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Di, 15:30 Uhr
26.05.2015

Nur 70 Kilometer mit neuem Porsche

Ein kanadisches Ehepaar will sich am Pfingst-Wochenende seinen Traum erfüllen. Sie holen sich in Deutschland im Porsche-Werk in Leipzig ihren neuen, fast 500 PS starken und 140.000 Euro teuren Porsche 911 GT 3 ab...


Nach nur 70 km bei Eisenberg auf der A 9 dann plötzlich Qualm im Innenraum des Autos. Die Ehefrau hält sofort auf dem Standsteifen an. Flammen lodern im Bereich des Vorderrades.

Dem Ehepaar bleibt nichts weiter übrig als zuzusehen, wie ihr Traumwagen nach und nach in Flammen aufgeht. Die Feuerwehr kann nur noch das ausgebrannte Wrack löschen. Neben dem Auto hat auch die Fahrbahn Schaden genommen. Die Höhe ist hier noch unbekannt.
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Kommentare

26.05.2015, 17.49 Uhr
Gehard Gösebrecht | Absolute deutsche Wertarbeit aus Mitteldeutschland
Man kommt extra aus Kanada zu Pfingsten über den großen Teich und holt sich für schlappe 140.000,- Eurotaler ein Schnäppchen von der Porsche AG.
Wenigstens bis in den Thüringer Wald hat die Mühle gehalten.

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27.05.2015, 08.43 Uhr
Joerg B. | Hurra, hurra! Mein Spielzeug brennt!
Nur 70 km vor Lampedusa steigt plötzlich Qualm aus dem Maschinenraum des Seelenverkäufers. An die 133 Menschen springen über Bord. Unter ihnen auch ein somalisches Ehepaar. Die italienische Küstenwache kann nur noch die auf dem Meer treibenden Leichen bergen.

Bei der versuchten Identifizierung wird von dem Ehepaar ein Tagebuch in englischer Sprache geborgen. Die letzte Eintragung beschreibt einen seltsamen Alptraum, den die Frau auf dem Boot gehabt haben muss:

In ihrem Traumland Kanada waren sie zu Wohlstand gekommen und konnten sich sogar einen Porsche leisten, den sie aus Deutschland abholen wollten ...

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27.05.2015, 09.09 Uhr
Paulinchen | Bei dieser Marke in letzter Zeit...
...leider keine Seltenheit. Die Fachpresse berichtet sehr häufig über Feuer an der falschen Stelle in und an diesen Fahrzeugen der Marke Porsche. Muss aber den Hersteller offensichtlich kalt lassen.

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27.05.2015, 09.58 Uhr
NDHler | Joerg B.
Was soll dieser sinnfreie Kommentar? Schlimm genug dieses Flüchtlingsdrama, aber soll Porsche oder andere Hersteller verschiedenster Premiummarken ab sofort ihre Produktion einstellen und die Mitarbeiter auf die Straße setzen? Würde das dann den Flüchtlinge halfen?

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27.05.2015, 11.49 Uhr
gosalianer | Leute wie Joerg B.
Immer wieder interessant welche verworrenen Vergleiche hier gezogen werden. Nach dem Beben in Nepal habe ich übrigens meinen BMW und mein Haus verkauft. Ich habe jetzt ein altes rostiges Fahrrad und wohne auf der Straße. Schließlich ist mir aufgefallen, dass es anderen schlechter geht als mir. Dieses Ungleichgewicht konnte ich nicht länger ertragen. Noch viel schlimmer ist es, Leute wie Joerg B. zu enttäuschen. Das macht mich unendlich traurig. Aus diesem Grund musste ich diese Entscheidung treffen.

Übrigens: Es brennen nicht nur 140.000 Euro Autos von Porsche. Die Sensation ist einfach größer und verkauft sich besser, da es von solch einem Fahrzeug generell nicht erwartet wird.

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27.05.2015, 15.32 Uhr
Paulinchen | Eigentlich wollte ich mir eine Bemerkung...
...zur Bemerkung des Herrn Joerg B. ersparen. nur aber so viel:
Neid muss man sich hart erarbeiten und leisten können. In meinen Augen ist es nur billig und primitiv, die Schwächeren wie z.B. echte (!) Flüchtlinge und ALG II Empfänger immer dann heranzuziehen, wenn einem die Argumente ausgehen.

Deshalb ist Schweigen eben manchmal GOLD.

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28.05.2015, 08.37 Uhr
Joerg B. | Verkaufsgespräch im Autohaus:
Kunde: Also, das mit der Klimakatastrophe versteh' ich nicht. Ich glaube, dafür habe ich ein zu kleines Gehirn.

Verkäufer: Da habe ich genau das richtige Auto für Sie! Dieser Porsche 911 S mit 400 PS passt perfekt zu Ihrem Gehirn!

„NDHler“, „gosalianer“ und „Paulinchen“ werden das wohl kaum witzig finden, was die eigentliche Pointe ist!

(Ist nicht ganz auf meinem „Mist“ gewachsen, habe mich nur von http://www.lachschon.de/item/22170-dieWahrheitueberPorscheFahrer/ etwas anregen lassen.)

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28.05.2015, 09.55 Uhr
gosalianer | @ Joerg B.
Toll. Dieser 20 Jahre alte Witz ist ein echter Kracher. Jetzt müssen Sie nur noch erklären, wie die Flüchtlinge, das Verkaufsgespräch im Autohaus und der viel zu kleine Penis eines Porschefahrers zu diesem Artikel passen. Manchmal ist es einfach besser, zuzugeben, dass man Blödsinn erzählt hat. Erst recht wenn es alle anderen sowieso schon mitbekommen haben. Haben Sie mal überlegt sich einen Porsche zu kaufen?

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28.05.2015, 14.02 Uhr
Joerg B. | Weltanschauung oder selbstgewählte Blindheit?
Also „gosalianer“ und andere:

Ich lebe offensichtlich in einer sehr viel anderen Welt als 80 bis 90 Prozent meiner näheren und weiter entfernten Nachbarn. Ich betrachte mich als entfernter Nachfahr eines affenähnlichen Wesens, das – etwas vereinfacht formuliert – vor ein paar Millionen Jahren mehr oder weniger freiwillig vom Baum gestiegen ist. Ich weiß aus allen möglichen Medien, dass ich Gutes und Schlechtes von meinen Vorfahren genetisch geerbt und kulturell überliefert bekommen habe und ich jetzt irgendwie damit zurecht kommen muss. Sich „Homo“ „sapiens“ zu nennen ist eigentlich eine genauso hybride Anmaßung, wie sich einzubilden, von einem imaginären Schöpfer des Kosmos extra nach seinem Bilde kopiert worden zu sein.

Menschen sind weder gleich (homo) noch immer vernünftig (sapiens). Gegenwärtig sind sie dabei bis zum Ende des Jahrhunderts unsere Atmosphäre um mindestens 4 ºC aufzuheizen. Ursachen dafür sind das Streben nach höherem Lebensstandart, was zunächst nachvollziehbar ist. Es gibt aber auch Exzesse, wie den massenhaften Kauf von übermotorisierten Fahrzeugen und sonstigen Luxusgütern.

Wer einen Porsche fährt, strahlt in meinen Augen übrigens kein Sozialprestige aus, sondern präsentiert sich vielmehr als UMWELT-ASSI und sozialer Idiot, der sich dessen nicht einmal bewusst ist. (Und wer als Frau sich von solchen Typen blenden lässt und eine Beziehung mit ihnen eingeht, muss sich nicht wundern, wenn Mann sie später wie ein abgetragenes Kleidungsstück in den Müll wirft. Es sei denn Frau kann ihn mit irgendetwas erpressen. Ausnahmen bestätigen die Regel!)

Ich fordere nicht, „Friede den Hütten – Krieg den Palästen!“(wie zu DDR-Zeiten), sondern „Friede den Mietwohnungen und Eigenheimen – Krieg den Villen und Palästen!“. Jeder soll anständig und auskömmlich leben können. Nicht unbedingt benötigter Luxus aber wird die weltweite Klimaerwärmung ebenso wie die weltweite Ressourcenverknappung vollkommen unnötig beschleunigen. Menschen, die heute geboren werden, werden den Horror eventuell noch erleben aber wahrscheinlich werden ihn nur Wenige überleben. (Mal emotional: Mit Genugtuung sehe ich voraus, wie unsere überlebenden Enkel irgendwann einmal auf unsere Gräber pissen!)

Es ist erschreckend diese hinterwäldlerischen und von weltanschaulicher Umnachtung zeugenden Kommentare zu lesen. @ „Paulinchen“: SCHWEIGEN vor soviel Dummheit habe ich in meinem Alter nicht mehr nötig! Normalerweise müsste jeder wissen, dass zu einer BANKSCHULD auch ein entsprechendes BANKGUTHABEN gehört. (Wo man sich sich aus dieser Grundregel herausmogeln will, ist der nächste Crash bestenfalls aufgeschoben.)

Mit wie viel Blindheit muss man geschlagen sein, wenn man zwischen dem Elend der Flüchtlinge und der dummdreisten Zurschaustellung von Luxus keinen Zusammenhang sieht?

„Die 85 reichsten Menschen besitzen so viel wie die ärmere Hälfte der Menschheit, das sagen zumindest Hilfsorganisationen. Also 85 zu 3,5 Milliarden.” Und der Klimawandel werde diese Ungleichheit noch beschleunigen . Alle wohlhabenderen Menschen müssten sich mit Hilfe der Technik auf Null-Emissionen zubewegen, damit die Ärmsten noch etwas an Emissionen zulegen könnten. „Nicht Armut ist der größte Umweltfeind, sondern Reichtum, und wenn wir über die Umwelt nachdenken, müssen wir auch die Verteilung von Reichtum und Wohlstand auf der Welt betrachten.” Quelle: http://www.focus.de/wissen/natur/enteignung-fuer-den-klimaschutz-reichtum-ist-der-groesste-umweltfeind_id_4484612.html
Siehe auch: https://www.youtube.com/watch?v=Sp94IDVZmAE

Wie der Einstieg in die Selbstausrottung aussehen könnte (Konjunktiv!) wage ich einmal vorauszusagen:

• In China werden schon in den nächsten 5 Jahren qualitativ bessere und preiswertere „BMW“, „Audi“ und „Porsche“ produziert und exportiert werden (auch nach Deutschland!). Sollten Nordamerika und Europa daraufhin einen Wirtschaftskrieg riskieren, werden sie ihn verlieren (z.B. wegen Chinas Quasimonopol auf Seltene Erden)
• Asiens und Lateinamerikas Energie- und Rohstoffhunger wird gewaltig steigen und damit auch die Weltmarktpreise.
• China und Russland schließen ein strategisches antidemokratisches Bündnis gegen den Westen.
• Eine Flüchtlingswelle ungeahnten Ausmaßes wird die Demokratien des Westens überfordern.
• Ethnische, religiöse – aber vor allem soziale – Konflikte werden neue Parteien am „rechten Rand“ entstehen lassen. Zeitweilige Rückschläge werden ein plötzliches Umkippen der politischen Stimmung nicht verhindern. („Jetzt ist Schluss mit Humanismus!“, hat doch schon mal wer gesagt?)
• Wirtschaftliche Konflikte werden in militärische umschlagen, zumal auch vor allem in China soziale Unruhen entstehen. Dabei war das Aufblasen eines äußeren Feindes schon immer ein probates Mittel um große Massen in von den Regierungen gewünschte Richtungen zu mobilisieren und von sozialen Problemen abzulenken.
• Technologische Aufrüstungen im militärischen Bereich (z.B. autonome Kampfdrohnen) machen ein Abgleiten in einen eigentlich nicht gewollten unkontrollierbaren (Welt-) Krieg immer wahrscheinlicher. (Schon ein begrenzter mit Massenvernichtungswaffen geführter Krieg kann sehr schnell eine ökologische und damit eine weltweite Hungerkatastrophe verursachen. Siehe dazu z.B. : http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/computer-simulation-atomkrieg-in-asien-wuerde-globale-klimakatastrophe-ausloesen-a-453835.html)

Siehe auch aktuell: http://www.heise.de/tp/artikel/45/45043/1.html

Das wird dann für Viele ein langsames, qualvolles Ende, und nur die Reichen und Mächtigen werden eine Überlebenschance haben. Schaut Euch zur Einstimmung schon einmal „Soylent Green - Jahr 2022 ... die überleben wollen“ an. (Gibts bei amazon schon für 4,97 € oder in irgendeinem Videoverleih.) Mit George Orwell's „1984“ hat es auch etwas länger gedauert. Dafür ist die Vorhersage aber um so perfektionierter eingetroffen. Wir merken nichts davon? Dann fragt mal Menschen, die aus Diktaturen geflüchtet sind!

Letztlich aber ist es die mangelnde Einsicht in globale Zusammenhänge und die Selbstbetäubung mit immer neuen „Events“, mit der die große Masse der Bürger des noch weitgehend demokratischen Europa ihre ganz persönlichen Beiträge zum Weg in die Katastrophe leisten wird. Um das zu begreifen, muss man aber erst einmal eine Welt-Anschauung haben. Hier haben aber Viele eine Nicht-Weltanschauung. Sie glotzen die Welt an und verstehen nur Stückwerk – WOLLEN nur Stückwerk verstehen.

Ich hoffe, ich irre mich gewaltig! Betet zu Angie, dass es anders kommt! ;-)

Habe ich Euch mit meinem „Blödsinn“ überfordert?

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28.05.2015, 17.37 Uhr
gosalianer | nochmal @ Joerg B.
Niemand sagt, dass Sie Blödsinn schreiben. Ihre Weltanschauung und Ihre geistigen Ergüsse, in Zusammenhang mit diesem Artikel, sind Blödsinn. Das was Sie hier schreiben, ist ganz allein Ihre persönliche Wahrheit und ist nur schwer mit einem brennenden Porsche in Zusammenhang zu bringen. Auch die Tatsache, dass Sie so übertrieben emotional auf diese eher nebensächliche Meldung in einer regionalen Onlinezeitung reagieren, gibt durchaus Anlass zur Besorgnis. Sie schweifen hier lediglich ab, damit Sie Ihren Unmut und Frust kundtun können, aus welchen Gründen auch immer.

Falls ich es richtig interpretiert habe, sind Sie der Meinung, dass ein Luxusartikel - vereinfacht ausgedrückt - für den Untergang der Gesellschaft, wenn nicht sogar der menschlichen Rasse, verantwortlich sein wird. Gut, da kann man geteilter Meinung sein, denn wenn uns die Evolution eines gelehrt hat, dann, dass Fortschritt und Technik eher zu Wohlstand geführt haben. Aber wenn man nur frustriert genug ist, wird man immer etwas Schlechtes finden, was dazu führen wird für alles Gute blind zu sein. Ein Porsche ist sicherlich nicht die Speerspitze der Automobiltechnik. In Zukunft wird es wahrscheinlich Entwicklungen geben, die für einen Wandel sorgen werden. Hersteller wie Tesla etc. markieren hier nur den Anfang. Für mich sind Menschen, die daran nicht glauben, mit denen zu vergleichen, die vor etwa 100 Jahren behauptet haben, dass das Pferd auf dem Acker nicht durch ein motorisiertes Fahrzeug zu ersetzen sei. Im Übrigen gab es Schwarzseher und Untergangspropheten schon immer. Fragen Sie sich einfach, wie viel von deren Anschauung noch übrig ist. Und dass unsere Nachkommen gerade so überleben werden, weil wir soviel Mist gebaut haben, wird auch schon seit Menschengedenken prophezeit. Heute wissen wir, dass das Quatsch ist. Wir lernen aus den Fehlern der Vergangenheit und sind bemüht diese nicht zu wiederholen. Dass es neue Missstände geben wird, lässt sich nicht verhindern. Doch muss man dabei abwägen, ob diese nicht anders einzuordnen sind als noch vor 100 Jahren (Bsp.).

Ich werde nicht ernsthaft über das spekulieren, was irgendwann mal geschehen muss. Es gibt zum Glück keinen Menschen der die Macht dazu hat Dinge vorauszusagen. Leider gibt es genügend Menschen wie Sie, die sich diese Fähigkeit gern anmaßen. Nach Ihrer Meinung sollen wir auf jeglichen Luxus verzichten. Mit Ihren Worten: „anständig und auskömmlich Leben“. Was soll das sein? Wo ist der Anfang? Wo ist die Grenze? Was darf ich dann? Was darf ich nicht? Ihr Maß ist nicht mein Maß. Und das meines Nachbarn ist auch nicht meines. Malen wir unsere Häuser dann alle grau an weil ein farbiges Haus schon zu viel „Sozialprestige“ ausstrahlt? Wie soll Ihre schöne neue Welt dann funktionieren? Und wohin wird das führen? Brauche ich dann wieder einen Intershop, der wie eine Art Museum der freien Welt funktioniert - gucken aber nicht anfassen? Vielleicht ist Ihre Anschauung eher der Weg in den Untergang einer Gesellschaft, die den Porsche des Nachbarn eher brennen sieht als zu respektieren, dass es anderen auch mal besser ergehen kann als mir. Helfen Sie den Menschen im brennenden Fahrzeug oder geben Sie lieber noch etwas Benzin hinzu? Schließlich passen diese Menschen nicht in Ihre neue Welt.

Wie dem auch sei, Sie haben Ihre Wahrheit und niemand wird Sie davon abbringen können. Doch zum Glück denken wir alle anders, und mit etwas Verstand sind wir bereit verschieden Lebens- und Denkweisen zu tolerieren. Wohlstand und Luxus (wenn man bereit ist beide Begriffe sachlich zu definieren) eröffnen wenigstens die Möglichkeit, Armut zu bekämpfen. Sie wollen versuchen, eine bessere Armut herzustellen, damit die Menschen glauben, sie leben in einer anständigen und auskömmlichen Welt, die nichts besseres aufzuweisen hat. Damit soll dann jeder seinen Frieden finden. Sie vergessen dabei nur eine winzige Kleinigkeit: Die Menschen wollen so nicht leben! Sie wollen keine bessere DDR 2.0! Denn das ist es, wohin Ihr Gedankengut Sie führen wird. Sicherlich werden Sie nun eine Gegendarstellung verfassen und behaupten, dass ich es völlig falsch interpretiert habe. Egal was Sie mit Ihrem geistigen Erguss zu verstehen geben wollen, eines ist dabei unmissverständlich klar: Sie wollen den Menschen Grenzen aufzwingen. Es wundert mich immer wieder, dass es noch Leute gibt, die glauben, so etwas hätte Zukunft und würde die Probleme der Welt lösen. Die Geschichte hat uns doch eigentlich gelehrt, dass es so nicht funktioniert.

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29.05.2015, 13.39 Uhr
Joerg B. | Guter und böser „Fortschritt“
Zunächst danke ich der Redaktion der nnz dafür, dass sie diese „Diskussion“ erlaubt hat und Herr Greiner nicht schon als Chefredakteur „den Sack zu gemacht hat“. Dennoch drängt es mich zum aktuellen Topthema auf allen drei Regionalteilen noch einen vorerst letzten Kommentar zu schreiben. (Ohne das letzte Wort haben zu wollen!) Immerhin müssen heutzutage für die mehr oder weniger qualifizierten „Ergüsse“ in den „Leserbriefen“ keine ganzen Wälder mehr an Papier abgeholzt werden. Für die Abwärme der Serverfarmen gibt es aber auch schon ökologisch intelligente Nachnutzungskonzepte.

„gosalianer“ hat mich tatsächlich etwas missverstanden. Unter dem Druck, die normalen Ausmaße eines Kommentars nicht zu sprengen, habe ich bei meinem vorigen K. etwas weggelassen. Copy & paste, hier ist es:

Ich bin überhaupt nicht für einen Rückzug in ein pseudoidyllisches Zeitalter der Postkutschen und Einspänner, etwa wie bei den Amish (http://de.wikipedia.org/wiki/Amische). Im Gegenteil, sehe ich im Internetzeitalter einen großen Fortschritt für die Menschheit, auch wenn dadurch der Energieverbrauch leider kräftig steigt. Ich hoffe aber wohl vergeblich, dass damit auch die allgemeine Bildung wächst!

Ich ergänze: Ich bin auch nicht für eine „DDR 2.0“! Die „DDR“ war von Anfang an zum Scheitern verurteilt (Manche Altlinken mögen mich kritisieren!), weil sie sich bis zum Machtantritt Gorbatschows niemals aus einem doktrinär erstarrten marxistisch-leninistischen Konzept herausentwickeln DURFTE! Dagegen ist der ganze RGW-Block ein schönes Beispiel dafür, wie man eine Utopie zur real existierenden Dystopie verkommen lassen kann. Allerdings war der mögliche Tiefstpunkt noch längst nicht erreicht, wie das real existierende Horrorszenario Nordkorea zeigt.

Zwischen dem Extremst-Kollektivismus (wie in Nordkorea) und Extremst-Individualismus (wie tendenziell in den USA) gibt es ein weites Kontinuum. Die Mächtigen dieser Welt sollten sich dafür einsetzen, dass wenigstens die Auswüchse an den Enden gekappt werden. Leider wird der Planet aber immer unregierbarer.

Ich muss hier noch mal darauf hinweisen, dass meine düsteren Prognosen leider alles andere als aus einer kranken Phantasie entsprungen sind. Eigentlich hätten sich jetzt die letzten Vertreter unserer Supereliten um die allerletzten verbliebenen Konserven streiten müssen. Und nicht umsonst werden auf Spitzbergen Sämereien auch für den „worst case“ gelagert: http://www.n-tv.de/wissen/500-000-Samen-bereits-eingefroren-article774151.html .

Nur um Haaresbreite sind wir bisher mindestens 3 mal einem Nuklearen Winter entkommen. Eine schaurig schöne Dokumentation dazu findet man u.a. auf: https://www.youtube.com/watch?v=nS8rg0_vYag (ZDF-History: Die heißesten Momente des Kalten Krieges) Dass nun keinesfalls gilt, „Ende gut, alles gut!“, habe ich in meinem vorherigen Kommentar aufgezeigt. Genau so etwas oder Ähnliches kann in anderer noch unbekannter Form wieder auf uns zukommen, wenn wir ein grenzenloses Laissez-faire zulassen. Wir sollten uns darum bemühen, dass das Fass WENIGSTENS LANGSAMER voll läuft. Porschefahrer pinkeln quasi noch zusätzlich hinein.

Ich habe übrigens eine den Allermeisten geradezu pervers erscheinende Hoffnung für die Menschheit: Die MENSCHHEIT 2.0!

In den USA gibt es einen Menschen namens Ray Kurzweil, der nicht irgendein Spinner, sondern der „Director of Engineering“ bei Google ist. Damit hockt er praktisch in Ihrem Computer – zumindest, wenn Sie online sind! Er ist aber auch einer der führenden Köpfe des weltweiten Transhumanismus.

Transhumanisten gehen davon aus, dass Menschen durch eine schrittweise technologische Aufrüstung eines Tages in der Lage sein werden, ihre bisherigen biologischen Beschränkungen zu überschreiten und am Ende sogar ihr Bewusstsein vollständig in ein informationsverarbeitendes Gerät, z.B. einen Androiden hochladen können, um damit sogar potenziell unsterblich zu werden. Siehe auch https://www.youtube.com/watch?v=_FVvL2abINQ !
Transhuman sind wir eigentlich schon jetzt, wenn wir eine Brille tragen oder einen Computer benutzen. Selbst ein Tier, das ein Werkzeug benutzt, erweitert damit schon seine biologischen Grenzen.

Eines der kritischsten Ereignisse ist dabei die hypothetische Möglichkeit des KOMPLETTEN „Mind uploading“: http://de.wikipedia.org/wiki/Mind_uploading. „Mind uploading“ betrieben aber schon in Ansätzen die Alten Ägypter, indem der Pharao seine Taten in Stein meißeln ließ. Auch indem ich hier etwas poste, gebe ich einen Teil meiner Gedanken in ein informationsverarbeitendes Gerät ein und tausche mich so mit anderen „Uploadern“ aus. Selbstverständlich kann man von diesen meinen „geistigen Ergüssen“ ein Backup erzeugen und somit meine jetzigen von Intelligenz oder Dummheit zeugenden Gedanken bis zum finalen Datengau unsterblich machen.

Auf dem Weg ins Zeitalter der Künstlichen Intelligenz kann es aber auch zu schlimmen „Unfällen“ kommen. Außer Kontrolle geratene subintelligente Geräte könnten verheerende Katastrophen verursachen, so wie es im obigen Video (ziemlich am Ende) durch eine Fehlinterpretation fast schon einmal geschehen wäre. Keine Macht der Welt aber wird diese Entwicklung stoppen können, es sei denn eben durch einen solchen „Unfall“. Als hätte er es vorhergesehen schrieb Friedrich Nietzsche schon 1883 sehr poetisch in „Also sprach Zarathustra“:

„Der Mensch ist ein Seil, geknüpft zwischen Tier und Übermensch – ein Seil über einem Abgrunde. Ein gefährliches Hinüber, ein gefährliches Auf-dem-Wege, ein gefährliches Zurückblicken, ein gefährliches Schaudern und Stehenbleiben...“ (Für den Reizbegriff „Übermensch“ müsste man freilich „Künstliche Intelligenz“ einsetzen – auch wieder ein Reizwort.)

Über Fahrerassistenzsysteme wird jetzt schon teilweise geflucht. Mal sehen, wann sich so manches Auto der Oberklasse als „Übermensch“ entpuppt – vielleicht zum Sound von https://www.youtube.com/watch?v=A7I4Ryzwg1A ;-)

Damit wieder zurück zur real existierenden Hamsterrad- und Konsumgesellschaft:

Wenn ich mal so schlappe 80.000 € in der Portokasse hätte, würde ich mir vielleicht auch einen Tesla kaufen. Vielleicht reicht es ja noch für einen Toyota Yaris Hybrid? Auf jeden Fall sollte ein bescheidener Wohlstand trotzdem sozial- und umweltverträglich sein. Mit einem Porsche würde ich mir dagegen wie ein Rülps in Nadelstreifen vorkommen – nicht mein Stil!

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29.05.2015, 22.49 Uhr
mussmalsagen | , dass Joerg B. den Nagel auf den Kopf getroffen hat.
Ich kann nur eine mir bekannte Zahl hinzufügen:
Wenn alle jetzigen Menschen auf der Erde so leben wollten wie wir Deutschen, dann bräuchten wir 2 zusätzliche Erden für die ganzen Ressourcen an Rohstoffen usw.

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