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Mo, 10:42 Uhr
09.03.2015

Gott gegen Gips

Die Gegner des Gipssabbaus im Südharz wird erneut der Rücken gestärkt: das Kirchenparlament des Kirchenkreises Südharz mahnte auf seiner Frühjahrssynode den äußerst sorgfältigen Umgang mit der Schöpfung an...

Ausgehend von den aktuellen Entwicklungen zum Thema Gipsabbau im Südharz unterstützten die Synodalen mit großer Mehrheit den Antrag von Herrn Rolf Richter aus Neustadt und gaben folgende Erklärung ab:

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„Aufgrund der aktuellen Diskussion zum Gipsabbau im Südharz erklärt die Kreissynode: Im Blick auf die Entwicklung in unserer Region ist es uns ein Anliegen, zu äußerst sorgsamem Umgang mit der Landschaft zu mahnen. Sie ist das Erbe aus Jahrmillionen Erdgeschichte und unser Reichtum, den wir an unsere Kinder und Kindeskinder weitergeben wollen. Im Blick auf die aktuelle öffentliche Diskussion schließen wir uns dem Protest gegen eine Erweiterung und Beschleunigung des Rohstoff-, speziell des Gipsabbaus an und fordern die stärkere Nutzung alternativer Möglichkeiten. Nur Investitionen in dieser Richtung und der Verzicht auf Expansion geben uns die Chance, unser Erbe zu bewahren.“
Autor: red

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Kommentare
Bodo Schwarzberg
09.03.2015, 13:31 Uhr
Kirche gegen Abbau: tolle Sache
Wir brauchen einen breiten Konsens gegen einen zügellosen Ausverkauf unserer Landschaft. Bürgerinitiativen, Kommunen, Landespolitik, Arten- und Standortkenner und Kirchen. Von daher ist die Stellungnahme der Kirche sehr zu begrüßen.
Allerdings ist der Gipsabbau nur ein winziger Teil der Bedrohungen. Die globale Situation des Planeten sollte bei Protesten, auch und gerade gegen die Regierenden viel mehr Raum einnehmen. Die gravierendsten Bedrohungen sind nicht zu riechen, nicht direkt zu sehen oder zu schmecken. Erst die Existenzgrundlagen, dann alles andere, weil alles andere ohne eine weltweite Sicherung der Existenzgrundlagen logischerweise sinnlos ist. Das muss Grundlage allen Entscheidens und Handelns sein. Sonst haben wir alle verloren.
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