Fr, 10:12 Uhr
28.08.2015
Zum Ursprung des Spiegelschen Hauses
In letzter Zeit wurde mehrfach über eine mögliche Wiederherstellung des Spiegelschen Hauses in Werna berichtet. Dr. Wolfgang R. Pientka, der sich im Ellrichr Verein für den Wiederaufbau der St. Johanniskirche engagiert, wirft einen Blick in die Geschichte des alten Hauses...
Für jeden Bürger unserer Stadt, aber auch unserer Region ist der Anblick dieses Renaissancebaus mit Stolz über dieses Kleinod, mit Wehmut über den derzeitigen Zustand, aber auch mit Hoffnung für eine mögliche zukünftige Nutzung in alter Pracht verbunden. Parkfeste, die Seerosenkönigin, die Geopark-Infostelle sind erste Pflänzchen, denen man gutes Gedeihen wünscht.
Forscht man ein wenig über den ehemaligen Besitzer dieses zweigeschossigen landgestreckten Fachwerkhauses mit massivem Erdgeschoss, das auf einem Bruchsteinsockel um 1590 erbaut wurde und über ein steiles Satteldach verfügt, so wird man leicht fündig: Wie der Name sagt war es eines der Rittergüter des Freiherrn von Spiegel.
Korrekter wäre: des Freiherrn von Spiegel zum Diesenberge! Der Name dieser Adelsfamilie erscheint bereits um 1100 und beginnt in der urkundlichen Erwähnung aus dem Jahre 1224 mit Hermannus Spechel, der auch die Stammreihe anführt. Stammsitz war die Daseburg auf dem Desenberg oder Diesenberg bei Warburg in Westfalen. Diese Burg kam 1250 in den Besitz der Familie.
Interessant ist wiederum das Wappen mit den drei Spiegeln. Hier könnte man die Sage um den Desenberg und den Spiegelritter anführen, in der ein tapferer Sachse (!) einen auf dem Berg lebenden Drachen durch das Spiegelbild in seinem Schild erschreckte und töten konnte.
Wappen derer von Spiegel (Foto: Dr. Wolfgang R. Pientka)
Hierauf soll auch der Name des Adelsgeschlechts von Spiegel (zum Desenberg) zurückgehen, dessen Wappen sich beziehend auf die Heldentat drei Spiegel zeigt. Aus diesem Geschlecht stammen für die deutsche Geschichte namhafte Vertreter, wie etwa Heinrich III. von Spiegel zum Desenberg – Fürstbischof von Paderborn - oder Witukind von Spiegel zum Desenberg – ein Abt des berühmten Klosters Corvey – genau zu der Zeit amtierend, in der auch das Kloster Walkenried (1127) gegründet wurde.
Dr. Wolfgang R. Pientka
Förderkreis zum Wiederaufbau der St. Johanniskirche in Ellrich e.V.
Autor: redFür jeden Bürger unserer Stadt, aber auch unserer Region ist der Anblick dieses Renaissancebaus mit Stolz über dieses Kleinod, mit Wehmut über den derzeitigen Zustand, aber auch mit Hoffnung für eine mögliche zukünftige Nutzung in alter Pracht verbunden. Parkfeste, die Seerosenkönigin, die Geopark-Infostelle sind erste Pflänzchen, denen man gutes Gedeihen wünscht.
Forscht man ein wenig über den ehemaligen Besitzer dieses zweigeschossigen landgestreckten Fachwerkhauses mit massivem Erdgeschoss, das auf einem Bruchsteinsockel um 1590 erbaut wurde und über ein steiles Satteldach verfügt, so wird man leicht fündig: Wie der Name sagt war es eines der Rittergüter des Freiherrn von Spiegel.
Korrekter wäre: des Freiherrn von Spiegel zum Diesenberge! Der Name dieser Adelsfamilie erscheint bereits um 1100 und beginnt in der urkundlichen Erwähnung aus dem Jahre 1224 mit Hermannus Spechel, der auch die Stammreihe anführt. Stammsitz war die Daseburg auf dem Desenberg oder Diesenberg bei Warburg in Westfalen. Diese Burg kam 1250 in den Besitz der Familie.
Interessant ist wiederum das Wappen mit den drei Spiegeln. Hier könnte man die Sage um den Desenberg und den Spiegelritter anführen, in der ein tapferer Sachse (!) einen auf dem Berg lebenden Drachen durch das Spiegelbild in seinem Schild erschreckte und töten konnte.
Wappen derer von Spiegel (Foto: Dr. Wolfgang R. Pientka)
Hierauf soll auch der Name des Adelsgeschlechts von Spiegel (zum Desenberg) zurückgehen, dessen Wappen sich beziehend auf die Heldentat drei Spiegel zeigt. Aus diesem Geschlecht stammen für die deutsche Geschichte namhafte Vertreter, wie etwa Heinrich III. von Spiegel zum Desenberg – Fürstbischof von Paderborn - oder Witukind von Spiegel zum Desenberg – ein Abt des berühmten Klosters Corvey – genau zu der Zeit amtierend, in der auch das Kloster Walkenried (1127) gegründet wurde.Dr. Wolfgang R. Pientka
Förderkreis zum Wiederaufbau der St. Johanniskirche in Ellrich e.V.



