Freibad gehört zur Goldenen Aue
Das Uthleber Freibad ist ein kulturelles Highlight in der Region der Goldenen Aue. Für einen Stadtrat der Landgemeinde ist es deshalb unverständlich,
"Es macht unsere Landgemeinde ein großes Stück lebenswerter und wird von allen Bürgerinnen und Bürgern, egal welchen Alters, sehr gut angenommen. Auch für die örtlichen Vereine, egal ob Sportverein oder freiwillige Feuerwehr ist das Bad immer wieder ein Anlaufpunkt, reagierte Tim Rosenstock, LINKE-Stadtrat und Vorsitzender des Ausschusses für Kultur, Soziales, Bildung, Sport und Jugend, mit Unverständnis auf die Aussage zweier Mitglieder des Stadtrates zur vergangenen Sitzung.
Zur letzten Stadtratssitzung stellte Fritz Helbing, der Ortsteilbürgermeister von Heringen Stadtrat in Frage, ob man sich das Uthleber Freibad überhaupt noch leisten könnte. Er und eine weitere Stadträtin stimmten auch gegen den Nutzungsvertrag mit der Service Gesellschaft zur Fortführung des Engagements im Uthleber Freibad.
Freibäder sind immer Zuschussgeschäfte, aber sie verbessern auch die Lebensqualität einer Kommune. Wie Maik Schröter sagte, das Freibad wurde in einer Zeit errichtet, als die Menschen nichts hatten, da wird es uns doch möglich sein, dieses jetzt zu erhalten. Es wäre ein Armutszeugnis, wenn wir die Anlage schließen würden, stimmte auch Roy Hildebrandt, Vorsitzender der CDU-Fraktion im Heringer Stadtrat und Vorsitzender des Finanzausschusses, mit ein.
Das Uthleber Freibad ist unantastbar und muss und wird erhalten bleiben, sind sich beide Ausschussvorsitzende einig.
Autor: red
Kommentare
Goldene Aue
29.05.2015, 20:15 Uhr
Einsparungspotenzial Ortsbürgermeister
Solange sich die Landgemeinde noch 5 Ortsbürgermeister mit ihrer Aufwandsentschädigung und auch noch Ehrensold leistet ist doch die Welt in Ordnung.
Herr Helbing schon mal darüber nachgedacht, wie sowas beim Bürger ankommt?
NNH12
29.05.2015, 22:05 Uhr
Uthleber stimmen natürlich für die Erhaltung, aber...
andere Bürger der Landgemeinde z.B. Auleben, Hamma, Windehausen etc. kann man sicher an einer Hand abzählen an einem sonnigen Tag im Freibad.
Noch dazu da man an den zahlreichen Kiesteichen in der Goldenen Aue teilweise kostenfrei baden kann. Die Erhaltung eines Schwimmbades sollte man natürlich daher bei der schwierigen Finanzlage genau überdenken. Oder ist Herr Hildebrandt und Herr Rosenstock bereit für den Eintritt 10,00 Euro und mehr zu bezahlen. Denn dieses würde der Eintritt kosten bei der geringen Auslastung und den enormen Kosten für den Unterhalt. Aber unser Steuergeld zu verschwenden ist ja zu einfach, siehe "Mario Barth deckt auf"... Da ist es doch i.O. wenn dies der Ortsteilbürgermeister von Heringen in Frage stellt, oder wäre es besser wie überall in der Politik: "Ohren, Augen, Mund zu" - ist ja nicht mein Geld...
Beobachter
30.05.2015, 09:53 Uhr
Sie haben keine Ahnung NNH 12
Normalerweise reagiere ich nicht mehr auf anonyme Kommentare. Jedoch muss man NNH12 an dieser Stelle mitteilen, dass der Bürgermeister Maik Schröter dem Stadtrat bereits 2011 vorgeschlagen hat das Freibad Uthleben in einen Betrieb gewerblicher Art umzuwandeln. Diesem Vorschlag wurde einstimmig zugestimmt. Die Anlage ist inzwischen TOP in Schuss und die Empfehlung illegale Badestellen der Kiesteiche als Alternative anzuführen ist ja wohl ein Witz! Dieses Bad ist wesentlicher Bestandteil der sozialen Infrastruktur der Landgemeinde mit ihren fünf Ortschaften. Falls Sie nicht dort leben und sich nur subjektiv ein Urteil erlauben, empfehle ich Ihnen einen Besuch um sich ein Bild zu machen, was es bedeutet 6000 Gäste in der Saison dort zu erleben, die mit ihren Familien und Kindern sinnvoll Freizeit gestalten.
geloescht.20250320
30.05.2015, 11:00 Uhr
Beobachter, warum auch Sie anonym....?
ich frage mich nur, was diese diskussion hier soll? der ortsteilbürgermeister hat doch nur angefragt, ob sich die unterhaltung des bades noch lohnt. zumal ich nicht glaube, dass sich 6tsd besucher im letzten jahr dort eingefunden haben!? klar, müsste man dieses objekt erhalten, aber, fehlt doch geld an allen ecken und kanten. es ist schon kein geld für die sauberhaltung der straßen und erhaltung der wege da und nun für das bad- welches mal gerade max. 4 monate geöffnet hat???
nur sich hinstellen, sich ablichten lassen oder anderweitig sich in der presse darstellen, kann jeder! die ortsteilbürgermeister sind doch nur kleine lichter, haben im Stadtrat nichts zu melden, werden noch lächerlich hingestellt. es regiert doch hier nur der fragwürdig ausgewählte kämmerer und der bürgermeister der lg, sein handlanger! man schaue doch nur auf die festhalle in heringen, welche durch vereine und bürger der lg aufwendig mit steuergelder und eu gelder saniert wurde und nun an eine brauerei vermietet wurde. war und ist dies konform gewesen?
eine prüfung des nutzen/konzept aller kulturellen einrichtungen für die allgemeinheit wäre doch angebracht!????
Tim Rosenstock
30.05.2015, 12:21 Uhr
Ein paar Klarstellungen
Die Ortsteilbürgermeister von Heringen, Auleben und Windehausen sind ebenso gewählte Stadträte und haben daher die gleichen Rechte wie jeder andere Stadtrat auch. Die Gästeanzahl war im vergangenen Jahr tatsächlich geringer, was aber einfach am Wetter lag, so dass alle Freibäder deutliche Einbußen hatten. Für 2013 lag die Zahl jedoch bei 6.000 Gästen, was eine Verdreifachung zu den Jahren vor 2011 darstellt.
Es geht dabei auch nicht allein, um die Frage selbst, die gestellt wurde, sondern auch um die Art und Weise sowie auch bekannte Voreingenommenheiten und das folgende Abstimmverhalten, welches die Einstellung zum Freibad selbst deutlich machten.
Zudem haben es der "fragwürdig ausgewählte" Kämmerer und der Stadtrat sowie Bürgermeister in diesem Jahr geschafft einen ausgeglichenen Haushalt zu beschließen und das auch MIT Freibad Uthleben.
Es darf zwischen den verschiedenen Ortsteilen kein Neid entstehen nach dem Motto "Die haben doch aber schon dies und jenes". Es kommt allen in der Landgemeinde zu Gute. Wir können auch anfangen und im freiwilligen Sektor mal komplett den Rotstift ansetzen. Das trifft dann aber nicht nur das Uthleber Freibad, sondern auch Einrichtungen wie das Schloss in Heringen, Schloss und Heimatstube in Auleben oder die Bibliothek in Hamma. Kultur kostet nun einmal Geld, aber dafür macht sie unser Leben in der Kommune auch erst lebenswert.
frankdobi
31.05.2015, 14:20 Uhr
Meinung des OTB Uthleben zum Freibad
Ich bin sehr froh das der Bgm. Maik Schröter sich sehr für das Uthleber Freibad engagiert und uneingeschränkt dahinter steht. Für Familien, Kinder, Jugendlichen, Erfrischungs und Erholungssuchende gibt es in der Goldenen Aue keine Alternative. Das Bad war mir, meinen Kindern und wird meinen Enkeln der Ort sein an dem wir nicht nur schwimmen gelernt, sondern auch viele schöne gemeinsame Stunden verlebt haben. Ungesicherte Kiesdeiche bieten keine Sicherheit. Realitätsentrückte Ansichten älterer Mitbürger oder "Sparfüchse" in Gremien sollten ihre Verantwortung überdenken und den Fakten in die Augen sehen. Bisher ist es allen Regierungsverantwotlichen gelungen das Freibad zu erhalten und zu bewirtschaften. Ich werde mich wehemend dafür einsetzen und weiß den Uthleber Ortschaftsrat und die vier Stadträte an meiner Seite. danke auch an Tim für seine Positionierung. Mit besten Grüßen Frank Steiner OTB Uthleben
NNH12
31.05.2015, 14:24 Uhr
@ beobachter - Danke für die Beleidigung...
"ich hätte keine Ahnung" ist sicherlich der dümmste Kommentar von Ihnen, und annonym sind Sie natürlich hier nicht - Herr Beo Beobachter aus Beobachterhausen :-)
Übrigens ich bin Bewohner der Landgemeinde und bin auch mit einer wirtschaftlicher Rechnung recht gut vertraut als Selbstständiger.
Aber zurück zum Thema: Das Freibad verursacht im Jahr ca. 40.000 Euro an Kosten, kann aber nur je nach Wetterlage im Jahr nur 3000 bis 6000 Euro einspielen. Dieses Defizit ist allein vom OTBM Herr Helbing in Frage gestellt worden.
Weitere Kosten entstehen durch Reparaturen, Umbauarbeiten oder Veranstaltungen.
Aber ich hatte ja bereits geschrieben: ...sind ja Steuergelder und wie damit umgegangen wird....
Und dann sitzen alle am Mittwoch bei RTL vor dem Fernseher und meckern: "oh das gibt es doch nicht, was die Politiker da wieder für ein Geld ausgeben..."
Lächerlich, wenn wir nicht alle mal darüber nachdenken.
Tim Rosenstock
31.05.2015, 21:44 Uhr
Zum Vorredner
40.000€? Da kenne ich aber andere Zahlen! Und auch die Einnahmenseite kann so nicht wirklich stimmen, bei Eintrittspreisen von 1,50€ (Jugendliche) und 2,50€ (Erwachsene). Bei allein 6.000 Besuchern in 2013 ergibt das schon etwas mehr als 3.000 bis 6.000€.
Kommentare sind zu diesem Artikel nicht mehr möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.