Fr, 14:19 Uhr
06.02.2015
nnz-Forum:Sorgenvoller Blick
Am kommenden Sonntag findet in der Gemeinde Hohenstein die Bürgermeisterwahl statt. Dazu das Statement eines nnz-Lesers im Forum dieser Zeitung...
Auch wenn ich mittlerweile in Nordhausen wohne blicke ich mit Sorge auf den Wahltag in meiner alten Heimat, denn es besteht die Möglichkeit, dass im Norden unseres Landkreises zum ersten Mal ein Kandidat der AfD zum Bürgermeister gewählt wird.
Auf Facebook gibt Herr Evers an, dass er etwas für die Ortsteile der Gemeinde bewegen will, und dass dabei für ihn persönliche, weniger parteiliche Faktoren eine Rolle spielen. In seinem Wahlkampf verspricht er viel, zum Beispiel mehr für die Vereine und Feuerwehren zu tun. Außerdem will er sich weiter für den Ausbau der B243 einsetzen und natürlich verspricht er mehr Bürgernähe.
Wie er seine Ziele finanzieren will, oder wie mehr Bürgernähe funktionieren soll, wenn der Bürgermeister im benachbarten Landkreis Mansfeld/Südharz arbeitet, dazu sagt Herr Evers wenig bis nichts.
All das sind ehrenwerte Ziele. Ich frage mich jedoch, warum Herr Evers das ausgerechnet mit der AfD umsetzen will. Auch als parteiloser Kandidat könnte er ein Gegenpol zu den sogenannten etablierten Parteien sein. Er wählte jedoch die Zusammenarbeit mit der AfD, die immer wieder durch eine fehlende Abgrenzung nach rechts und teilweise klar ausländerfeindlichen Einzelfälle auffällt. Ich wünsche mir, dass die Menschen in Hohenstein am Sonntag eine kluge Entscheidung treffen und zeigen, dass der Zweck nicht alle Mittel heiligt.
Sven Oswald
Autor: redAuch wenn ich mittlerweile in Nordhausen wohne blicke ich mit Sorge auf den Wahltag in meiner alten Heimat, denn es besteht die Möglichkeit, dass im Norden unseres Landkreises zum ersten Mal ein Kandidat der AfD zum Bürgermeister gewählt wird.
Auf Facebook gibt Herr Evers an, dass er etwas für die Ortsteile der Gemeinde bewegen will, und dass dabei für ihn persönliche, weniger parteiliche Faktoren eine Rolle spielen. In seinem Wahlkampf verspricht er viel, zum Beispiel mehr für die Vereine und Feuerwehren zu tun. Außerdem will er sich weiter für den Ausbau der B243 einsetzen und natürlich verspricht er mehr Bürgernähe.
Wie er seine Ziele finanzieren will, oder wie mehr Bürgernähe funktionieren soll, wenn der Bürgermeister im benachbarten Landkreis Mansfeld/Südharz arbeitet, dazu sagt Herr Evers wenig bis nichts.
All das sind ehrenwerte Ziele. Ich frage mich jedoch, warum Herr Evers das ausgerechnet mit der AfD umsetzen will. Auch als parteiloser Kandidat könnte er ein Gegenpol zu den sogenannten etablierten Parteien sein. Er wählte jedoch die Zusammenarbeit mit der AfD, die immer wieder durch eine fehlende Abgrenzung nach rechts und teilweise klar ausländerfeindlichen Einzelfälle auffällt. Ich wünsche mir, dass die Menschen in Hohenstein am Sonntag eine kluge Entscheidung treffen und zeigen, dass der Zweck nicht alle Mittel heiligt.
Sven Oswald
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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