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Di, 16:01 Uhr
10.03.2015

Der neue Chefarzt und der "strahlende" Patient

Im Nordhäuser Südharz Klinikum steht in den kommenden Monaten ein enormer Umbau bevor. Grund dafür ist die Anschaffung eines Gerätes, das es im Umkreis von 70 Kilometer so nicht gibt. Doch begonnen wird mit dem Umbau vermutlich im Schwesternheim ...

Dr. med. Gert Zinger (Foto: Südharz Klinikum/Hagedorn) Dr. med. Gert Zinger (Foto: Südharz Klinikum/Hagedorn) Dr. med. Gert Zinger, der neue Chefarzt der Klinik für Nuklearmedizin

Zum Plan: Im Schwesternheim des Klinikums wird das erste Obergschoss leergezogen, die Bewohner "siedeln" in das sanierte Gebäude der ehemaligen Medizinischen Fachschule um, dort ist in den zurückliegenden Wochen das "Wohnen am Südharz Klinikum" etabliert worden.

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In die freiwerdende Etage sollen die Augen- sowie die HNO-Abteilung des Medizinischen Versorgungszentrums umziehen. Die im Hauptgebäude des Klinikums freiwerdenden Räumlichkeiten wiederum sollen Teile der künftigen Klinik für Nuklearmedizin aufnehmen. Und genau diese Klinik hat mit Dr. med. Gert Zinger einen neuen Chefarzt.

Zinger (Foto: Südharz Klinikum/Hagedorn) Zinger (Foto: Südharz Klinikum/Hagedorn) Der Mann kommt nach einem zehnjährigen "Arbeitsaufenthalt" in Norwegen zurück nach Deutschland. Nicht in seine Heimatstadt Berlin, sondern an den Rand des Südharzes. Das hat unter anderem seinen Grund in der Chance, die Nukelarmedizin hier in Nordhausen zu einem Leuchtturm zwischen Erfurt, Göttingen und Leipzig zu entwickeln.

Kern dieses Prozesses wird das neue PET CT sein. PET steht für Positron Emisons Tomograpfh, kombiniert mit einem Computertomographen. "Von High End-Technik" schwärmen deshalb auch Zinger und Geschäftsführer Guido Hage gemeinsam. Mit dem neuen Gerät und der notwendigen Peripherie, zum Beispiel zum Herstellen von Nukliden, wird ein neues Kapitel der rund 40 Jahre alten Geschichte der Nuklearmedizin am Nordhäuser Klinikum aufgeschlagen.

Noch intensiver und genauer, vor allem in der Kombination von PET und CT können Stoffwechselvorgänge im menschlichen Körper sichtbar gemacht und wesentlich frühere Diagnosen gestellt werden.

Noch bezahlen nicht alle Krankenkassen alle Leistungen, die mit der neuen Technik verbunden sind, doch Hage will mit der Investition im "höheren siebenstelligen Bereich" ein Ausrufezeichen setzen, das einem medizinischen Vollversorger in der Nordthüringer Region gerecht wird.

Noch ein wenig werden sich der 58 Jahre alte Dr. Gert Zinger und sein Team mit der neuen Technik gedulden. Es ist davon auszugehen, dass die ersten Nuklide den Patienten wohl erst in einem Jahr injiziert werden können. Dann kann auch in Nordhausen schließlich von strahlenden Patienten gesprochen werden. In diesem Fall aber kommt die Strahlung von innen und ist für den Menschen nicht gefährlich. Im Gegenteil.
Peter-Stefan Greiner
Autor: red

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