eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige symplr (4)
Fr, 12:44 Uhr
02.10.2015
Kommunale Energiemanagement

Ziel: Energie einsparen

Am landesweiten Projekt "Kommunales Energiemanagement" der Thüringer Energie- und GreenTech-Agentur (ThEGA) beteiligt sich auch der Landkreis Nordhausen. Als Ziele stecken hinter dem Programm der Klimaschutz und damit zusammenhängend, den Energieverbrauch zu senken und damit auch die Kosten...

Energiemanager (Foto: J. Piper) Energiemanager (Foto: J. Piper)
Dabei sollte Energie eingespart werden, ohne große Investitionen zu verursachen, ohne dass sich Einschränkungen für die Nutzer der Gebäude ergeben. Dabei wurden nicht nur Verwaltungsgebäude betrachtet, sondern beispielsweise auch die Schulen und Turnhallen des Landkreises.

Anzeige Refinery (lang)
Im Projekt "Kommunales Energiemanagement" hat sich ein Mitarbeiter der Landkreisverwaltung, Peter Dörnfelder, zum kommunalen Energiemanager weitergebildet. Ihm zur Seite stand ein Energieberater der ThEGA, der das Energie-Monitoring unter die Lupe genommen hat. Denn bereits seit 2009 gibt es für alle größeren Objekte des Landkreises ein Energie-Monitoring, bei dem im Jahresverlauf der Energieverbrauch erfasst wird. "Energiemanagement lohnt sich, denn es spart Energie und Geld ein. Deshalb sollte man es auf alle Liegenschaften ausdehnen", sagt Energiemanager Peter Dörnfelder.

Im Projektverlauf zeigte sich sich, dass sich beispielsweise durch eine veränderte zeitliche Einstellung und verbesserte Steuerung des Heizsystems im Historischen Landratsamt 2014 im Vergleich zu 2013 rund 27 % Energie einsparen ließ. In der Schule und Turnhalle in Heringen, die im Heizkostenvergleich bereits gut abschnitten, aber durch das Lüftungssystem einen hohen Stromverbrauch hatten, konnte ebenfalls durch einen verbesserte Steuerung 25 % Energie eingespart werden.

In den Gebäuden in der Behringstraße, im Herder-Gymnasium und in der Wiedigsburghalle gibt es bereits seit einigen Jahren eine zentrale Energiesteuerung durch eine Gebäudeleittechnik, wodurch sich der Energieverbrauch und die Kosten seitdem deutlich senken ließen. Landrat Matthias Jendricke bekräftigt, dass der Landkreis gerade im Bereich der Schulen die energetische Sanierung fortsetzen wird, die zuletzt im Konjunkturpaket des Bundes vorangetrieben wurde.

"Kommunales Energiemanagement ist ein Querschnittsthema, das über alle Bereiche und Ämter geht und bei dem alle mitspielen müssen, damit es gelingt", sagt Projektleiter Frank Kuhlmey. Energiemanagement heiße nicht etwa, frieren zu müssen, sondern die Energie genau dann bereitzustellen, wenn sie gebraucht wird. Es zeigte sich, dass sich ein Einsparpotential von etwa 15% ganz ohne Investitionen realisieren lässt, indem beispielsweise die Standardeinstellung der Heizkessel passgenau geändert wird, was vielfach nicht geschehe.

Wichtig sei beim Energiemanagement ein zentraler Ansprechpartner, so Kuhlmey, bei dem alle Informationen zusammenlaufen und der den Verbrauch einzelner Gebäude vergleicht, um Ausreißer nach oben festzustellen und nach den Ursachen forscht. Insgesamt wurden in dem Projekt bislang rund 90 kommunale Gebäude thüringenweit eingehender untersucht. Die Experten der ThEGA schätzen, dass sich in den kommunalen Gebäuden in Thüringen pro Jahr bei den Energieverbrauchskosten etwa 13,5 Millionen Euro, beim Energieverbrauch ca. 150 Giga-Wattstunden und bei den CO2-Emmissionen rund 45.000 Tonnen einsparen lassen.
Autor: red

Anzeige symplr (6)
Kommentare

Bisher gibt es keine Kommentare.

Kommentare sind zu diesem Artikel nicht möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (9)
Anzeige symplr (8)