Di, 14:57 Uhr
14.07.2015
Keine Antwort auf ein besseres Europa
Forum: Geld regiert die Welt
Im Forum setzt sich Leser Rolf-Dieter Reiber mit der Griechenlandkrise auseinander und stellt Angesichts des Umgangs mit der griechischen Regierung während der Verhandlungen der letzten Wochen und Monate die Frage: Ist das Europa?
Es hat sich nichts daran geändert, Geld regiert die Welt. Da ist man mit der Wahl der Mittel nicht gerade zimperlich, um den Geldffluss zu den Finanzmächtigen in Gang zu halten. Sechs Jahre steckt Griechenland in der Krise. Mit kräftiger "Unterstützung" der EU Kommision, des IWF und der EZB wurde und hat sich das Land in die tiefste Krise seiner Geschichte manöveriert.
Vor gut 5 Monaten nun der Paukenschlag. Eine große Mehrheit des Volkes hat diese Politik abgewählt und der Regierung Tsipras das Mandat erteilt, mit einer anderen Politik das Land aus der Krise zu führen. Wie das gegen die Allmacht der Mächtigen in Europa, an der Spitze mit Deutschland, funktioniert, ist hinreichend bekannt. Der Stock, den vor allen Merkel und Schäuble hingehalten haben, ließ nur eine Möglichkeit zu: das Diktat anzunehmen.
Die Art des Umgangs macht richtig Angst. Die Griechen, da wurde nichts Gutes an ihnen gelassen. Ja und erst diese Regierung! Ohne Schlips, Anfänger ohne Qualifikationen waren und sind die Begleitmusik der Verhandlungen. Die wollen nur Geld und dafür nichts tun. Solche Demütigung sitzt tief.
Das diese griechische Regierung alles falsch macht, war immer gesetzt. Ist das Europa? Überhaupt steht die Frage, ob wir ein Europa der Menschen, oder der Mächtigen haben. Mit dem knallharten Mandat der Banken, lässt sich schlecht im Namen des Volkes sprechen. Diese Art des Umgangs und die Fortsetzung der Politik des Spardiktats für die Lander im Interesse der Banken ist eine Zumutung und obendrein gescheitert. Ebenso die Militarisierung der Aussenpolitik, die ungehemmte Zockerei der Banken, die Überstülpung des Freihandelsabkommens und anderes mehr.
Wer fragt denn hier das Volk? Tsipras hat das Volk gefragt und dafür Prügel von den EU Regierungschefs bezogen. Sicher ist auch diese Regierung kritisch zu begleiten. Dennoch bleibt: wer die anderen neben sich klein macht, ist selber nie groß. Einfach weiter so ist ein bitterer Trugschluss und keine Antwort auf ein besseres Europa.
Rolf-Dieter Reiber
Autor: redEs hat sich nichts daran geändert, Geld regiert die Welt. Da ist man mit der Wahl der Mittel nicht gerade zimperlich, um den Geldffluss zu den Finanzmächtigen in Gang zu halten. Sechs Jahre steckt Griechenland in der Krise. Mit kräftiger "Unterstützung" der EU Kommision, des IWF und der EZB wurde und hat sich das Land in die tiefste Krise seiner Geschichte manöveriert.
Vor gut 5 Monaten nun der Paukenschlag. Eine große Mehrheit des Volkes hat diese Politik abgewählt und der Regierung Tsipras das Mandat erteilt, mit einer anderen Politik das Land aus der Krise zu führen. Wie das gegen die Allmacht der Mächtigen in Europa, an der Spitze mit Deutschland, funktioniert, ist hinreichend bekannt. Der Stock, den vor allen Merkel und Schäuble hingehalten haben, ließ nur eine Möglichkeit zu: das Diktat anzunehmen.
Die Art des Umgangs macht richtig Angst. Die Griechen, da wurde nichts Gutes an ihnen gelassen. Ja und erst diese Regierung! Ohne Schlips, Anfänger ohne Qualifikationen waren und sind die Begleitmusik der Verhandlungen. Die wollen nur Geld und dafür nichts tun. Solche Demütigung sitzt tief.
Das diese griechische Regierung alles falsch macht, war immer gesetzt. Ist das Europa? Überhaupt steht die Frage, ob wir ein Europa der Menschen, oder der Mächtigen haben. Mit dem knallharten Mandat der Banken, lässt sich schlecht im Namen des Volkes sprechen. Diese Art des Umgangs und die Fortsetzung der Politik des Spardiktats für die Lander im Interesse der Banken ist eine Zumutung und obendrein gescheitert. Ebenso die Militarisierung der Aussenpolitik, die ungehemmte Zockerei der Banken, die Überstülpung des Freihandelsabkommens und anderes mehr.
Wer fragt denn hier das Volk? Tsipras hat das Volk gefragt und dafür Prügel von den EU Regierungschefs bezogen. Sicher ist auch diese Regierung kritisch zu begleiten. Dennoch bleibt: wer die anderen neben sich klein macht, ist selber nie groß. Einfach weiter so ist ein bitterer Trugschluss und keine Antwort auf ein besseres Europa.
Rolf-Dieter Reiber
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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