel das erste Mal, dass ich wieder auf den Platz lief. Seit der Trennung habe ich nächtelang überlegt, ob es ohne Wacker geht? Jetzt weiß ich, ich brauche diesen Verein", erzählt Frank Kirchhoff.

Die Trennung des Vereins von Ex-Trainer Jörg Goslar machte für Kirchhoff den Weg am gestrigen Abend möglich. Viele Spieler, die damals einen unmöglichen Brief gegen den Vize-Präsidenten mit unterschrieben hatten, haben sich mittlerweile bei ihm aufrichtig entschuldigt. Wurden sie damals von Goslar unter Druck gesetzt?

Diese Frage muss nicht mehr beantwortet werden. Die Antworten liefern Mannschaft, Betreuer und das Trainer-Duo jedes Wochenende auf dem Fußballplatz. Gestern, die 90 Minuten bei strömenden Regen, die waren der Beweis, dass es sich lohnt, für den Verein da zu sein, die Mannschaft zu unterstützen. 1.650 mal. Es war dieser emotionale, eigentlich eher nebensächliche Moment der Umarmung zweier Männer, die das ausdrückte, was Verein und Region seit Jahren erleben. Auch wenn Frank Kirchhoff kein Amt im Präsidium mehr annehmen wird, so ist doch klar, auf ihn kann sich der Verein wieder verlassen. Und das ist richtig gut so.
Peter-Stefan Greiner
Autor: red

Kommentare
gandalf
18.10.2015, 13.28 Uhr
Willkommen zurück, Frank Kirchhoff!
Diese Personalie ist fast noch erfreulicher, als das Ergebnis vom Freitag. Jeder weiß, wie sehr die Entwicklung von Wacker mit dem Namen Frank Kirchhoff verbunden war und ist. Bei seinem Rückzug war Wacker der größte Verlierer. Da wird erst mal klar, wieviel Macht der Ex-Trainer im Verein hatte.

Ich bin froh, dass der Verein wieder zu seiner Basis zurückfindet. Im nachhinein bin ich schon etwas erschüttert, mit welcher Eiseskälte Jörg Goslar ihm nicht (mehr) genehme Leute aus dem Verein gedrängt hat. Ich erinnere da nur mal an Torsten Ernst oder Torsten Last. Als sympathischer Verein kam Wacker schon lange nicht mehr rüber. Die Zuschauerzahlen der letzten Spiele sprechen da doch eine recht eindeutige Sprache.

Ohne die Leistung und die sportliche Kompetenz von Jörg Goslar schmälern zu wollen: für den Verein ist er eher verzichtbarer als Frank Kirchhoff.
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