Di, 20:19 Uhr
02.06.2015
Vergängliche Momentaufnahmen in der Sparkasse
"Vergängliches" heißt die neue Ausstellung, die seit heute in der Galerie der Kreissparkasse zu sehen ist. Geschaffen wurden die Werke von zwei Autodidakten, die jeder ihren eigenen Zugang zum vergänglichen und den fliehenden Augenblicken des Alltags gefunden haben...
Die Natur hat Einzug gehalten in die Räume der Nordhäuser Kreissparkasse. Denn in der neuen Ausstellung "Vergänglichkeiten" zeigen die Künstler Bernd Luge und Dr. Thomas Ludewig ihren Blick auf die "Urkraft der Elemente".
Luge, eigentlich gelernter Elektromonteur, heute Hauptberuflich Rentner und Opa, hat dazu Fotografien beigesteuert, die kurze, bald schon verflogene Momente zeigen, die den meisten Menschen im Sog des Alltags entgehen dürften - der morgendliche Tau auf einem Eichenblatt, schimmerndes Licht um bunten Blätterwald des Herbstes oder morgendliche Frostlandschaften zu unseren Füßen.
In der neuen Ausstellung der Kreissparkasse "Vergänglichkeiten" werden Natur und Handwerkskunst miteinander verbunden (Foto: Angelo Glashagel)
"Ich finde jeden Tag etwas neues", erklärte Luge in der gut besuchten Galerie, "den Blick für diese Momente habe ich geschärft, entscheiden tut aber der Bauch". Beeinflusst haben den Magdeburger die Romantiker und zwei sächsische Fotografen, so erzählt er. Er legt, neben der Vergänglichkeit des Augenblicks, auch Wert auf Lichtstimmungen und Farbenspiele.
Sein Freund und Künstlerkollege Dr. Thomas Ludewig ist ebenfalls Autodidakt. Der gelernte Veterinärmediziner arbeitet an der Leipziger Universität. Wie er dazu gekommen ist, Treibholzstücke aus den Flüssen zu fischen und durch Keramikwerke zu skurrilen Ensembles zu verbinden, das weiß er selber nicht so genau.
Die Autodidakten Bernd Luge (l) und Dr. Thomas Ludewig haben jeder ihren eigenen Zugang zu Natur und Kunst gefunden (Foto: Angelo Glashagel)
Das Ausgangsmaterial findet er in Saale, Elbe und Mulde. Meist sind es Stücke die einst in ihrem Daseinszyklus einmal einen nutzen hatten, durch die Reise durch das Wasser aber neu geformt wurden. Die Keramikminiaturen sind seine Ergänzungen, sein eigener Beitrag zum Kunstwerk der Elemente. Mit den vom Feuer gebrannten und von Menschenhand geformten und bemalten Tonstücken versuche er, in Form, Farbe und Struktur dem Holz anzupassen, sagte der 53jährige.
Das Ergebniss kann sich sehen lassen. Beide Kunstrichtungen ergänzen sich zu einem ganzen: die lichtreiche Ruhe in Luges Fotografien verstärken auch den Naturaspekt in Ludewigs Werken und nehmen ihnen ihre Abstraktheit. Die Holzkeramik lockert im Gegenzug Luges Stillleben auf und hält das Auge des Betrachters wach.
Wer sich selber ein Bild machen möchte, der kann die Ausstellung "Vergänglichkeiten" noch bis zum 10.7. in der Galerie der Kreissparkasse sehen.
Angelo Glashagel
Autor: redDie Natur hat Einzug gehalten in die Räume der Nordhäuser Kreissparkasse. Denn in der neuen Ausstellung "Vergänglichkeiten" zeigen die Künstler Bernd Luge und Dr. Thomas Ludewig ihren Blick auf die "Urkraft der Elemente".
Luge, eigentlich gelernter Elektromonteur, heute Hauptberuflich Rentner und Opa, hat dazu Fotografien beigesteuert, die kurze, bald schon verflogene Momente zeigen, die den meisten Menschen im Sog des Alltags entgehen dürften - der morgendliche Tau auf einem Eichenblatt, schimmerndes Licht um bunten Blätterwald des Herbstes oder morgendliche Frostlandschaften zu unseren Füßen.
In der neuen Ausstellung der Kreissparkasse "Vergänglichkeiten" werden Natur und Handwerkskunst miteinander verbunden (Foto: Angelo Glashagel)
"Ich finde jeden Tag etwas neues", erklärte Luge in der gut besuchten Galerie, "den Blick für diese Momente habe ich geschärft, entscheiden tut aber der Bauch". Beeinflusst haben den Magdeburger die Romantiker und zwei sächsische Fotografen, so erzählt er. Er legt, neben der Vergänglichkeit des Augenblicks, auch Wert auf Lichtstimmungen und Farbenspiele.
Sein Freund und Künstlerkollege Dr. Thomas Ludewig ist ebenfalls Autodidakt. Der gelernte Veterinärmediziner arbeitet an der Leipziger Universität. Wie er dazu gekommen ist, Treibholzstücke aus den Flüssen zu fischen und durch Keramikwerke zu skurrilen Ensembles zu verbinden, das weiß er selber nicht so genau.
Die Autodidakten Bernd Luge (l) und Dr. Thomas Ludewig haben jeder ihren eigenen Zugang zu Natur und Kunst gefunden (Foto: Angelo Glashagel)
Das Ausgangsmaterial findet er in Saale, Elbe und Mulde. Meist sind es Stücke die einst in ihrem Daseinszyklus einmal einen nutzen hatten, durch die Reise durch das Wasser aber neu geformt wurden. Die Keramikminiaturen sind seine Ergänzungen, sein eigener Beitrag zum Kunstwerk der Elemente. Mit den vom Feuer gebrannten und von Menschenhand geformten und bemalten Tonstücken versuche er, in Form, Farbe und Struktur dem Holz anzupassen, sagte der 53jährige.Das Ergebniss kann sich sehen lassen. Beide Kunstrichtungen ergänzen sich zu einem ganzen: die lichtreiche Ruhe in Luges Fotografien verstärken auch den Naturaspekt in Ludewigs Werken und nehmen ihnen ihre Abstraktheit. Die Holzkeramik lockert im Gegenzug Luges Stillleben auf und hält das Auge des Betrachters wach.
Wer sich selber ein Bild machen möchte, der kann die Ausstellung "Vergänglichkeiten" noch bis zum 10.7. in der Galerie der Kreissparkasse sehen.
Angelo Glashagel









