Mi, 21:41 Uhr
18.02.2015
Gipsabbau, Arreè-Fest und Straßenreinigung
In Niedersachswerfen trafen sich heute die Ortschaftsräte zu ihrer ersten Sitzung in diesem Jahr. Neben der Vorbereitung des Arreè-Festes, das in diesem Jahr zum 20. Mal gefeiert wird, sprach auch Dr. Christian Marx von der Bürgerinitiative gegen Gipsabbau über die neuen Entwicklungen…
Das Bewilligungsfeld Kuhberg hat eine Fläche von 18 ha, der Abbau findet auf 9,5 ha durch die Firma Formula Walkenried statt, begann Dr. Christian Marx seine Ausführungen. Ein Raumordnungsverfahren wurde durchgeführt, das jedoch einen Abbau nicht verhindern würde. Eine endgültige Entscheidung ist hier noch nicht gefallen, sagte Dr. Marx den Ortschaftsräten.
Vor zwei Jahren besuchten die Vorstände von Saint Gobain und Casea den Gemeinderat. Das Thema Gipsabbau ist in der Region also schon seit langem auf der Tagesordnung. Der BUND engagiert sich aktuell im Rahmen der Naturschutzgebiete Harzfelder Holz und Rüdigsdorfer Schweiz und auch die Stadt Nordhausen und der Landkreis haben ihre Flächenvorkaufsrechte geltend gemacht. Da das Abbaugebiet Kuhberg kein Naturschutzgebiet ist, können Vorverkaufsrechte nur beantragt werden, wenn die Fläche landwirtschaftlich genutzt wird. Hier muss ein landwirtschaftlicher Betrieb gefunden werden und ein Bewerber hat bereits Interesse angemeldet.
Dennoch sind viele Fragen vertraglich nicht geklärt, beispielsweise hinsichtlich der Ausgleichspflanzungen, die nichts mit den Abbaugebieten zu tun haben, sagte Dr. Marx. Die Renaturierungen der Gipsabbauunternehmen sind nur Schall und Rauch.
Die Erweiterung der bestehenden Steinbrüche muss verhindert werden, warb der Sprecher der Bürgerinitiative. Es besteht ein politischer Konsens die Rüdigsdorfer Schweiz zu schützen, welche Interessen dahinter stehen und wie groß diese Einigkeit ist, ist unklar.
Harztor wird den Preis mit den Abbaugebieten Himmelberg" und "Rüsselsee zahlen müssen, ist sich Dr. Marx sicher. Er empfiehlt im Flächennutzungsplan alternative Planungsziele zu benennen. So plant die Gemeinde Neustadt beispielsweise am Harzfelder Holz einen neuen Kurterrainweg. Die Naturschutzgebiete und FFH-Gebiete sollten erweitert werden. Nehmen sie das Vorverkaufsrecht für Sperrflächen wahr, ruft er die Ortschaftsräte auf. Die Verwaltungen der Gemeinden sollten mit der Bürgerinitiative gegen Gipsabbau zusammen arbeiten und Informationen austauschen. Die Gemeinde Harztor wird vom Gipsabbau nichts anderes haben als Altlasten, sagte Dr. Marx abschließend.
Im zweiten Teil der Ortschaftsratssitzung stellte Dr. Christina Zyrus die ersten Planungen zum diesjährigen Arreé-Fest vor. So wird die Grundschule der Gemeinde am Freitag ein Programm gestalten, am Abend ist eine Tanzveranstaltung für Jugendliche geplant. Am Samstag findet von 10.00 bis 14.00 Uhr ein Markttreiben statt und auch für die Senioren soll etwas organisiert werden, erklärte Dr. Christina Zyrus. Am Sonntag ist ein Frühschoppen und am Nachmittag ein Fanfarenzug geplant. Die Besucher können Hubschrauberflüge über Niedersachswerfen buchen. Trotz vorheriger Zusage wird der Schützenverein sich nicht am diesjährigen Arreè-Fest beteiligen. Es werden noch Sponsoren und ehrenamtliche Helfer gesucht.
Die Straßenreinigung laut der bestehenden Satzung wird im Gemeindegebiet nicht von allen beachtet. Es gibt viele, die sich nicht um die Säuberung der Gehwege, Gossen und Straßen kümmern, mahnte Ortsteilbürgermeister Ulrich Wilke. Im Bauausschuss wurde eine Reinigung gegen eine Gebühr durch eine Firma besprochen. Wir haben uns das Ellricher Modell angesehen, sagte Stephan Klante, der auch an der Ortschaftsratssitzung teilnahm. Dort wird 14tägig für einen Preis von rund 8 Cent pro laufender Meter gereinigt. Es ist ein zweischneidiges Schwert, denn auch die Bürger, die die Reinigung vorbildlich durchführen, müssten dann bezahlen, sagte Ulrich Wilke. In der kommenden Harztor Zeitung soll noch einmal auf die Straßenreinigung hingewiesen werden.
Sandra Witzel
Autor: swiDas Bewilligungsfeld Kuhberg hat eine Fläche von 18 ha, der Abbau findet auf 9,5 ha durch die Firma Formula Walkenried statt, begann Dr. Christian Marx seine Ausführungen. Ein Raumordnungsverfahren wurde durchgeführt, das jedoch einen Abbau nicht verhindern würde. Eine endgültige Entscheidung ist hier noch nicht gefallen, sagte Dr. Marx den Ortschaftsräten.
Vor zwei Jahren besuchten die Vorstände von Saint Gobain und Casea den Gemeinderat. Das Thema Gipsabbau ist in der Region also schon seit langem auf der Tagesordnung. Der BUND engagiert sich aktuell im Rahmen der Naturschutzgebiete Harzfelder Holz und Rüdigsdorfer Schweiz und auch die Stadt Nordhausen und der Landkreis haben ihre Flächenvorkaufsrechte geltend gemacht. Da das Abbaugebiet Kuhberg kein Naturschutzgebiet ist, können Vorverkaufsrechte nur beantragt werden, wenn die Fläche landwirtschaftlich genutzt wird. Hier muss ein landwirtschaftlicher Betrieb gefunden werden und ein Bewerber hat bereits Interesse angemeldet.
Dennoch sind viele Fragen vertraglich nicht geklärt, beispielsweise hinsichtlich der Ausgleichspflanzungen, die nichts mit den Abbaugebieten zu tun haben, sagte Dr. Marx. Die Renaturierungen der Gipsabbauunternehmen sind nur Schall und Rauch.
Die Erweiterung der bestehenden Steinbrüche muss verhindert werden, warb der Sprecher der Bürgerinitiative. Es besteht ein politischer Konsens die Rüdigsdorfer Schweiz zu schützen, welche Interessen dahinter stehen und wie groß diese Einigkeit ist, ist unklar.
Harztor wird den Preis mit den Abbaugebieten Himmelberg" und "Rüsselsee zahlen müssen, ist sich Dr. Marx sicher. Er empfiehlt im Flächennutzungsplan alternative Planungsziele zu benennen. So plant die Gemeinde Neustadt beispielsweise am Harzfelder Holz einen neuen Kurterrainweg. Die Naturschutzgebiete und FFH-Gebiete sollten erweitert werden. Nehmen sie das Vorverkaufsrecht für Sperrflächen wahr, ruft er die Ortschaftsräte auf. Die Verwaltungen der Gemeinden sollten mit der Bürgerinitiative gegen Gipsabbau zusammen arbeiten und Informationen austauschen. Die Gemeinde Harztor wird vom Gipsabbau nichts anderes haben als Altlasten, sagte Dr. Marx abschließend.
Im zweiten Teil der Ortschaftsratssitzung stellte Dr. Christina Zyrus die ersten Planungen zum diesjährigen Arreé-Fest vor. So wird die Grundschule der Gemeinde am Freitag ein Programm gestalten, am Abend ist eine Tanzveranstaltung für Jugendliche geplant. Am Samstag findet von 10.00 bis 14.00 Uhr ein Markttreiben statt und auch für die Senioren soll etwas organisiert werden, erklärte Dr. Christina Zyrus. Am Sonntag ist ein Frühschoppen und am Nachmittag ein Fanfarenzug geplant. Die Besucher können Hubschrauberflüge über Niedersachswerfen buchen. Trotz vorheriger Zusage wird der Schützenverein sich nicht am diesjährigen Arreè-Fest beteiligen. Es werden noch Sponsoren und ehrenamtliche Helfer gesucht.
Die Straßenreinigung laut der bestehenden Satzung wird im Gemeindegebiet nicht von allen beachtet. Es gibt viele, die sich nicht um die Säuberung der Gehwege, Gossen und Straßen kümmern, mahnte Ortsteilbürgermeister Ulrich Wilke. Im Bauausschuss wurde eine Reinigung gegen eine Gebühr durch eine Firma besprochen. Wir haben uns das Ellricher Modell angesehen, sagte Stephan Klante, der auch an der Ortschaftsratssitzung teilnahm. Dort wird 14tägig für einen Preis von rund 8 Cent pro laufender Meter gereinigt. Es ist ein zweischneidiges Schwert, denn auch die Bürger, die die Reinigung vorbildlich durchführen, müssten dann bezahlen, sagte Ulrich Wilke. In der kommenden Harztor Zeitung soll noch einmal auf die Straßenreinigung hingewiesen werden.
Sandra Witzel

