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Mo, 10:58 Uhr
09.03.2015

nnz-Ergebnisdienst: Salza zittert und hofft

Ein spannendes Match lieferten sich die Kegeldamen des TSG Salza und des Nordhäuser SV. Die Salzaerinnen kamen als Favoriten, nicht aber als überlegener Gegner. Die Salzas Senioren dürfen indes weiter auf den Klassenerhalt hoffen, berichtet Uwe Tittel...

Am Ende musste Salza noch einmal zittern

Kegeln Landesliga Frauen 120 Wurf
Nordhäuser SV – TSG Salza 1,5:4,5 (1974:1983/8:8)

Der ESV Lok Rudolstadt hat sich wie erwartet am vorletzten Spieltag durch einen klaren 6:0-Heimsieg über den bisherigen Zweiten Voigstedt endgültig den Sieg in der Landesligastaffel II der Frauen gesichert. Das kam gleichzeitig den Frauen der TSG Salza zugute, die sich im Nordhäuser Lokalderby beim Nordhäuser SV nach spannendem Kampf knapp behaupteten und auf den Silberrang vorstießen. Die NSV-Frauen dagegen mussten vorerst Ilmenau auf Platz Sechs vorbei ziehen lassen.
Derbys haben oftmals eigene Gesetze, sind von Nervosität und Spannung geprägt.

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Und Favorit sein heißt nicht unbedingt überlegen sein. Die Salzaerinnen kamen zweifellos als Favorit an die Rotleimwiese. Doch das konnte im ersten Paar nur Toni Herrmann unter Beweis stellen. Trotz noch nicht völlig überwundener Kniebeschwerden spielte sie über alle vier Bahnen sehr konstant gut und hatte ihre Ex-Mannschaftskameradin Sonja Klaus im Griff. Sonja Klaus wusste nur auf der dritten Bahn mit starken 141 Holz zu überzeugen. Im anderen Duell fand Salza-Kapitän Steffi Boenki nie zur gewohnten Sicherheit. Im Kampf gegen NSV-Ersatzspielerin Birgit Galonska gab es ein ständiges Auf und Ab. Birgit Galonska startete sehr gut, gewann deutlich Bahn Eins. Dann schien sich die Salzaerin aber gefangen zu haben und konterte. Um danach sofort wieder in Rückstand zu geraten. Mit dem letzten Wurf auf der vierten Bahn hatte Steffi Boenki dann unverhofft sogar noch die Chance zum Mannschaftspunkt. Bei schon feststehendem Bahnsieg hätte sie bei noch vier stehenden Kegeln nur zwei treffen müssen.

Es wurde nur einer und damit bei gleicher Gesamtholzzahl mit Birgit Galonska ein Unentschieden. Gesamtführung für Salza zwar nach Durchgang Eins, aber Regina Hahn und Kapitän Tina Romhardt war durchaus zuzutrauen, dass sie den Rückstand von 31 Holz noch wett machen könnten. Zunächst aber lief es für die Salzaerinnen. Tina Romhardt konnte gegen Heike Hase zwar glücklich Bahn Eins mit 115:114 gewinnen, dafür kam Regina Hahn gegen Ines Werner überhaupt nicht in die Gänge und verlor deutlich. Salza hatte nun schon einen hohen Holzvorsprung. Aber die Punkte waren noch nicht vergeben. Tina Romhardt legte dann eine tolle zweite Bahn hin, ließ auch danach nicht locker und war der mit immer wieder schwächeren Würfen kämpfenden Heike Hase nun klar überlegen. Auch Regina Hahn konnte sich zunächst steigern, spielte mit 141 Holz eine starke zweite Bahn. Kontrahentin Ines Werner aber war mit 151 Holz noch besser. Die Salzaerin wurde dann allerdings schwächer, musste auch Bahn Drei abgeben, erkämpfte sich aber noch den Sieg auf der letzten Bahn.

Salzas Ines Werner behielt in der spannenden Schlussphase die Nerven (Foto: Ines Werner) Salzas Ines Werner behielt in der spannenden Schlussphase die Nerven (Foto: Ines Werner) Salzas Ines Werner behielt in der spannenden Schlussphase die Nerven

Zum ersten Mal übertraf sie auf der Bahn an der Rotleimwiese die 500-Holz-Barriere und gewann ihr Duell letztlich deutlich. Dennoch wurde es gerade auf dieser letzten Bahn noch spannend, denn Tina Rohmhardt verkürzte den Rückstand, der vor dem letzten Bahnwechsel noch 33 Holz betrug, weiter Punkt um Punkt. Mit 540 Holz stellte sie auch eine überragende Tagesbestleistung auf. Doch Salza rettete neun Zähler zum Gesamterfolg, denn in der Endphase der Partie gelang Heike Hase im Räumen der sicher entscheidende glatte Neuner. Überhaupt gab das mit 586:564 bessere Räumen der Gäste den Ausschlag.
Birgit Galonska – Steffi Boenki0,5:0,5(481:481/2:2)
Sonja Klaus – Toni Herrmann0:1(485:516/1:3)
Tina Romhardt – Heike Hase1:0(540:484/4:0)
Regina Hahn – Ines Werner0:1(468:502/1:3)

Salzas Kegel-Senioren können weiter hoffen

Kegeln Verbandsliga Senioren 120 Wurf
TSG Salza – SG Oberroßla/Oßmannstedt 4:2 (1943:1900/8:8)

Noch hält der Strohhalm. Mit einem hart erkämpften 4:2-Erfolg im vorgezogenen Spiel des letzten Spieltages über die SG Oberroßla/Oßmannstedt haben sich die Senioren der TSG Salza ihre Minichance auf den Klassenerhalt in der Verbandsliga erhalten. Wie auch beim Spiel der Frauen zwischen dem Nordhäuser SV und Salza gab es ein ständiges Auf und Ab, hatte kaum einer der acht Aktiven seine Nerven durchgängig im Zaum.

Etwas scherzhaft meinten die Gäste bei der Begrüßung, sie hätten heute extra einen Ersatzmann mitgebracht, damit Salza eine Siegchance hätte. Doch der 71jährige Siegfried Planer begann keineswegs wie ein Notnagel und war Karl-Heinz Meister auf der ersten Bahn deutlich überlegen. Damit hatte er allerdings sein Pulver verschossen. Nach einem knappen Sieg auf Bahn Zwei holte der Salzaer dann auf Bahn Drei schon einen sicheren Vorsprung heraus und gewann auch noch trotz ganz schwachen 69 Vollen Bahn Vier. Dennoch gingen die Gäste mit einem Vorsprung von 18 Holz in den zweiten Durchgang. Denn bei Wolfgang Heinze lief es genau entgegen gesetzt wie bei Karl-Heinz Meister. Nach starker erster Bahn ging nicht mehr viel und er musste sich dem Besten der Gäste Thomas Werner noch deutlich beugen.

Karl-Heinz Meisters knapper Einzelsieg war ganz wichtig für den Salzaer Gesamterfolg. (Foto: Meister) Karl-Heinz Meisters knapper Einzelsieg war ganz wichtig für den Salzaer Gesamterfolg. (Foto: Meister) Karl-Heinz Meisters knapper Einzelsieg war ganz wichtig für den Salzaer Gesamterfolg.

Wechselnde Gefühle zuhauf auch im zweiten Paar. Hier musste Erwin Fessel die erste Bahn knapp abgeben um dann die zweite Bahn nach zunächst schwachem Spiel in die Vollen noch deutlich zu gewinnen. Das Stimmungshoch hielt aber nicht lange, denn ein ärgerlicher Fehlwurf kostete Bahn Drei. Und sein sich nun steigernder Kontrahent war schließlich nicht mehr zu stoppen. Fessel hatte am Ende zwar noch ein Gesamtholzplus aber der Mannschaftspunkt ging mit 3:1 an den Gegner.

Der Ärger über diese unnötige Niederlage aber konnte sich in Grenzen halten. Denn als Einziger an diesem Tage zeigte Salzas Kapitän Rainer Schubert kaum Schwächen. Bestenfalls die je drei Fehlwürfe auf den ersten beiden Bahnen sind als kleiner Makel zu werten. Sie fielen aber nicht ins Gewicht, denn sein Gegner spielte drei Bahnen lang ganz schwach, war gegen Schubert chancenlos. Erst am Ende zeigte Joachim Rinne mit 141 Holz und Bahnsieg was er wirklich kann. Doch das kam viel zu spät, Salzas Holzvorsprung war längst ausreichend.
Uwe Tittel
Karl-Heinz Meister1:0(462:452/3:1)
Wolfgang Heinze0:1(476:504/1:3)
Erwin Fessel0:1(489:485/1:3)
Rainer Schubert1:0(516:459/3:1)

Autor: red

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