So, 10:37 Uhr
13.09.2015
Anhupen für den Denkmaltag
Eröffnung unter Dampf
Unter lauten Pfeifen wurde heute morgen in Sundhausen mit dem anfeuern der "Lokomobile" des Lanz-Bulldog Clubs der 22. Tag des offenen Denkmals eröffnet. Unter dem Motto "Handwerk, Technik, Industrie" wird es im ganzen Landkreis wieder viel zu entdecken geben...
Baujahr 1935, 14 Tonnen schwer und 12 bar Dampfspanne - die stationäre Dampfmaschine des Lanz-Bulldog Clubs ist ein echtes Museumsstück. Sie dampft, sie pfeift, sie tropft und erzeugt Unmengen Hitze - alt, antiquiert aber auch beeindruckend ist das Stahlungetüm, das der Verein zwischen 1996 und 2002 restauriert und wieder flott gemacht hat.
Ein guter Ort, um den diesjährigen Tag des offenen Denkmals zu eröffnen, da waren sich Stefan Nüßle, der für den Landkreis gekommen war und Oberbürgermeister Zeh einig. Der Denkmaltag, den man in Deutschland seit 1993 durchführt, sei eine Erfolgsgeschichte, meinte Nüßle, auch deswegen weil es mit Kirchen, Vereinen wie dem Lanz-Bulldog Club und auch Privatpersonen in allen Sparten unheimlich viel ehrenamtliches Engagement gebe.
Er entdecke selber jedes Jahr immer wieder etwas neues, ergänzte Zeh. Die Dampfmaschine, die einzige funktionsfähige "Lokomobile" in ganz Thüringen, sei ein echtes Kleinod und die Auseinandersetzung mit der alten Technik lehre einen Achtung gegenüber dem was Menschen vor hunderten von Jahren mit Kraft und Geist geschaffen haben.
Und manchmal ist es gar nicht so lange her, das aus moderner Technik ein Museumsstück wird. Die Sundhäuser Dampfmaschine etwa war noch bis 1992 in Betrieb. Die Maschine sorgte dafür das die Sägen und Förderbänder in der Holzfabrik in Fiesdorf bei Wippra nicht stehen blieben und heizte gleichzeitig die Räume. Und sie bestimmte das Dorfleben, berichtete der Vorsitzende des Lanz-Bulldog Club, Rolf Benkstein: "Wir hatten schon Besucher aus Wippra, die sich noch an die Maschine erinnern und sie vermissen. Das laute Pfeifen wenn Dampf vom Kessel genommen wird hat damals den Tagesrythmus im Dorf bestimmt". Funktionstüchtig ist sie dank des Vereins seit 2002 wieder, nur treibt die Maschine heute über eine eigens installierte Transmission eine nur unwesentlich jüngere Dreschmaschine an.
Der Kessel wird heutzutage aber nur noch zu besonderen Anlässen angefeuert, etwa dem großen Lanz-Bulldog Treffen auf dem Scheunenhof, das im kommenden Jahr wieder stattfinden soll.
Oder eben zum Denkmaltag. Insgesamt können im Landkreis zwischen 10 und 17 Uhr 95 Denkmale erkundet werden. Wo es was zu entdecken gibt, erfährt man hier.
Angelo Glashagel
Autor: redBaujahr 1935, 14 Tonnen schwer und 12 bar Dampfspanne - die stationäre Dampfmaschine des Lanz-Bulldog Clubs ist ein echtes Museumsstück. Sie dampft, sie pfeift, sie tropft und erzeugt Unmengen Hitze - alt, antiquiert aber auch beeindruckend ist das Stahlungetüm, das der Verein zwischen 1996 und 2002 restauriert und wieder flott gemacht hat.
Ein guter Ort, um den diesjährigen Tag des offenen Denkmals zu eröffnen, da waren sich Stefan Nüßle, der für den Landkreis gekommen war und Oberbürgermeister Zeh einig. Der Denkmaltag, den man in Deutschland seit 1993 durchführt, sei eine Erfolgsgeschichte, meinte Nüßle, auch deswegen weil es mit Kirchen, Vereinen wie dem Lanz-Bulldog Club und auch Privatpersonen in allen Sparten unheimlich viel ehrenamtliches Engagement gebe.
Er entdecke selber jedes Jahr immer wieder etwas neues, ergänzte Zeh. Die Dampfmaschine, die einzige funktionsfähige "Lokomobile" in ganz Thüringen, sei ein echtes Kleinod und die Auseinandersetzung mit der alten Technik lehre einen Achtung gegenüber dem was Menschen vor hunderten von Jahren mit Kraft und Geist geschaffen haben.
Und manchmal ist es gar nicht so lange her, das aus moderner Technik ein Museumsstück wird. Die Sundhäuser Dampfmaschine etwa war noch bis 1992 in Betrieb. Die Maschine sorgte dafür das die Sägen und Förderbänder in der Holzfabrik in Fiesdorf bei Wippra nicht stehen blieben und heizte gleichzeitig die Räume. Und sie bestimmte das Dorfleben, berichtete der Vorsitzende des Lanz-Bulldog Club, Rolf Benkstein: "Wir hatten schon Besucher aus Wippra, die sich noch an die Maschine erinnern und sie vermissen. Das laute Pfeifen wenn Dampf vom Kessel genommen wird hat damals den Tagesrythmus im Dorf bestimmt". Funktionstüchtig ist sie dank des Vereins seit 2002 wieder, nur treibt die Maschine heute über eine eigens installierte Transmission eine nur unwesentlich jüngere Dreschmaschine an.
Der Kessel wird heutzutage aber nur noch zu besonderen Anlässen angefeuert, etwa dem großen Lanz-Bulldog Treffen auf dem Scheunenhof, das im kommenden Jahr wieder stattfinden soll.
Oder eben zum Denkmaltag. Insgesamt können im Landkreis zwischen 10 und 17 Uhr 95 Denkmale erkundet werden. Wo es was zu entdecken gibt, erfährt man hier.
Angelo Glashagel



